AKTUELLE BÜCHERTIPS RUND UM SKATEBOARDING
22. Januar 2010 | Von Arne | Kategorie: Magazin LikeAber hallo, wie der Hase so hüpft… Hatte ich in meiner vorletzten Last Try Kolumne noch wortwörtlich geschrieben, daß jeder und alles heutzutage Bücher macht, kann und will ich jetzt hier mal ein paar Skateboard-bezogene Bücher vorstellen, mit denen ich mich letztes und dieses Jahr beschäftigt habe. So ist da in den letzten Wochen noch das ein oder ander zugekommen, deswegen hat sich das Ganze auch ein bißchen nach hinten bis hierher verschoben, man will ja auch gelesen haben, worüber man schreibt. Dazu muß ich sagen, daß ich mir ein paar der heute hier ausgesprochenen Empfehlungen selbst für teures Geld besorgt habe, und dazu sei anzumerken, daß es heutzutage kaum Skateshops zu geben scheint (mit Ausnahme z.B. des Subvert Skate Stores in Hamburg), der sich überhaupt noch die Mühe macht, Bücher, die zum Thema Skateboarding erscheinen, in seinem Sortiment anzubieten. Viel schlimmer noch, die meisten Skateshops heutzutage verkaufen nicht mal Magazine!!!…
Nun denn, ist sowieso alles Perlen vor die Säue, genau wie die nun folgenden Online-Rezensionen. Aber ich bin und wir bei BOARDSTEIN sind nun mal Freunde des gedruckten(!!!) Wortes und Bildes, deswegen liegen mir derartige Bücher auch entsprechend am Herzen. Und wenn man sie dann teilweise sogar umsonst geschickt bekommt, finde ich es auch nur gerecht, wenn man dann wenigstens auf seiner Webseite ein bißchen was dazu schreibt.
Viel Spaß beim Lesen,
Arne
Also, aus Respekt zum Probanten, möchte ich euch als erstes ‘SKATEBOARDING 3D’ von Sebastian Denz vorstellen, ein Buch, dessen Existenz sich hoffentlich schon ein bißchen rumgesprochen hat. Der Hamburger Photograph hat gut zwei Jahre seines Lebens diesem Werk gewidmet, eigens dafür eine spezielle Kamera entworfen und gebaut und in Zusammenarbeit mit Carhartt das erste und wohl für lange Zeit auch einzige Skateboardbuch in 3D-Optik rausgebracht. Es handelt sich dabei also um einen Photoband, den man erst voll ausschöpfen kann, wenn man zum Betrachten eine der beigelegten 3D-Brillen aufsetzt, oldschool und hightech zugleich also! Gezeigt werden dabei eindrucksvolle Ganzkörperportraits und Skatephotos diverser Carhartt Teamfahrer, zumeist an visuell sehr ansprechenden Spots und Locations, die auch ohne den 3D-Effekt eine Klasse für sich wären. Aber mit Brille ergibt sich ein optisches Erlebnis der ganz anderen Art, und ihr könnt mir als Augenzeuge glauben, daß das Ganze, wie schon auf diversen Ausstellungen gezeigt, mit in Lebensgröße aufgezogene Bildern absolut surreal wirkt, also so real, daß es fast schon unheimlich ist. Aber auch das Buchformat kann durch und durch beeindrucken und überzeugen, und es ist wirklich ein edles Werk erschaffen worden, das man immer wieder aus dem Regal zieht, um es Freunden zu zeigen, immer mit dem Ergebnis, daß einfach alle davon beeindruckt sind. Ein wahres Kunstwerk also und eine absolute Huldigung an Skateboarding. Es gibt dazu auch ausführliche Texte, die sich mit dem ”Technischen” der speziellen 3D-Optik und letztendlich Philosophie dahinter auseinandersetzen, aber ich habe beim Durchlesen gemerkt, daß das wirklich nur was für Photographen ist, die etwas von ihrem Handwerk verstehen. Aber dies ist wirklich mehr als ein Buch bzw. Photoband zum Thema Skateboarding, nämlich ein revolutionärer Geniestreich, von dem wir Skater glücklicherweise Teil geworden sind. (ISBN 978-3-7913-4191-0)
