BOARDSTEIN lebt Kolumne – LAST TRY Nr.15
11. März 2010 | Von Arne | Kategorie: Magazin LikeDie neue Ausgabe des Last Try Magazins ist jetzt schon seit ein paar Wochen draußen und wir somit mal wieder viel zu spät dran, den vierten Teil unserer BOARDSTEIN Lebt Kolumne hier auf der Webseite nachzureichen, damit auch alle Fans außerhalb Österreichs was davon haben. Worum es diesmal geht, könnt ihr ja gleich dann lesen, aber laßt euch gesagt sein, daß den Jungs aus Linz auch die 15. Ausgabe wieder ausgesprochen gelungen ist. Highlight ist ohne Frage das längst überfällige Chris Pfanner Interview mit einem der wohl krassesten Bs 180° Ollies, die jemals gemacht wurden. Freut euch also, wenn ihr irgendwo ein Exemplar des Heftes abstauben könnt. Ansonsten hier jetzt von uns ein bißchen Futter für alle unbelehrbaren BOARDSTEIN-Beißer:

SKATEPARKS MÜSSEN BETON SEIN!!!
Oder frei nach Dieter Nuhr: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten.
Ein wohliges Moin miteinander!
Im letzten Heft hab` ich euch ja erzählt, wie ich nach dem Ende von BOARDSTEIN letztes Jahr den Sommer mit Minus Ramps Skateparks aus Beton gebaut habe, und dabei ausführlich meine Abseits-der-Norm-Arbeitskollegen vorgestellt. Und in dem Artikel hatte ich ja auch eine Fortsetzung der ganzen Thematik angekündigt, die dann also nun dieses Mal angesagt ist. Denn wenn ich euch lang und breit verdeutliche, wer hier mit Beton was baut, dann fehlt immer noch eine wesentliche unbeantwortete Frage, nämlich das Warum!? Das kann ich direkt schon mal am Anfang beantworten, nämlich ganz einfach, weil Skateparks nach dem Motto ‘Build and design’ (den Begriff bitte schon mal einprägen!) gebaut werden müssen, um ein befriedigendes Ergebnis zu erzielen, und weshalb das so ist, möchte ich euch jetzt hier erklären.
Also ich persönlich bin ja in meinen 22 Jahren Skateboardfahren echt schon schrammelige Spots gefahren, das kenn` ich halt aus meinen Anfangsjahren vom Land und aus Norddeutschland generell, und ich kann mich da gut mit euch Österreichern identifizieren. So hab` ich damals sehr schnell festgestellt, daß Beton eigentlich der Optimaluntergrund zum Skateboardfahren ist, mal abgesehen von Marmor, was ich erst ein paar Jahre später richtig kennenlernen durfte. Aber gut verarbeiteter Beton – und das ist verdammt wichtig, daß er gut verarbeitet wurde – ist einfach am schnellsten, geschmeidigsten und gleichzeitig haftbarsten. Dazu ist er nahezu unzerstörbar und langlebig, deswegen leider auch ausgesprochen hart und unnachgiebig, was vielleicht der einzige Nachteil an dem Material ist. Irgendwie ist beim Slammen alles weicher als Beton, und Beton kennt keine Gnade, höchstens wenn er – gut verarbeitet! – so glatt ist, daß man sich wenigstens nicht alles aufreißt und beim fröhlichen Slammen und Bailen ein wenig vom Aufprall ausrutschen kann, was besonders gut nach zwei Stunden Session mit schweißnassen Klamotten funktioniert.
Jedenfalls wurde schon am Anfang meiner Skatekarriere klar, was auch heute noch gilt, daß auf Reisen, Trips und Touren vorangig Spots und Skateparks aus Beton anzusteuern waren, einfach weil sie relativ selten und in den meisten Fällen immer irgendwie gut zu skaten sind, bei Design-mäßig verpushten Spots ist halt Improvisation gefragt. Denn das ist der Punkt, Skateboarding ist hart und muß hart sein, nicht nur deswegen ist Beton auch der beste Baustoff für Skateboardanlagen aller Art. Das ist grundlegend meine fundierte und subjektiv objektive Meinung zu diesem Thema, und daran gibt es auch nix zu rütteln. Was natürlich(!) nicht heißen soll, daß Projekte im entsprechenden Zusammenhang und unter besonderen Umständigen auch mit anderen Materialien sinnvoll realisiert werden sollten/müssen und geil sein können. Aber Beton is` Chef, und wer das anders sieht, kann sich das Weiterlesen sparen…
Wenn wir das also geklärt hätten – schließlich muß ich mich hier kurzfassen – will ich euch kurz erklären, warum wir mit diesem genialen Baustoff Beton so bauen, wie wir es eben tun, nämlich vor Ort mit Spritzbeton, wie ich es im letzten Heft andeutungsweise erläutert und veranschaulicht habe, und warum das eigentlich die Norm sein sollte. Das sollte sie in erster Linie deswegen sein, weil unserer und jeder Meinung eines vernünftigen (geht das?) Skaters nach jeder Skatepark individuell sein muß, soll heißen einzigartig. Und das muß so sein, weil Skateboarding sowieso an sich schon mal und vor allem auch die Spots, die sich uns auf der Straße ergeben, da wo Skateboarding nun mal herkommt, ebenfalls alle individuell und anders sind. Und wenn man also immer nur die gleichen Rampen in verschiedener Anordnung aufbaut, ist keine Individualität gegeben, bzw. nur eine verachtbar kleine. Deswegen fallen Fertigteile u.ä. schon mal aus, denn das Argument, daß man auch aus Fertigteilen einen geilen Skatepark bauen kann, zählt höchstens ab 1.000.000,- Euro plus (in Worten eine Million), und das kann ja nicht die Norm sein, gerade weil man für die Summe mit Ortbeton einen zehnmal so geilen Park bauen könnte. Andererseits wäre es aus staatlicher Sicht auch nicht doof, regelmäßig so viele Gelder für Skateparks oder besser noch Skateplazas auszugeben, weil das, wie wir als Skater ja alle wissen, nur Vorteile für die gesamte Menschheit hätte…
