18. Januar 2009 | Von
EUROPEAN SKATEBOARD CHAMPIONSHIPS
Basel 7.-10. August 2008
Hatte ich noch im Bowlriders Artikel geschrieben, ich fahre so gut wie nie auf Contests, muß ich sagen, daß die EM in Basel da jedes Jahr eine Ausnahme ist. Wie auch die letzten Jahre hieß es meinerseits im Vorfeld, daß ich dieses Jahr nicht hinfahren würde, weil es immer das gleiche ist und ich die 52 Wochenenden des Jahres gut mit mir und meinem Leben aufteilen muß, aber genau deswegen bin ich auch wieder einmal gefahren. Auf dieses Wochenende kann man sich einfach verlassen und Baseln macht einfach Spaß, vor allem wenn man von Carhartt eingeladen wird, somit vor Ort für alles gesorgt und man in einem 5-Sterne-Hotel untergebracht ist. Oder sind es nur vier Sterne? Egal, jedenfalls zu viel für den normalsterblichen Skater und damit eine angenehme Abwechslung…
GUILLAUME MOCQUIN (F, 16. Platz Miniramp / 162. Platz Street), der wahnsinnige Überstyler, und sein ALLEY-OOP FS OLLIE sind hier eigentlich nur abgebildet, weil es eine lustige Anekdote dazu gibt: So hat der junge Mann niemand geringerem als dem Schreiber dieser Zeilen sonntagsfrüh auf dem Rückweg von der Party zum Hotel eine aufs Maul gehauen, weil besagter Schreiber einen Streit schlichten wollte. Hat der gute Guillaume, dessen Namen immer alle falsch schreiben, wahrscheinlich wieder die Nase bis obenhin voll gehabt oder nicht voll genug gekriegt. Jedenfalls zeigt das, daß Skateboardprofis nicht nur harte Jungs sind, sondern auch ganz schön stumpfe Ochsen sein können, je furchtloser desto stumpfer... PH: PIPESHOTS.COM
CHRIS PFANNER (18. Platz Street) wäre auf jeden Fall ein Kandidat für den Europäischen Skater des Jahres, wenn der denn gewählt werden würde, was ja eine unsinnige Sache ist, die keiner braucht, eine Europameisterschaft reicht ja schon. Aber bei seiner Präsenz in den amerikanischen Skateboardmedien ist es ein Wunder, daß er sich überhaupt noch auf Contests blicken läßt, denn nötig hat er das ganz sicher nicht. Aber er will wohl wie die meisten anderen, die jedes Jahr baseln fahren, auch nur Freunde und Bekannte treffen, und auch wenn er es dieses Jahr ausnahmsweise mal nicht ins Finale geschafft hat, hatte er bestimmt ein gutes Wochenende. FEEBLE GRIND, wo andere Wallrides machen... PH: MARTIN EHRENBERGER
HENRIQUE GONCALVES kommt aus Brasilien, aber lebt in der Schweiz, und sein Name ist nicht in den Ergebnislisten aufgeführt, durfte er nicht starten, weil er (noch) nicht Europäer ist? Wie auch immer, geskatet und gerippt ist er trotzdem, und er hat sich dieses Jahr auch mit hartem Footage einen Platz im Zero Euro Team sichern können, was ja wohl für sich sprechen dürfte. So kann er hier seine Gläubiger direkt glücklich machen mit einem stilechten FS FEEBLE GRIND am Männerrail. PH: LUKAS MÄDER
ANTONIO AIELLO (A, 24. Platz Street), besser bekannt als Ante, ist schon lange fester Bestandteil der Yama Familie, und die steht bekanntlich für dicke Dinger. Und die Jungs representen immer ordentlich jedes Jahr in Basel, ob mit oder ohne Board. Fetter und extrem smoother Blindside Kickflip über die Doppel-Hip, aber bumm bumm! PH: PIPESHOTS.COM
ENIZ FAZLIOV (FIN, 12. Platz Street) ist einer der Newcomer auf der europäischen Szene und er zeigt damit mal wieder, daß die Finnen ihr Skateboarding ernst nehmen und durchaus wissen, was sie tun. Diesen FS NOSEBLUNTSLIDE hat er immer noch gut zwei Meter weiter als die Box durchgezogen, das zeigt Boardkontrolle und hat bestimmt auch ordentlich Spaß gemacht. PH: BO
CANDY JACOBS (NL, 3. Platz Girls Jam) ist eine, mit der ihre leider immer noch viel zu wenigen Mitstreiterinnen zu rechnen haben, zumindest wenn es um so etwas wie Contestplatzierungen geht, wo auch frau zwar miteinander, aber irgendwie ja auch gegeneinander fährt. Hier ein FS OLLIE an der Raketenabschußrampe, ohne Frage schön anzusehen. PH: MARTIN EHRENBERGER
Da diesmal partout keiner aus`m Pott oder von sonstwo mitwollte oder noch besser sein Auto anbot, ging es diesmal mit Ex-Praktikant Fabian und Mini-Mietwagen ins Dreiländereck. Und Fab schaffte es sogar, den einzigen Autobahnwechsel, den wir auf der Fahrt vornehmen mußten – A45 auf die A5 kurz vor Frankfurt – zu vermoschen, um mich, der mal wieder viel zu viel gearbeitet und zu wenig geschlafen hatte, nach einer halben Stunde zu wecken mit den Worten §Du Arne, ich glaube, wir sind verkehrt*… Aber sonst hat er das das Wochenende über ordentlich gemacht, der Fabian, Dank und Gruß nochmal an dieser Stelle! Vor Ort trafen wir dann auf eine gute Mannschaft, Böttchi, Flori und Bernd von der Dresden Front, Hudda, Daddel Danny und eine Autoladung Saarländer war am Start und sogar Petzi und sein englischer Freund Edmund hatten nach einem Jahr Barcelona quasi auf dem Umzug nach Dresden zum Baseln Zwischenstop gemacht. Somit war Spaß garantiert, denn dazu gesellten sich zwischendurch immer wieder eine Menge Skateboardkollegen, die man im Laufe der Jahre so kennengelernt hat, und leider wenn überhaupt dann nur einmal im Jahr in Basel trifft.