Ebenso genial wie ‘Skateboarding 3D’, aber auf gänzlich andere Art und Weise ‘ist THE DISPOSABLE SKATEBOARD BIBLE’, das Ende letzten Sommers erschienen ist, das zweite, extrem ausführliche Buch zum Thema Skateboardgraphics von Sean Cliver. Anders als in seinem ersten Buch geht es weniger um die Künstler, die hinter legendären Boardgraphiken stehen, als um die Hardcore-Sammler und die Objekte ihrer Begierde, die Jahrzehnte später tausende von Dollars für die merkwürdigsten Boards hinblättern. Und wen das Textliche nicht so interessiert, der kriegt hier unzählige Skateboards aus den letzten vier Jahrzehnten präsentiert, von denen man viele garantiert noch nie gesehen hat, dementsprechend Skateboard-Geschichte wird einem hier geliefert. Ohne Scheiß, für entsprechende Fetischisten wie mich gibt es nichts Schöneres, als an einem kalten Tag schön stoned auf der Couch zu liegen und bei einer heißen Schokolade in Zeitlupe so ein Buch durchzublättern, besser kann man 40,- Euro heutzutage nicht aus dem Fenster schmeißen. Und das Geile an den dazugehörigen Texten ist, daß sie verblüffende Fakten bereithalten, weil sie halt teilweise von den ultimativen Sammler-Nerds geschrieben wurden, die sich allesamt selbst nicht zu ernst zu nehmen scheinen. Und das gilt natürlich auch für Sean Cliver, der nicht umsonst in den glorreichen Zeiten zum Führungsstamm des legendären Big Brother Magazines gehörte, dementsprechend unterhaltsam ist das Ganze auch. Und die Boards, ey, die ganzen Boards… Verdamnit! Jeder, der meint, er müsse eine Skateboardcompany aufmachen, weil er die besten Ideen für Skateboardgraphiken und Designs hat, sollte mal einen Blick in dieses Buch und den Vorgänger werfen, und sich die Sache dann nochmal sehr genau überlegen. Alle anderen sollten das Buch auch mal angucken und sowieso! (ISBN 978-158423-327-5)
Bereits 2004 erschienen ist ‘SCARRED FOR LIFE’ von Keith David Hamm, welches ich ebenfalls im Subvert Store erstehen konnte, für satte 29,90 Euro, die sich aber, das schon vorweg, natürlich mehr als lohnen. “Eleven stories about skateboarding” steht auf dem Cover und nichts anderes ist es auch. Aber es sind elf sehr schön geschriebene und eindrucksvolle Geschichten über mehr oder weniger Prominente der letzten 40 Jahre Skateboarding. Es geht dabei um Skater so wie ihre Freunde und z.B. einen Tag ihres Lebens, wobei autobiographische Züge und Zitate aus Interviews von Beteiligten dem Ganzen wertvolle journalistische Fakten verleihen, weswegen man auch weiß, daß hier kein Scheiß geschrieben wurde. Es geht dabei um folgende Hauptcharaktere, und zwar in dieser Reihenfolge: Cliff Coleman, ein legendärer Downhiller, der seinerzeit mehr oder weniger den Powerslide erfunden hat, den Surfer/Skater Jim Fitzpatrick aus den `70ern, Adam ‘Chili’ Stern, ein unbekannter Poolripper, Jay Adams, unbekannte Fullpipe Shredder aus Arizona bei einer einmaligen Session, die Band The Faction aus San José, Christian Hosoi, Burnside Local Jessica Starkweather, N.Y. Local und 