Und ich will auch nicht länger auf Fertigteilherstellern herumreiten, als ich es in unserem Magazin schon immer gemacht habe, die Arbeit nehmen mir auch die Archivbilder aus unserer ehemaligen Rubrik ‘Die beschissensten Skateparks Deutschlands’ ganz gut von alleine ab. Dieses ganze Fertigteil – oder wie der Ami sagt ‘Prefab’ (von ‘prefabricated’) – Konzept ist halt einfach schon seit mehr als über 10, 15 Jahren nicht mehr zeitgemäß, vielmehr war es das nie! Fertigteile = Skateboarding, das paßt doch einfach nicht zusammen, oder was meint ihr!? Hat Skateboarding fertig oder freundlicher gefragt: Ist Skateboarding Fließband? Nein, und so kann es nicht angehen, daß man mit umweltverpestenden Lastkraftzügen extrem schwere Betonfertigteile durch Europa kutschiert, wo man diesen Baustoff in jedem Baumarkt für wenig Geld kaufen kann und wozu es Sand, Kies und Wasser, ja, eben wie Sand am Meer gibt… Und weil ich hier seitentechnisch nicht ausarten kann, will ich jetzt auch gar nicht weitermachen damit, daß ihr euch mit Beton eure eigenen Spots bauen könnt und solltet. Das ist ja alles auch längst kein Geheimnis mehr und wird ja auch angenehm häufig praktiztiert inzwischen, soll mal einer sagen, Skater kriegen nichts auf die Kette….
Aber hier geht es vor allem und nach wie vor darum, warum ihr, spätestens wenn ihr hört, daß in eurer Gemeinde ein Skatepark gebaut werden soll – am besten setzt ihr euch schon Jahre vorher selbst engagiert dafür ein! – den regierenden Politikern und all ihren Lakaien eins klarmachen müßt: Nämlich daß sie für einen solchen Fall eine kompetente Firma aus dem Bereich Ortbeton engagieren sollen! Und da gibt es inzwischen in Europa die ein oder andere Crew, und zur Not kann man auch mal wieder eine aus Übersee anheuern, ich sag` nur Brixlegg, bitte keine weiteren Fragen! Da wurde immerhin seinerzeit der allererste Cradle gebaut, was in Bowls heutzutage schon fast Standard ist, also auf jeden Fall Props nach Tirol für die ”gewagte” Realisation eines solchen Projektes!
Und apropos, in einem Interview, das ich irgendwo mal gelesen habe, meinte Mark ‘Red’ Scott, seines Zeichens Leib und Seele von Dreamland Skateparks, daß ihn seinerzeit seine Jugenderrinnerungen an die ganzen gigantischen Skateparks aus den `70ern, die damals Skateboarding definierten und die Magazine füllten, dazu inspirert hätten, so etwas auch heute zu bauen. Das macht Sinn, und da verstehe ich mich voll und ganz als Blutsbruder, ohne jetzt anmaßend klingen zu wollen, aber er baut die besten Skateparks, weil er den ganzen Shit als Kid damals selber nicht skaten konnte. Und in den `70ern haben sie krasse Parks gebaut, alter Schwede, zwei der ganz wenigen, wenn nicht die einzigen, Überbleibsel z.B. in Europa, Harrow und Romford in London, durfte ich sogar selbst schon mal fahren, so viel schon mal zu Inspiration…
Und mit einer solchen Definition der Dinge kann es nur darum gehen, in Skateparks Sachen bzw. Spots und Rampen zu fahren, die man sonst in der Form, also in natürlicher Umgebung, nirgendwo findet. Ich mein`, irgendwie ist die Zeit der Skateparks, in denen man alle Standardelemte hat, um fleißig Tricks zu üben, sonst aber nichts, doch schon lange vorbei. Sicher sollte und muß es solche Elemente auch heute noch in Skateparks geben, aber nicht nur Deutschland war diesbezüglich aus verschiedenen Gründen, auf die ich hier platztechnisch auch nicht eingehen kann, sowieso schon immer extrem konservativ. Doch ist es nun wirklich langsam mal an der Zeit, über den Tellerrand hinauszugucken, Asphaltfläche und Rampen drauf, welcher Materie auch immer, kann`s doch wohl wirklich nicht mehr sein.
Ich selbst bezeichne mich als Skater, der alles skatet und mehr oder weniger, wenn auch manchmal mehr recht als schlecht, alles skaten kann, gut, in der Halfpipe mach` ich dir maximal `n Drop-in. Aber ansonsten finde ich mich überall zurecht und deswegen weiß ich, daß ein Skatepark, gerade auch wenn er in Richtung Skateplaza ausgelegt wurde, Design-mäßig vor allem Flow haben muß. Das ist die allerwichtigste Formel überhaupt beim Bau von Skateparks und die haben die meisten Hersteller von Rampen und Skateboardanlagen nach wie vor nicht kapiert, nämlich weil sie in den meisten Fällen nicht mal selber Skateboard fahren (und von solchen Leuten laßt ihr euch eure Skateparks bauen! Geht dagegen an! Kämpft!…). Denn in einem Skatepark geht es doch darum, möglichst fern aller Einschränkungen, die Streetskaten nun mal mit sich bringt, in Ruhe seiner Lieblingsfreizeitbeschäftigung, nämlich dem auf dem Skateboard rollen und in den meisten Fällen auch Tricks üben, nachzugehen. Und genau dafür benötigt ein Skatepark einen gewissen Flow, soll heißen, wenn ich einen Trick an der Rampe gemacht habe, muß ich eigentlich, im Idealfall ohne pushen oder sonst irgendwas, an der nächsten Rampe direkt auch einen Trick machen können. Halt einfach Flow, das ist noch leichter vorzustellen, wenn wir über Bowlcorners und sowas sprechen, und nicht über Rampen auf einer Streetarea.
