Later Epicly 2. Teil, Neue Ebay-Welle und Neunanfang
28. April 2009 | Von Web Gnom | Kategorie: BlogFür alle, die sich gefragt haben, was wir die drei Wochen seit Erscheinen der letzten Ausgabe so getrieben haben, hier vielleicht ein kurzer Abriß, denn das Heft ist ja nun schon einen Monat draußen. Doof für alle, die es schon komplett durchgelesen haben, denn es wird kein nächstes geben (schneuz)…
Wir hatten das Heft also schon am Donnerstag den 2. April gegen Nachmittag in den Keller geliefert bekommen und waren gerade damit beschäftigt, den letzten Kram von Arne zusammenzupacken, der dann Freitagabend Richtung Hamburg bzw. noch weiter nach Dollerupholz an die Ostsee gebracht werden sollte. Dazu muß man sagen, daß wir in den Wochen vorher bereits zwei Busladungen mit Krempel nach Hamburg hinter uns gebracht hatten, denn in neun Jahren hatte sich auf 250qm Keller ganz schön Material angesammelt. Als das Heft dann da war, kümmerten sich vor allem unsere fleißigen Helfer Dan, Tobias, Kleppo und Julia, denen wir hier nochmal explizit dicke dafür danken wollen, um den Heftversand. Es galt allen, die das Magazin (oder auch beide Cover-Versionen) im Voraus bestellt hatten, zu versorgen und natürlich die Abonnenten und den Freiverteiler. Der war glücklicherweise um einiges geschrumpft, weil wir doch beim letzten Mal eine Menge Adressen rausgenommen haben, hauptsächlich Promoaganturen und Plattenlabels.
So konnten wir uns da relativ schnell durchkämpfen und die Hefte gingen dann pünktlich Freitagmittag zur Post, während wir uns sputen mußten, den letzten Kram in Kartons zu packen und den 3,5 Tonner von Morgenheit Detlef (danke auch dafür) zu beladen, weil Klaas und Nadine abends in Hamburg noch auf eine Party wollten. Und wir wollten außer Arnes riesigem Skateboardmagazinarchiv auch noch ordentlich alte BOARDSTEIN Ausgaben mitnehmen, um die im Norden sinnvoll unters Volk zu bringen. Damit noch nicht genug packten wir auch noch alles an übrigen Holzplatten aus der T.F. mit ein, da in Hamburg an der Roten Flora der Pool weitergebaut wird und dafür Platten aller Art benötigt wurden, warum also nicht Holz von DO nach HH schleppen!? Wir kamen dann natürlich etwas später als geplant erst gegen Sechs los und mußten einen zwar leergeräumten, aber noch nicht saubergemachten und gestrichenen Keller hinterlassen, eigentlich wollten wir das zu diesem Zeitpunkt auch schon erledigt haben, aber es geht nur, so schnell mensch kann.
Komischerweise war die A1 dann für einen Freitagabend erstaunlich leer und wir kamen gut durch, bis uns Höhe Wildeshausen eine scheinbar gelangweilte Autobahnstreife rauswinkte mit dem dringenden Verdacht auf Überladung, was wir ganz sicher nicht bestreiten konnten. Es ging dann aufs Land zu einer Verladestation mit Waage, wo sich der Verdacht bestätigte, so gesehen hatten die Jungs ein gutes Auge bewiesen. Aber bei sagenhaften 1,8 Tonnen Übergewicht hängt so ein Wagen natürlich auch mindestens doppelt so tief wie normal, und an unseren überraschten Gesichtsausdrucken konnten sie wohl sehen, daß wir damit selbst nicht gerechnet hatten und einfach nur schnell umziehen wollten. Wir mußten dann zu einem Anhängerverleih fahren, wo wir glücklicherweise auch um diese Uhrzeit noch einen ausleihen konnten, und ordentlich umladen, was zu diesem Zeitpunkt nach tagelangem Räumen und Schleppen natürlich besonders Spaß machte. Aber wir können und wollen uns nicht beschweren, für Polizisten waren die Jungs äußerst kollant und es gab nicht mal Strafe und Bußgeld für dieses eigentlich doch schon schwerwiegende Verkehrsdelikt, das Fahrer Klaas normalerweise drei Punkte in Flensburg und einen entsprechenden Betrag gekostet hätte. Das waren vielleicht jetzt ein bißchen ausführliche Umzugsinsiderinformationen, aber ist doch `ne lustige Geschichte, oder!?