5boro Headhoncho Steve Rodriguez, Bob Burnquist und zum Schluß Mark ‘Red’ Scott und Burnside. Und gerade diese letzte Geschichte rührt mich, der ja neuerdings auch artverwandt Skateparks aus Beton bauen darf, nahezu zu Tränen. Somit sind nicht nur absolute Diehard-Skater Thema dieses Buches, sondern es werden dabei auch alle Aspekte, Terrains und Roots abgedeckt und mit schönen, oftmals unveröffentlichten Photos garniert, mit denen die Vielfältigkeit Skateboardings hervorragend untermalt wird. Man muß sagen, daß das Englisch recht anspruchsvoll und es somit hilfreich ist, sich ein bißchen mit dem Lifestyle Skateboarding auszukennen, um den Inhalt wirklich voll genießen zu können. Andererseits ist das Buch gerade so geschrieben, daß gerade auch Personen, die mit Skateboarding gar nichts am Hut haben, ihre Freude damit haben sollten. Die Texte sind nämlich verfaßt aus einer Art objektiven Beobachtungshaltung der Geschehnisse, wobei der Erzähler aber eben offensichtlich weiß, worum es geht und mit wem er es zu tun hat. Da gibt es garantiert einen Fachbegriff für, den ich garantiert mal gelernt habe, aber ich bin kein Literaturwissenschaftler, sondern nur ein hardcore kiffender Leser guter Bücher und Magazine, und ‘Scarred For Life’ kann ich euch als Skater for life wirklich nur empfehlen. Ein Buch von einem Skatern, über Skater, für Skater, wobei ich mir wünschen würde, gerade Außenstehende würden dieses Werk lesen, damit ihnen auf intellektuelle Art und Weise mal beigebracht wird, was bei uns eigentlich so abgeht… (ISBN-10 0-8118-4053-0)
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Ich weiß es nicht genau, aber folgende Perle ist wahrscheinlich in halbwegs limitierter Auflage erschienen. Es handelt sich um das Buch zur gleichnamigen Kunstausstellung ‘RIP THE RIPPER’ von Powell Peralta, für die Desireé Astorga verantwortlich war (deren Mann Aaron übrigens und lustigerweise mit einem Bs Corner Ollie in einem Backyard Pool auf dem Cover vom gerade eben vorgestellten Buch ‘Scarred for life’ zu sehen ist). Hierzu hatten 57 Künstler ihre ganz eigene Version bzw. Interpretation vom legendären Ripper Totenkopf abgeliefert, als Huldigung an eins der bekanntesten und markantesten Markenzeichen, die Skateboarding zu bieten hat. Bei den Künstlern ist so ungefähr jede(r) bei, der/die in der Skate-Art-Szene einen Namen hat, nicht alle, aber dafür auch eine Menge Leute, mit denen man nicht gerechnet hat. Jeder Künstler hat dann einen kurzen Kommentar zu seinem Werk und/oder dem Ripper geschrieben und mit diesem Buch dazu ist dabei ein geniales Stück Skateboardkunst herausgekommen, das unser kleines großes Universum bereichert. Einfach faszinierend, auf wie vielfältige Art sich die Künstler dem Ripper genähert haben, hier hat der abgelutschte Begriff Skate-Art endlich mal voll und ganz eine Berchtigung. Und solche Bücher sollten eigentlich auch in guten Skateshops erhältlich sein, aber da es davon ja nicht mehr so viele gibt (also gute Skateshops jetzt), kann ich euch nicht genau sagen, wie ihr da am besten rankommt. Ich hab` mein Exemplar netterweise von 24/7 Distribution bekommen, ansonsten probiert`s vielleicht direkt über Powell Peralta oder www.skateone.com. Viel Glück, es lohnt sich!