Und wenn man mal vom Skateplaza-Prinzip absieht, macht es meiner Meinung nach deshalb z.B. überhaupt keinen Sinn, in einen Skatepark von normaler Größe Elemente wie z.B. Treppen einzubauen, die nicht nur den Flow stoppen, sondern die es auch überall gibt, wenn nicht als Treppen dann als artverwandte Gaps. Ohne Scheiß, Gaps und Treppen gibt es überall, und ich weiß auch von meinen Österreich-Besuchen, daß es oftmals die einzigen Spots in kleinen Ortschaften sind, wie überall in der restlichen Welt auch. Die muß man dann doch nun wirklich nicht in einen Skatepark bauen, damit ein paar Kids daran verzweifelt ihre Fliptricks üben können, es sei denn, die Größe des Parks läßt das großzügig zu. Und ey, das sage ich nur, weil ich meine Fliptricks in den frühen `90ern Jahren an jeglichem erdenklichen Gap und Stufenset in unserem Dorf und der näheren Umgebung ausgiebig zelebriert habe. Deswegen weiß ich, daß das auch ohne Skateparks geht, auch heute noch.
Somit ist nicht davon auszugehen, daß ich einer von diesen alten verbitterten Oldschool Pool-Shreddern bin, ein Klischee, das nicht nur BOARDSTEIN, sondern auch meinem neuen Arbeitgeber Minus Ramps so ein bißchen anhaftet. Pustekuchen, ganz im Gegenteil! Gerade weil ich damals auf dem Dorf groß geworden bin und skaten gelernt habe, weiß ich, mit wie wenig man zufrieden sein kann, um ein bißchen Rollbrettspaß zu haben und trotzdem gute Stunts rauszuhauen, und genau deswegen kann ich mich nach wie vor als Streetskater betrachten. Denn die meiste Zeit auf dem Board verbringe ich nach wie vor vornehmlich an, zumindest meiner Definition nach, Streetspots.
Aber ich merke dann doch, daß Bowlskaten im fortgeschrittenen Alter seine Vorteile hat, man kann ganze Sessions ohne einen nennenswerten Slam haben und sich trotzdem danach ausgeglichen und vollwertig fühlen. Deswegen ist der Bau von Bowls heutzutage in Skateparks unabdinglich, denn es gibt immer mehr ältere Skater, die das genauso sehen wie ich, und bei denen weiß man, daß sie mit 30 Jahren und mehr auf dem Buckel auch noch weiterhin skaten werden, wenn sie es denn schon so lange tun. Von den Kids hören halt viele nach ein paar Jahren wieder auf, wenn sie volljährig werden und Führerschein, Job und Freundin dazu kommen, das war schon immer und in jeder Generation von Skatern so. Auf Kids kann man sich also nicht immer verlassen, wenn es um den Bau von Skateparks geht, auch wenn sie vermeintlich immer die sind, für die solche Anlagen gebaut werden. Und das soll ja auch so sein, denn sicher ist das Gros der Skater weltweit unter 25, wenn nicht 20 Jahren, und nebenbei will ich hier nicht alle innerhalb dieser Altersgrenze als Kids abstempeln.
Aber es geht bei so wichtigen Entscheidungen, wenn man ganz viel Beton auf ein Stück Erde bauen will, das dann ein paar Jahrzehnte so bleiben soll, vor allem um Langlebigkeit, und zwar nicht nur seitens des Materials, sondern gerade auch des Designs, und das zu realisieren geht nur mit einer gewissen Erfahrung. Man muß sich also nicht nur mit der Materie auskennen, sondern einfach selbst auch schon verschiedene Skateparks geskatet sein und das auch aktuell ständig tun, um mitreden zu können. Und so müssen Städte und Gemeinden grundsätzlich endlich kapieren, daß es sich nicht lohnt, beim Bau eines Skateparks halbe Sachen zu machen. Dort muß es eine Bowl-Landschaft oder wenigstens einen Pool geben, und reichlich Platz für einen Streetpark mit ordentlich Flow. Und Bowls dürfen bekanntlich auf gar keinen Fall aus Fertigteilen gebaut werden, denn ein Bowl mit überall den gleichen Transitions ist an sich rausgeworfenes Geld.
Und ebenso sollte es selbstverständlich sein, daß nach dem ‘Build and design’-Prinzip ein Skatepark während des Baus von denen, die das Teil bauen und im Idealfall auch selbst designed haben, verbessert wird, denn man kann einen gut funktionierenden Skatepark nicht 100% nur am Reißbrett entstehen lassen. Vor Ort ergeben sich immer teilweise nicht unwesentliche Verbesserungsmöglichkeiten, die man aber erst sieht, wenn der Park sich nach und nach entwickelt, was natürlich nur geht, wenn Skater, die wissen, worum es geht, vor Ort involviert sind. Deswegen bauen weltweit die Crews und Firmen, die ausschließlich aus Skatern bestehen, auch die besten Skateparks, ist ja irgendwie auch logisch, und den nötigen Anspruch an ordentliche Verarbeitung bringen die natürlich gleich mit, schließlich wollen sie den Park so gut wie möglich bauen und daß er möglichst lange hält, einfach weil sie ihn auch selber skaten wollen. Diese Tatsache wird aber in den meisten Fällen dadurch erschwert, daß bei einer Baustelle solchen Ausmaßes sich immer wenigstens ein exentrischer Landschaftsarchitekt oder artverwandter Verantwortlicher, der fast nie selbst Skater ist und Ahnung davon hat, profilieren möchte und muß. Für diese Leute muß halt vor allem immer alles schön aussehen und am besten irgendwie gerade sein. Hallo, ein Skatepark muß vor allem funktionell sein und nicht gut aussehen, das tut ein guter aus Beton gebauter Skatepark sowieso auf seine Weise.