Nach einer Nacht in Hamburg mit Ausladeprozedur ging es dann weiter auf die A7 Richtung Flensburg und dann ins tiefste Angeln ins beschauliche Dollerupholz, wo Arnes Vater in einem kleinen Häuschen mit großer Garage wohnt. Tja, und dort lagert jetzt eine der größten Skateboardmagazinsammlungen Europas und wird nicht mehr gebraucht, was irgendwie schon ziemlich traurig ist, aber immerhin steht das Ganze trocken und geschützt für wie lange auch immer es da stehen wird… Das war so gesehen das wirkliche Ende vom BOARDSTEIN Magazin, denn die rechte Gehirnhälfte war jetzt komplett in nördlichen Gefilden und die linke im neuen Büro in Hagen und beide mußten sich erstmal dringend um privaten Kram kümmern, wobei wir jetzt aber nicht so ins Detail gehen wollen. Aber sagen wir so, das Wetter war bekanntlich hervorragend und man hat es dementsprechend auch rollend genutzt.
Diesen Moment sind wir gerade für ein paar Tage wiedervereint in Hagen, wo seinerzeit auch alles angefangen hat, und behandeln sozuagen die Nachwehen. Letzten Donnerstag und Freitag haben wir dann endlich den Redaktionskeller fertiggestrichen, Montagvormittag gab es die letzte Grundreinigung und übermorgen, Donnerstag um 12.00 Uhr, ist dann endgültige Schlüsselübergabe mit dem Vermieter. Dann ist die Ära Dortmund für uns tatsächlich zu Ende, aber es gibt auch in Hagen noch eine Menge zu sortieren und einzurichten und außerdem müssen wir unser weiteres Vorgehen planen und in die Wege leiten, denn wie schon oft gesagt, BOARDSTEIN ist jetzt nicht tot oder so, aber ein weiteres Überleben muß schon gut organisiert sein.
So gab es hier heute auch in der Rubrik Magazin Like mal wieder ein bißchen Futter und wir freuen uns besonders euch mitteilen zu können, daß Kollege Wulf heute Nacht dem zweiten Teil unserer Later Epicly Kellerdokumenation den letzten Feinschliff verpassen wird, so daß wir euch diesen morgen im Laufe des Tages hier präsentieren können. Da wird Arne euch dann das ehemalige Mailorderlager vorstellen und dann geht`s kurz zum Saufen und Skaten in die Dortmunder Innenstadt. Teil 3 wird dann auch nicht mehr so lange auf sich warten lassen…
Desweiteren sind wir eifrig dabei, unseren Onlineshop-Relaunch vorzubereiten, der in den nächsten Tagen über die Bühne gehen wird, wo wir dann ausgewählten Merchandise und ein paar Restposten anbieten werden, aber was aufgrund der großen Nachfrage noch viel wichtiger ist: Ihr könnt dort dann auch wie angekündigt problemlos alle alten BOARDSTEIN Ausgaben nachbestellen! Laßt euch einfach überraschen, wir arbeiten wie gesagt eifrig dran und bald ist es soweit.
Außerdem wird es in den nächsten Tagen/Wochen ab Donnerstag nochmal eine Ebay-Welle geben, auch das hatten wir ja bereits angekündigt, wo wir noch ein paar rare Sachen und Fanartikel versteigern werden. Als Highlight gibt es da dann einen kompletten Satz BOARDSTEIN Ausgaben 1-47 inklusive Beilagen im schicken Sammelordner zu ergattern, also haltet eure Augen und vor allem Portmonnaies offen!