In der ersten Hälfte des letzten Jahres ist auch das ‘VANS OFF THE WALL’ Buch erschienen, ‘Stories of sole from Vans Originals’ lautet der Untertitel. Hier wird ausführlich und mit unzähligen Photos untermalt die Enstehungsgeschichte bis in die Gegenwart der ältesten und wahrscheinlich erfolgreichsten und zeitlos angesagtesten Skateschuhe, schlicht Vans, geschildert, und alles, was sich daraus entwickelt hat. Dazu plaudern legendäre Szenegrößen, die Vans lange begleitet haben oder schon lange begleiten, aus dem Nähkästchen, wobei man nicht vergessen darf, daß Vans nicht nur in der Skateszene, sondern auch in anderen ”Extremsportarten” ein sehr gutes Standbein hat. Insgesamt ist das ein Buch, daß in keiner ernstgemeinten Sammlung Skateboardliteratur fehlen sollte, Vans ist schließlich mehr als ein Schuh, sondern vielmehr eine Art Lifestyle. So wird`s einem jedenfalls im Buch verkauft, und man glaubt auch irgendwie jedes Wort davon, und die Bilder sprechen dazu ihre ganz eigene Sprache. (ISBN 978-0-8109-8375-5)
Ziemlich druckfrisch ist ‘SKATEBOARDING – Basics, Tricks und Tipps’ von Titus Dittmann und Christian Ambach. “Dieses Buch ist ein Muß für jeden Skateboarder”, steht es auf dem Backcover, darüber muß man schon schmunzeln und darüber läßt sich ganz sicher streiten, vor allem nach der Lektüre. Auf kompakten zehn Seiten wird in wenigen Worten die Geschichte Skateboardings, Ausrüstung und Trickeinleitung abgefertig, woran das wertvollste die an Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel gerichteten Wörter von Herrn Dittmann selbst sind. Kurz und bündig dem Laien auf den Punkt gebracht, warum Skateboarden pädagogisch wertvoll ist (präsentiere ich euch vielleicht mal unter der Rubrik ‘Wahre Worte’…). Dann geht es direkt an die Trickerklärungen von ganzen 22 Tricks, mit doppelseitigen Sequenzen üppig in Szene gesetzt, da fehlt natürlich fast jeder Trick, aber man hat trotzdem versucht das gesamte Spektrum abzudecken, um nicht zu sagen anzuschneiden. Stuntmen-Paten für die gezeigten Bilder und Sequenzen sind die üblichen verdächtigen Münsteraner Locals (teilweise mit jahrealten Photos), sogar der gute alte Thilo Nawrocki ist kultigerweise vertreten, mit einem Airwalk To Fakie als einer von 22 Tricks!? Also, das Buch ist schon vom A4-Format und gesamten Erscheinungsbild her eher für die absoluten Überanfänger und unter Zehnjährigen gedacht, und da mag es seinen Sinn und Zweck erfüllen. Aber da gibt es auch schon andere Bücher aus Münster, die wesentlich besser sind, somit kann nicht nur ich mir nicht verkneifen, dieses Buch ein kleines bißchen überflüssig zu finden. (ISBN 978-3-613-50606-0)
Kommen wir nun zu etwas völlig anderem… Fingerboarding. Obwohl so anders als Skateboarding ist die Thematik ja bekanntlich gar nicht, das wird in den folgenden Schriftstücken auch sehr deutlich und immer wieder betont. Und zwar gibt es in der Fingerboardszene gleich zwei Premieren zu vermelden, zum einen das erste Buch über Fingerboarding überhaupt, und zum anderen das weltweit erste Fingerboardmagazin. Fangen wir mal, weil wir gerade so schön dabei sind, mit dem Buch an: BOARDSTEIN Familienmitglied und einer der dienstältesten Fingerboarder überhaupt, Martin Winkler, hat tatsächlich eine Art Lebenswerk vollendet und sein Wissen über das Phänomen Fingerboarding, versüßt mit einigen Insider-Anekdoten, in Buchform