Und wenn man sich dann von so Leuten erzählen lassen muß, wieso und warum spontane Verbesserungen einfach nicht gehen, meistens einfach nur weil sie so nicht auf dem Plan stehen, kann einen das schon mal zur Weißglut bringen. Und viel zu oft muß man solche scheinbar feststehenden Tatsachen zähneknirschend hinnehmen und strikt nach Plan arbeiten, auch wenn man es ganz einfach besser weiß, weil man den ganzen Tag auf der Baustelle vor Ort ist und sich als Skater natürlich schon die ersten Tricks und Lines für den bald fertiggestellten Park ausdenkt und vorstellt. So entstehen die besten Skateparks dann, wenn ein solcher Landwirtschaftsarchitekt sich wirklich für die Sache begeistern kann und das Beste aus dem Projekt rausholen will, denn als logische Konsequenz vertraut er dann den Erbauern und läßt sie nach bestem Wissen und Gewissen enstprechend handeln. Nur so kann für die eigene Note eines jeden Parks das anzustrebende Optimum erreicht werden, und alleine deshalb schon mal Respekt an die zwei Dutzend Betoncrews auf der ganzen Welt, die sich ständig mit solchen Problemen auseinandersetzen müssen und trotzdem nicht das Handtuch werfen. Sind sie nicht irgendwie die wahren Helden des Skateboardings? Die, die sich den Arsch aufreißen, um neue Spots zu erschaffen, an denen noch Generationen von Skatern ihren Spaß haben werden?
Irgendwo auf`m Bau letzten Sommer hatten wir mal die großartige Idee, daß es verdammt geil wäre, wenn sich eine Stadt in Mitteleuropa mal mit einer großen Firma oder was auch immer zusammentun und 3000qm plus eine Million Euro bereitstellen würde, um einen Betonskatepark der besonderen Art zu verwirklichen. Dazu lädt man dann z.B. eine Crew aus dem Baskenland, die Tiroler Jungs, das Brusk Collective aus Belgien und vielleicht auch Minus Ramps ein, und jede Crew hat dann eine gewisse Zeit, ein Viertel des Parks fertigzustellen, am besten Nacheinander und man muß dann auf dem bisher Geschaffenen aufbauen. Welche Crew anfängt, wird ausgelost, und Pontus Alv baut mit seinen Jungs zum Schluß das Centerpiece, weil er mit seiner ‘Strongest Of The Strange’ DVD europaweit allen gezeigt hat, was für ein geiler D.I.Y.-Baustoff Beton doch zum Skateboarden ist… Tja, wir hatten viele Ideen letzten Sommer zusammen, wir sind nämlich kreative Bauarbeiter, aber ich werde euch ganz sicher nicht alle davon hier und jetzt verraten.
Aber wirklich und ohne Scheiß, kann konkret diese Idee mit einer solchen Betonbau-Kollaboration bitte mal jemand verwirklichen!? Wäre so ein Projekt nicht ein Geniestreich!? Wir beanspruchen keine Rechte oder dergleichen dafür, Hauptsache das wird mal realisiert. Denn so teuer ist das letztendlich nicht und man könnte jede Crew von einer anderen Firma sponsoren und sich das aufteilen und das Ganze brutalst in den Medien ausschlachten. Frage wäre dann nur noch, in welcher Stadt macht man das!?… Wie gesagt, wir hatten letzten Sommer so einige Ideen in sämtliche Bereiche, denn wenn man den ganzen Tag auf der Baustelle, wo der Park allmälich wächst und gedeiht, oder zum Feierabend zusammen abhängt, gibt es oftmals nur ein Thema: Die Arbeit. Denn mit der identifizieren wir uns 200%ig, einfach weil wir Skater sind und Anlagen für Skater bauen, so wie es sein soll und muß. Design, build and skate. Schließlich sind wir keine Sportler und geben uns mit Einheitsbrei zufrieden, denn Skateboarding ist nun mal kein Sport. Vielmehr geht das Ganze, und damit meine ich vor allem auch an dieser Stelle Skateparks bauen, definitiv Richtung Kunst, und das ist jetzt nicht zu hoch gegriffen, denn kreativ sind wir nicht nur beim Skaten, sondern auch beim Bauen. Und das ist doch irgendwie die ultimative Skate-Art-Vollendung, oder was!? Betonskulpturen zum Skaten, fehlen nur noch Graffitis von Skatekünstlern dazu, aber nee, Graffitis wollen wir ja am liebsten nicht auf schön verarbeiteten Betonflächen. Aber weil`s sich eh nicht vermeiden läßt, wäre in einem solchen Fall Auftrags-Graffiti schon eine Option, denn cool angesprühte Pools und Bowls a la Marseille Anfang des neuen Jahrtausends tragen nur zu dem ganzen Flair bei, den ein solcher Skatepark vermitteln kann.
Aber um für heute mal zum Ende zu kommen, denn das muß ich langsam mal: Fakt ist, daß es hierzulande gerade auch in Hinblick auf andere Länder oder Kontinente nach wie vor an artgerechten und guten Skateparks mangelt, und das brauch` ich jetzt hier wohl nicht noch näher ausführen. Jedenfalls sind wir nach wie vor weit davon entfernt, eine Dichte an guten Skateparks zu haben, die es jedermann möglich macht, auch unter einer halben Stunde Anfahrt in den Genuß eines guten, eben Betonskateparks zu kommen. Und ein guter Skatepark aus Beton wird so schnell nicht langweilig und alle können sich darin prima weiterentwickeln, so geht es heute vor allem erstmal noch darum, Alternativen zu den tausenden von albernen Standardskateparks zu bieten, die überall in der Gegend rumstehen. Deswegen gibt es noch viel zu tun und ohne Streß kein Leben.