Zum Schluß dürfen wir dann passenderweise einem neuen Magazin aus ausgerechnet Wiesbaden alles Gute für den Start und die Zukunft wünschen, da scheuen sich ein paar Teenager trotz der brutalen Zeiten nicht, ein neues deutsches Magazin namens Inview auf den Markt werfen zu wollen, und sie legen dabei einen ziemlich hohen Anspruch an den Tag. Wie man in einem Interview auf Brettsplitter lesen kann, hat man nichts übrig für die Arbeit von BOARDSTEIN, deswegen sind wir sehr gespannt, was für ein weltfremdes Magazin uns da mal wieder erwartet. Laut Interview will man Skateboarding und Fashion in einem Heft verschmelzen lassen, wir lassen das jetzt mal kommentarlos hier stehen und verabschieden uns bis zum nächsten Top Aktuell Eintrag! Und denkt dran, diese Webseite kommt so langsam in Bewegung…
Bis dahin,
euer BOARDSTEIN Team


ok – erster teil schön zu lesen, wenn das nur analog wäre :(
das inview interview & die kommentare müssen eine inszenierung von euch sein. ich finds große klasse – liege immer noch vor lachen am boden xD
ich hoffe man versteht mich nicht falsch! :) (scheiss smilykagge)
Ist das Brettsplitter Interview Verarsche oder traurige Realität?! Die Jungs sollten lieber nochmal in die Deutschstunde gehen bevor sie ein Mag starten…
Das hab’ ich mich auch gefragt, als ich dieses Inview Interview gelesen habe. Ob das wirklich echt ist???
Wenn ja, ist das wirklich traurig traurig, aber könnt’ auch irgendwie so’n bißchen ein Fake sein z.B. das die Macher gar keine 15 mehr sind sondern 35 oder so – ach ich weiß nicht.
Jedenfalls können die Leute von Boardstein halten was sie wollen, für mich bleibt das das beste Skateboardmagazine was bisher in D-Land gemacht wurde und ich lass mir diese Liebe nicht verbieten.
hahaha fuck fashion
skateboarding muss sterben damit wir leben können ;)
Das Interview mit InView ist kein Scherz. Die sind wirklich um die 15 Jahre alt und ganz ehrlich, viele andere Kids bringen sowas in dem Alter ganz sicher nicht auf die Reihe. Skateboarding und Fashion, ja irgendwie komisch, aber mein Gott, besser als nix.
naja, alters, lasst aber auch mal die kirche im dorf – wer weiß denn überhaupt, wieviel die selber gemacht haben? die webseite ist nicht von ihnen und von alleine sind die sicher auch nicht auf die idee gekommen die mutter mit ins impressum als GF zu nehmen… heutzutage geht doch alles so easy, ich hätte mehr respekt, wenn sie ein kopiertes fanzine gemacht hätten, das wäre mehr DIY als so…
Krasse Scheisse, das sieht ja aus wie neu :)
das interview ist real. nix fake.
ich bin da aucch zweigeteilt, wie aber die skateszene eben auch. auf der einen seite bin ich leicht gegen diese fashion-schiene, bin aber auch um alles froh, das von irgendjemandem auf die beine gestellt wird. es gibt leider tausend menschen, die sich über alles und jeden aufregen, aber selbst noch gar nix auf die beine gestellt haben. das haben die jungs zumindest mal, vielleicht nicht gerade glücklich rübergebracht in dem interview …
ob das ganze wirklich als “zukunft” für die jungs angelegt ist wage ich zu bezweifeln.
und apropos diy fanzine. irgendwann … nach dem 3-4-5-6 fragst du dich vielleicht irgendwann mal, warum du wieder für 50-60-70 € zum kopieren gehen sollst … wenn eben nichts zurück kommt. soviel zu der ach so sozialen szene … nichtmal in die spendendosen wird da was gegeben.
Oberscheiße, das einzig gute Magazin ist weg vom Fenster, und nun bekommt die deutsche Skateszene ein weiteres Hochglanzpseudoskatemag verabreicht. Als ob es davon nicht schon genug gäbe. Hauptsache belangloser inhalt, der Konsument darf ja auch nicht überfordert werden… Mal sehen was das gibt, wahrscheinlich nur weiterer unlesenswerter schrott und Papierverschwendung.