gebracht. ‘FINGERBOARDING – Alles über das Skaten mit der Hand’ heißt das Ganze und ist 210 Seiten stark. Hier gibt es alles Grundwesentliche, das man über Fingerboarding wissen sollte, und dank zahlreicher Photos und Sequenzen auch ordentlich Trick-Tips für Anfänger und Fortgeschrittene. Zudem erfährt man alles über die Geschichte, das beste Material und die besten Fingerboarder weltweit, so daß nach der Lektüre soweit keine Fragen offen sein sollten. So gesehen ist das alles nicht nur was für eingefleischte Cracks und Nerds, sondern auch ein guter Einblick in diesen im wahrsten Sinne des Wortes Mikrokosmos Fingerboarding. Gute Arbeit, Männer!!! (ISBN 978-3-86883-027-9)
Und wie gesagt, es gibt jetzt auch das weltweit erste Fingerboardmagazin namens FINGERBOARDER MAGAZINE, weltoffen in deutscher und englischer Version, und zwar aus dem absoluten Fingerboard-Mekka Schwarzenbach im Blackriverland. Mein alter Flensburger Freund Thomas Hansen ist extra ins dieses beschauliche Städtchen in Oberfranken gezogen, um als Chefredakteur dem ganzen Projekt Leben einzuhauchen, somit bin ich natürlich ganz besonders erfreut und stolz, jetzt das erste Heft in den Händen zu halten. Bis dato gibt es eine 40-seitige Nullnummer zum Kennenlernen, die außer einem Interview mit Martin Winkler neben reichlich Kleinzeugs und Photos auch Berichte von der letzten Fast Fingers WM, dem KasselOst Bowlmasters, einen ‘Yes, we Canon’ Erlebnisbericht und ein paar Rubriken bietet. Ein würdiger Einstieg in eine hoffentlich blühende Zukunft, ich bin jedenfalls supergespannt auf die kommenden Ausgaben und was die Jungs und Mädels aus Schwarzenbach uns in Zukunft noch alles zaubern werden. Mehr Fachliteratur und Special-Interest-Magazine für allllleeeee!!! (www.fingerboardermagazine.com)
Dann hier Buchtip-mäßig noch ein kleiner Ausflug in die uns artverwandte Graffiti-Szene: ‘ES LEBE DER SPRÜHLING’ ist ein fetter Photoband, der dem Hamburger Graffiti-Phänomen OZ gewidmet ist. Phänomen insofern, als daß nicht genau ausgemacht werden kann, wer oder was OZ eigentlich ist, aber wenn man in Hamburg ist, kommt man nicht drumherum, mit den zigtausenden Werken, die in der Hansestadt eine 20-jährige Geschichte haben und dementsprechend das Stadtbild prägen, konfrontiert zu werden. Die gezeigten großformatigen Photos sind allesamt nicht besonders hübsch, aber in ihrer Schlichteit dafür umso eindrucksvoller, genau wie eben die Werke von OZ, denn nur viel zu oft fragt man sich, wie der Typ dahin gekommen ist, um genau da zu sprühen. Anfangs war ich von dem Buch etwas enttäuscht, denn ich habe selbst schon so krasse, gerade in ihrer Anzahl, OZ-Tags gesehen, daß ich fand, dieser Aspekt kommt hier ein wenig zu kurz. Aber OZ ist halt mehr als das bekannte Tag, und damit muß man sich erstmal auseinandersetzen… Hilfreich sind die sechs Texte dazu von mehr oder weniger bekannten Szenekünstlern, die allesamt deutlich machen, daß es sich, wie eingangs von mir geschrieben, bei OZ um ein einzigartiges (Graffiti-)Phänomen handelt, und zwar eins auf das der anständige Hamburger mächtig stolz ist. (ISBN 978-3-9813354-0-8)