Fakt ist auch, daß wir mit unserer Arbeit einen wichtigen Auftrag haben und einen wichtigen Beitrag zum Wohlbefinden und zur gesunden Weiterentwicklung unser aller Lieblingsbeschäftigung leisten, denn Skater brauchen einfach Skateparks, in denen sie sich auch mal fern von den ganzen Unannehmlichkeiten und Problemem, die beim Streetskaten nun mal meistens gegeben sind, in aller Ruhe austoben können. Abgesehen davon gibt es eine nicht geringe und mit den Jahren immer größer werdende Anzahl Skater in unserer Gemeinde, die gar kein Street (mehr) skaten und sich ausschließlich in Skateparks und/oder Rampen, Pools und Bowls austoben. Daß diese in den Skateboardmedien sträflich vernachlässigt und ignoriert werden, ist ein anderes Thema, über daß ich mich auch seitenlang auslassen könnte, aber das verschieben wir vielleicht besser auf ein späteres Mal. Jedenfalls existieren diese Skater zu Hauf und sie brauchen zum Ausleben ihrer Liebe nun mal brauchbare Skateparks, schließlich sind es oft auch eben diese, welche sich in ihrer Heimatgemeinde- oder stadt überhaupt für den Bau eines Parks einsetzen und meistens einen jahrelangen Behördenmarathon durchstehen müssen, bevor sie sich langsam dem Ziel nähern. Ich hoffe, deren Interessen und generell die aller Skater und Skaterinnen in diesem Beitrag gut vertreten zu haben.
Und weil aller guten Dinge drei sind und diese ganze Thematik kein Ende nimmt – wir haben mit BOARDSTEIN nicht umsonst mal eine Sonderausgabe zum Thema Skateparks gemacht, die zeitlos und nach wie vor aktuell ist und auf www.boardstein.com nachbestellt werden kann – gibt es in der nächsten Ausgabe den letzten Teil der Last Try/’BOARDSTEIN Lebt’ Skatepark-Triologie, in dem es dann um Skateplazas gehen wird. Denn die sind die Zukunft und liegen mir ganz besonders am Herzen…
Till then, gut shred,
Arne

super text, wenn das mal so leicht in die hirne vieler jugendezernenten und bürgermeister in den städten gehen würde..
so die ganzen buchstaben werd ich mir mal schön gepflegt ausdrucken und dann auf dem klo oder so in ruhe durchlesen…
frühlingsgefühle eingefroren! ich will endlich plusgrade und auf meiner hassliste steht dieses jahr weiß ganz oben.
nette idee mit dem “Wettbewerb” der Europäischen Skaterpark Builders….
Naja – die Northbrigade ist definitiv gross genug und liegt brach… die Fläche könnte man gut durch 5 teilen…
dann wäre das Problem mit dem Platz schon mal gelöst….
Das Geld – Titus und Chritian Seewald könnten nach dem Sie Skateboarding Jahrelang geschröpft haben mal was “zurück” geben… und das als “Marketing” ausbuchen… nach Vans, Carhard und Red Bull dazu – dann sind Sie zu fünft und jeder gibt 200.000 Euro…. mit Place und Monster sind auch direkt 2 Magazine um die Ecke die alles dokumentieren können.. alles total einfach!
oh ich bin grade wieder aus meinen Träumen wachgeworden… und zurück in der Realität…
ARNE DU BIST VON GESTERN! SO WIE DU TICKEN NUR 5% DER SKATER.
Der Rest ist genauso beschränkt wie der Rest der Gesellschaft – die Kid´s wollen genau den Park wie in der Nachbarstadt mit dem selben London Gap und der selben Pyra Hip – prefab Rudi lebe hoch!!
In Köln will die Szene (zumindest ein guter Teil) eine Plaza die nichtmals nach skaten aussieht…. die planen ein Stück Barcelona Architektur im Rheinland…
Und dann gibt es noch die Jungs – die eigentlich cool sind und Gas geben um was aufzubauen – jahrelang bei Städten ackern um ein Projekt voranzuschieben – und wofür – das irgendeine Punk Skater Firma kommt und den Skatepark Ihrer Träume baut? Nein, wenn man in seiner Stadt jahrelang dafür kämpft das endlich ein Skatepark gebaut wird, will man seine eigenen Träume verwirklicht sehen – auch wenn die vielleicht nicht ganz so exotisch und feucht sind wie Deine Arne… die haben keinen Bock das da irgendjemand kommt und den Plan mal einfach abändert und “verbessert oder optimiert” und das ganze ein wenig zu Recht…
Auch ich bin natürlich davon überzeugt das der Park meiner Träume der traumhafteste ist, wie jeder andere da draussen auch….
Aber ich bin voller Hoffnung das ein paar gute Jungs da draussen an Ihren Träumen arbeiten und wir 2010 ein paar verwirklicht sehen…. und hoffentlich sind es wilde Träume und nicht die gute alte 08/15 Nummer.
schönes stumpfes skaten, so durch transitions heizen, wobbel und so, ist halt doch anspruchsvoller als irgendwelche flip to sonst-was kombos wo man “bloß” die technik lernen braucht.
da sieht man mal wieder wie kurzlebig skateboarding für die meisten kids ist, weil zum heizen (ich nenn’s mal so) braucht man boardfeeling und in erster linie bekommt man die durch’s… richtig: fahren!
guats nächtle und ich bin mir sicher 2010 wird ein geiles jahr und zum glück ist skateboarding inzwischen ja groß genug so das es für alle was gibt!!!
…ihr seit doch alle ein bisschen blem blem:D:D:D:D:D:D….(aber gutes blem blem)
@bastian: seh ich genau so….
@mareike: ich bin echt kein freund von curbgerutsche und den ganzen rutschern aber ich würde nicht sagen
das man “bloß” die technik lernen braucht.
..boah so viel hab ich schon lang nicht mehr gelesen, bin jetz ganz hussu….
Hey Mareike!
Nun mussu aber mal die Kirche im Dorf lassen bitte! Was ist an bloßem Rumheizen anspruchsvoller als an technischem Skaten? Das ist doch ein totaler Widerspruch. Technisches Skaten fühlt sich voll gut an und benötigt garantiert mehr Boardfeeling als nur hin und her und rauf und runter. Kannst du mir glauben, denn ich liebe beides gleichberechtigt. Am besten ist nämlich, man kombiniert beide Sachen bzw. versucht es zumindest.
Eigentlich voll die unnötige Diskussion das, oder was!?
Aber hallo,
Arne
ich meinte halt nur die ganzen kids, die nicht mal gescheit pushen können aber 20 verschiedene flip-tricks aus’m ärmel schütteln. klar finde ich es auch geil, wenn man beides kombiniert oder versucht zu kombinieren!
ich persönlich kann ja eh nichts außer fs und bs, deshalb bin ick mal jetzt ganz still.
fs kickfilp im oververt wär doch ma geil, oder?!!!
Hey danke fuer den Artikel. Stimme vollkommen zu. Ich komme aus Frankfurt am Main und da gibt es trotz jahrzentelangem Bedarf noch keinen anstaendingen Skatepark. Jetzt ist ein neuer geplant in einem oeffentlichen Park und natuerlich hat eine Firma den Zuschlag bekommen, die noch nie eine Skatepark gebaut hat. Ich hoffe das bedeutet die lassen den Park von einer professionellen Firma bauen. Ich habe ihnen auch schon gemailt und vrsucht zu erklaeren, was der Park fuer die Frankfurter skate szene bedeutet und versucht ihen klarzumachen was eine gute Skateparfirma ausmacht, aber natuerlich keine Antwort bekommen. das ist was sie auf der website haben: http://www.sinai.de/index.php?id=34&projekte_id=129
Arne, irgendwelche tips wie ich weiterverfahren kann?
@steffen.
Sieht doch gar nicht schlecht aus… Sinai ist “nur” der Landschafts / Städtebauarchitekt und hat definitiv den Wettbewerb für die Parkgestaltung gewonnen. In Ihrem Konzept ist definitiv ein Skatepark eingeplant – somit auch Budgetiert.
Sie möchten fliessende Formen die mit der Landschaft korrespondieren. Also eine recht freie Gestallltung die eigentlich nur mit Ortbeton möglich ist.
Dies ist nur ein Entwurf – sprich eine Detailplanung wird als nächstes angegangen.
Jetzt mußt Du/ Ihr also die Frankfurter Skateszene nur dafür sorgen das Ihr bei dieser “Detailplanung” mit Sprache Recht habt. Das geht am besten in dem Ihr Euch “organisiert” Ihr braucht dringend Leute die viel Zeit haben und die Möglichkeit eines glaubwürdigen Auftritts bei der Stadt.
Grundsätzlich gibt es in Frankfurt schon: http://www.skatepark-frankfurt.de
das ist ein eingetragener Verein der sich für den Skatepark einsetzt.
Wie aktiv die sind wirst Du wohl erfahren – aber mit Jörg Keller und Daniel Beck sind da auf jeden Fall
Leute am Start die sich seid Jahren mit Skateboading beschäftigen.
Im Endeffekt gibt es nur 3 Möglichkeiten.
Concret Rudolph – aber der baut nur mit fertigen Elementen – ein guter Landschaftsarchitekt der seine individuellen wünsche umgesetzt sehen möchte hat da keine Lust drauf.
Architekten beratend quasi Skatepark Fachplaner ist eigentlich nur Bowl.ch Erwin Rechstein – die haben schon einige gute Projekte realisiert… da sie aber nicht selbst bauen können – ist die Qualität der einzelnen Projekte sehr unterschiedlich…
Wenn Ihr aber selbst erfahrene Skater seid, und Ihr durch geschicktes agieren mit der Stadt mitsprache Recht habt könnt Ihr Eure wünsche direkt mit dem Architekten abstimmen – was ich versuchen würde.
Profesionel Skateparks in Ortbeton bauen
also von Skatern für Skater kann eigentlich nur Matt mit minus-ramps, aber ob er in das Projekt reinkommt ist nicht ganz so einfach…
so große Projekte werden grade von Projektsteuerern wie sinai oftmals europaweit ausgeschrieben und der mit dem besten Preis gewinnt.
Grundsätzlich kann jede Betonbaufirma auch eine Bowllandschaft bauen – nur die Fehlerquelle ist aufgrund der Tatsache das Sie nicht wissen was wichtig ist – Oberflächenqualtiät, wie weit darf oder muss ein Cooping rausstehen, formen der Rundungen ect. ect. recht gross.
Sprich benötigt eine sehr hohe Baustellenaufsicht durch den Planer! (Kostenfaktor)
Also solltet Ihr versuchen das die Ausschreibung so formuliert wird das sich nur Betonbaufirmen auf den Skateparkbau bewerben dürfen die schon vergleichbare Projekte realisert haben.
Damit sind viele draussen…
Und Ihr solltet Euch darum bemühen das die Vergabe nicht nur nach dem Preis sondern auch nach der Qualität der vorherigen Projekte. die Ihr bewertet, entschieden wird.
Sorry Arne – das ich einfach mal was geantwortet habe…
Yo Bastian!