Und an dieser Stelle komme ich dann auch nicht drumherum, die erste Ausgabe des UPRISING Fanzines von BOARDSTEIN Leser T.S. aus A. vorzustellen. Ja, ganz richtig gelesen, endlich mal wieder ein neues Fanzine, es gibt sie also doch noch. Klassisch im schwarz/weiß Din-A5 Format gehalten gibt es auf 32 Seiten reichlich Graffiti-Bilder, eine persönliche Kurzgeschichte und ein Interview mit Radio-DJ Klaus Fiehe, alles im ansprechenden cleanen Layout dargeboten. Ein herrliches Stück Untergrundkultur mit dem Herz am rechten Fleck! Und auch wenn die erste Ausgabe laut eigener Aussage fünf Jahre in der Mache war, hoffe ich doch sehr, es werden noch einige folgen und es war nicht die erste und letzte. Daumen hoch für Engagement und gute Arbeit! Und wer Interesse an Uprising hat, wendet sich am besten an Tristan selbst über
Und nun ganz zum Schluß noch ein DVD-Tip, und weil wir hier heute so seriös sind, ist es ein Skateboard-Dokumentarfilm. ‘FIRST TRY’ ist eine Dokumentation von Denis Thürer über vier Skateboardfreunde aus Halle an der Saale im Alter von 19 – 35 Jahre und ihren Werdegang und Lebensweg zusammen als Freunde und mit Skateboarding. Einer von ihnen ist der sympathische Stephan Günther, uns Günni, der es auf seinem Skateboard bekanntlich zu internationalem Ruhm gebracht hat, aber er hat hier keine Sonderstellung und wird gleichberechtigt als einer von vier Freunden vorgstellt und portraitiert. Genial sind bei dem Ganzen vor allem die Originalaufnahmen aus DDR-Zeiten und während der Wende und natürlich Günnis erstes Footage, das das Naturtalent in ihm schon erahnen lassen (ganz nebenbei, Günni hat anscheinend früher mongo gepusht, ein weiteres Paradebeispiel also, daß die Krankheit heilbar ist). Entstanden ist hier eine absolut sehenswerte, teilweise wirklich tiefgründige und handwerklich einwandfreie Dokumentation von 72 Minuten Spiellänge, in der sich jeder Skater früher oder später wiederfindet und die auf ihre Weise das unterstreicht, was wir eh alle wissen: Skateboarding = Freundschaft.Und bestellen könnt ihr euch das Ganze bei Interesse jetzt unter http://firsttry-derfilm.de/dvd_order.php Es gibt das komplette Zine wohl aber auch in zwei Teilen zum Downloaden, dann einfach ausdrucken, zusammenheften, fertig. Hier der Link: http: //www.mediafire.com/file/neejxyqdlmj/Uprising_Issue_One.zip
So, vielleicht ist da jetzt etwas bei, was euer Interesse geweckt hat. Jedenfalls dauert es ja anscheinend noch ein bißchen, bis der Frühling kommt und wir wieder mehr Zeit auf der Straße verbringen können. Da kann es sicher nicht schaden, sich noch in der dunklen Jahreszeit mit entsprechender Literatur ein bißchen für die kommende Saison heiß zu machen, oder!? Lesen ist jedenfalls immer gut, vor allem auf Papier und nicht am Bildschirm…





Sehr geil!! Danke für die netten Worte zu unseren 2 Publikationen!!
Gedruckte Sachen sind einfach was BESONDERES!
Ich lese grad “Made for Skate” und werde dafür garantiert Wochen brauchen, weil ich jedes Bild und jedes Wort aufnehmen und verdauen muss!!
BS forever!
BOARDSTEIN – Familienmitglied … das muss ICH erstma verdauen! Vielen Dank für eure Freundschaft und Inspiration und zumindest der Goodstuff in München verkauft auch Bücher.
BOARDSTEIN will rise again! Analog, versteht sich!
Haut rein und bis bald!
Der Winkler
Arne du musst endlich mal selbst ein Buch veröffentlichen- ich würds sofort kaufen. Ich weis das habe ich dir schon nen paar mal gesagt, aber wenn eine von den deutschen Redakteuren aus der Medienlandschaft was zu sagen/ schreiben hat dann du. Allein dein Neuseeland Tagebuch hätte schon ein Buch sein können.