Bitte keine Entschuldigungen, bin dir sehr dankbar, daß du Steffen geantwortet hast und besser hätte ich es auch nicht machen können. Somit ist das wichtigste auf jeden Fall gesagt und nun liegt es größtenteils an den Frankfurter Skatern, sich da zu organisieren und enstprechend zu handeln, ja ja, so sieht es aus…
Also Steffen, dranbleiben und halt uns auf dem Laufenden und bei weiteren Fragen einfach fragen…
Bisss spätersss,
Arne
“jugendezernenten”
geiles wort hier, aus dem ersten kommentar, echt jetzt……..echt anspruchsvoll und so…
hallo arne und alle,danke für eure rege anteilnahme,es ist nur so,das ich schon lange vor steffen an die besagte firma geschrieben und ihnen dreamland,team pain,grindline und natürlich minus-ramps empfohlen habe…aber immer noch keine antwort bekommen habe.da isses schwierig mit dranbleiben…
Yo Don!
Keine Antwort gekriegt!? Wie wär`s mit Nachhaken, Nerven, Dranbleiben eben!? Je mehr Druck von allen Seiten desto besser! Ist doch immer so, daß die kein Bock haben, daß sich Skater für Mitbestimmung einmischen, weil sie ja viel besser wissen, was gut ist und was schlecht. Ist ja auch ihr Geld, ha ha, Pustekuchen!!!
Fuckin` dranbleiben, und zwar mit Vollgas und vereinten Kräften, aber hallo!
Arne
update:nachdem ich mich (auch schon her )über die ausbleibende antwort beschwert und etwas gestänkert (der park wird bestimmt scheisse) habe,kam eine mail in der in etwa drin stand das die noch nicht wissen ob sie den skatepark planen,sie aber wenn es der fall sein sollte sich nicht über die szene hinwegsetzen würden und das sie in kontakt blieben.das ist doch schon mal was.
welchen illusionen gebt ihr euch denn hier hin?! keine der usa firmen würde in deutschland im öffentlichen raum bauen, die haben weder auf unseren deutschen tüv und noch viel weniger auf unsere din bock. danke concrete rudolf, für die din! die haben wir nähmlich vor allem dir zu verdanken!
mareike, das mit dem ausdrucken ist ne geile idee, bin ich merkwürdigerweise nicht selbst drauf gekommen…:) aber soviel zeugs hier am pc lesen ist hart für die augen….aber irgendwie irgendwann will ichs ja doch endlich mal lesen…:)
Muss dem “Fahrer” Recht geben – hier in Deutschland eine der spitzen USA Firmen hin zu bekommen – ist fast ein Ding der Unmöglichkeit da musst Du schon mit dem Bürgermeister, Architekten und dem Bauträger verwand sein…
@Don – sich der Firma als Berater, Nutzer vor zu stellen ist gut – aber nicht der einzige Weg.
Das sind nur die Planer, bzw. Projektsteuerer – sprich die Planen das Projekt und Steuern den Ablauf des Projektes – holen Preise ein und kucken das alles Zeit Geld ect. eingehalten wird. SIE BAUEN NICHT!
Bauherr – sprich der Entscheider der für alles Zahlt ist die Stadt Frankfurt und somit als (hoffentlich) Steuerzahlt DU – Du musst also mit geballter Kraft an die Stadt!
Nach dem Motto: Wir geben Geld für einen Skatepark aus – SUPER – dafür haben wir seid Jahren gekämpft – ABER – es hat noch keiner mit uns geredet was wir für Bedürfnisse haben! Sprich wir Steuerzahler / Wähler haben Angst das am Bedarf vorbei geplant/investiert/gebaut wird….
Wenn Ihr es schafft das die Stadt Euch als Gesprächspartern ernst nimmt – und um so größer Ihr als Intressengemeindschaft – um so ernster werdet Ihr genommen.
Dann setzt die Stadt Euch auch mit dem Planer an einen Tisch – so rum müsst Ihr ran…
Am besten Ihr findet jemanden der den Park auch teilweise sponsern will… arbeitet einer von Euch bei einer großen Firma… Banken? Baustoffgroßhänder oder vielleicht beim alten Railslide… ?
Wer Geld zu geben hat bekommt auch Mitsprache Recht!
Andere Möglichkeit ist sich mit größeren zusammen tun – z.B mit einem Sportverein Frankfurts http://www.ftv1860.de, oder irgend einer Jugendorganisation – ruhig was konservatives wie http://www.frankfurterjugendring.de – sowas ist nur interessant wenn Ihr jemanden habt der schon Kontakt zu solch einer Organisationen hat… aber vielleicht ist ja Dein Onkel schon seid 20 Jahren im Sportverein und die freuen sich über 20 -30 neue Mitglieder – einfacher Deal – wir zahlen Beitrag und verursachen keine Kosten – dafür unterstütz Ihr uns das die neue Sportanlage Skatepark nach unseren Wünschen gebaut wird.
Vielleicht finden sich ja sogar freiwillige die später Anfängerkurse oder ähnliches anbieten wollen – sowas kann zumindest sugeriert werden… die Mitgliedschaft lässt sich ja auch wieder kündigen…. aber meist gibt es da auch noch was für´s Geld Versicherung ect.
So alt eingesessene Vereine haben gute Netzwerke und kennen Lokalpolitiker die einen mit den richtigen Leuten an den Tisch bringen können….
Mal eine Mail schreiben und sagen das der Skatepark wohl scheisse wird – bringt wenig – man muss da viel Zeit und Arbeit investieren… und sich mit einer Menge Idioten rumschlagen…. das nennt man Lokalpolitik.
Aber der Skatepark ist in der Präsentation von dem Wettbewerb drin – den der Planer gewonnen hat – das heisst – das er einen entscheidenden Teil zur Gesamtkonzeptionierung der Parkanlage beigetragen hat – also eigentlich auch bei der Realisierung berücksichtigt werden sollte – der ganze Aufwand kann sich also lohnen…. wünsche Euch viel Erfolg!
Arne, schön geschrieben.
ABER, leider auch utopisch. der großteil der skateparks die in deutschland gebaut werden, sind nicht so großbaustellen wie münchen, heidenheim oder stuttgart. sondern diese mini skateparks die zu tausenden in dörfern/kleinstädten stehen, skateparks die irgendwas im schnitt um die 20.000euro kosten.
für die summe kann man einen erwin vielleicht seine arbeit bezahlen, dann steht da aber noch kein skatepark.
und was kann der matt schon großes für die paar euro leisten?
für viele gemeinden ist das halt die einfachste, aber auch billigste lösung, nen alten parkplatz, und ein paar fertigteile drauf. das hat weder soul noch ist das geil, aber am ende ist das die einzige möglichkeit damit die dorf kids überhaupt irgendwas zum rollen haben. oder sollen die lieber drauf verzichten, weil fertigteile ja so voll böse sind?
btw., ich persönlich unterscheide gerne zwischen den fertigteilen, und den firmen die die herstellen. ich habe ein großes problem mit den meisten prefab firmen, weil da leute dahinter stehen, die nichts mit skateboarding gemein haben, oder auch immer so arschlange brauchen um sachen umzusetzen wie es sich eigentlich gehört(coping, radius, etc). nichtsdestotrotz finde ich fertigteile ansich nicht so schlecht, wie sie immer schlecht gemacht werden. fakt ist, das sich viele von euch nicht auskennen, sondern ein paar alte vorurteil im kopf haben weil der rudistone ihnen vor 15 jahren ne fucking scheiss miniramp mit 2meter höhe und 2,50er breite hingestellt haben. fakt ist aber auch, das man aus fertigteile sehr wohl geile elemente bauen kann, gerade im streetplaza bereich. soll mir doch mal einer von euch plausibel erklären, was der große unterschied bei nem curb sein soll, wenn ich den entweder daheim in der kiste vorfertige, oder den vor ort schale und beton reingieße. macht null unterschied. und das man einen fertigteil bowl nicht mit unterschiedlichen trannies bauen kann, stimmt einfach nicht, kann man sehr wohl. das es nicht gemacht wird, hängt eben mit der faulheit der vorhandenen firmen zusammen, für die ist es eben einfacher, immer die selbe form zu bauen, also komplexe formen unterschiedlichen radien und vor allem übergängen.
ich mein, carve aus holland ist doch so ein bespiel. ok, in zwischen bauen die auch viel und gerne aus ortbeton. aber die firma hat mit fertigteilen angefangen, und die haben in holland lange nicht so nen schlechte ruf. warum nicht? weil dahinter elger blitz steht, langjähriger skater, der eben mit der zeit dazu gelernt hat. ich mein, der hat auch ne menge schrott in holland hingestellt, aber auch einige coole sachen. der marnix bowl in amsterdam ist ja wohl ein geiles bespiel das man sehr wohl gute bowls aus fertigteilen bauen kann, die bei vielen verdammt guten skateboardern gut ankommen. ich sage aber bewußt bowl, weil das eben der unterschied für mich ist. kleine einfache schüsseln kann(man muß aber nicht) man sehr wohl aus fertigteilen bauen, alles andere muß einfach ortbeton sein.
bei streetsachen ist das genauso. ein einfaches streetplaza, ich mein, wo ein paar curbs, stufen, rails stehen, warum sollte man das nicht aus fertigteilen bauen können? wenn es aber komplexer wird, ist ortbeton vorzuziehen. oder gleich und immer in ortbeton. letztendlich sollte da der preis entscheiden und die männer die hinter der baufirma stehen.
ich will damit einfach sagen, diese pauschale verurteilungen vom fertigteil ansich finde ich falsch, man sollte da einfach unterscheiden. und vor allem löst es nicht das von mir anfangs erwähntem problem der kleinen dorf skateparks. wie stellt ihr euch das bitte vor? und will jetzt bitte nicht hören “am besten die 20mille nehmen und do it yourself digger!” schön wäre das, sicher das beste, aber auch wunschdenken…
ps: http://www.spohnranch.com/featured-parks/?park_id=330
spohn ranch kann jeder selber beurteilen, keine frage aber alder, das ist ein verdammt geiler skatepark. der bowl aus ortbeton, das flat sowieso, 1-2 obstacles auch, die restlichen rampen alle aus fertigteile. natürlich schaut der park nicht so rouhg und real und was weiß ich nach dreamland skateparks aus. aber muß es ja auch nicht immer….
oder das hier, das ist doch das beste beispiel:
http://www.spohnranch.com/featured-parks/?park_id=336
relativ bekanntes streetplaza, von p-rod mit entworfen.
wäre nicht unbedingt mein lieblingspark, weil er mir zuwenig trannies hat, zuwenig flow, man muß zuviel anschieben. aber ich glaube, aus real-street-skaters sicht ist das ein feuchter traum.
wie gesagt, scheiss firma, aber es zeigt, das man aus fertigteilen sehr wohl was brauchbares bauen kann.
shit, grad gesehen, das ich nen kapitalen schreibfehler geschrieben habe, es soll nicht “für die ist es eben einfacher, immer die selbe form zu bauen, also komplexe formen unterschiedlichen radien und vor allem übergängen.” heißen, sondern:
“für die ist es eben einfacher, immer die selbe form zu bauen, als komplexe formen mit unterschiedlichen radien und vor allem schon dann komplizierteren übergängen.”
ich muss mal wieder reinkommen und das tun was ich fast vergessen habe und liebe, skaten.. aber ich glaub mit meinen 5 jahren pause und 25 jahren aufm buckel bin ich das überflüssige überbleibsel einer vergangenen generation… man das tut weh