JULIAN DYKMANS (B, 3. Platz Miniramp / 70. Platz Street) hat sich mit seinem dritten Platz in der Miniramp wahrscheinlich selbst am meisten überrascht und sich entsprechend drüber gefreut. So ist dieser Veteran europäischen Pro-Skateboardings ja eher als Streetskater bekannt, wenn auch mit konsequenten All Terrain-Skills, der sich für sein Alter viel zu harte Sachen gibt. Er hatte den Flow der Rampe raus und nutzte Tricks wie diesen LIEN TO TAIL ins Oververt eher zum Schwungholen als zum Eindruck schinden. Routine zahlt sich auf einem Skateboardcontest eben aus, wenn man auch mit den Preisgeldern nicht reich werden kann... PH: PIPESHOTS.COM
PHIL ZWIJSEN (B, 1. Platz Street), ein relativer No-Name, fuhr in Basel mit spektakulärem und dabei sehr konsistentem Skateboarding verdient auf den ersten Platz. Er war an diesem Wochenende einfach der beste Astronaut und fetzte über den Parcours wie kaum ein anderer, aber er ließ es nicht hektisch, sondern sehr sicher und entspannt aussehen und hatte dabei richtig gute Tricks auf Lager. U.a. machte er sehr schöne One Foot Ollies über die Krater-Pyramide, aber er blastete auch immer wieder mal einen KICKFLIP darüber, und das waren wirklich Heath Kirchhart-mäßige Ausmaße... PH: PIPESHOTS.COM
IANIRE ELORRIAGA (BSQ, 1. Platz Girls Jam) konnte sich nach einer schönen Stay-on Show ein weiteres Mal über den Sieg freuen, Flow ist halt oftmals besser als harte Tricks, das sehen die Judges heutzutage auch bei den Männern glücklicherweise genauso. Ist ja auch nur recht, nichts ist langweiliger als Bails und ständiges Absteigen, um auf die Quarterpipe zu klettern. Da kann man lieber an BS TAILSLIDE dran machen... PH: JOACHIM BECKERT
HUGO LIARD (F, 15. Platz Street) war wie immer schneller unterwegs als ein Düsenjäger und er gibt sich bei diesem FS TAILSLIDE an der Raketenabschußrampe sogar in Space Shuttel-Sphären, die nur wenige andere mit ihm teilen konnten. Der Hugo ist ein erfahrener Mann und weiß, was Spaß macht. Das ist absoluter Ober-Amok hier... PH: PIPESHOTS.COM
MACK MCKELTON (D, 60. Platz Miniramp/ 71. Platz Street) war wie immer sportlich in allen Disziplinen unterwegs, die ihm geboten wurden, ein wahrer Profi halt. Hier fliegt er gerade mit BS OLLIE Airlines über einen fetten Channel, den die Miniramp als eine von zahlreichen Herausforderungen parat hatte. PH: JOE BECKERT
JULIEN MEROUR (F, 36. Platz Street) gehörte zu denen, die sich auch mit dieser steilen Quarter anfreunden konnten, die wurde von den meisten gemieden, aber von einigen wenigen geliebt. Da ist jeder Trick so eine Sache für sich, denn so enge Transitions zu fahren macht zwar Spaß, kann einen aber auch wie ein Anfänger aussehen lassen oder im schlimmsten Fall üble Mr.Wilsons einbringen. FS BLUNT ist da echt `ne Ansage... PH: BO
Und dazu lernt man dann jedes Jahr noch neue Artverwandte und andere Verrückte kennen, kein Wunder, man kommt immer wieder! So gesehen war dieses Jahr, bis auf endlich mal wieder durchgehend sehr gutes Wetter, alles so wie die letzten Jahre auch. Tagsüber Contest gucken, mit netten Leuten sabbeln und/oder Street skaten, abends Party beim Black Cross Bowl (der wohl demnächst leider einer grundlegenden Renovierung des gesamten Geländes zum Opfer fallen soll/wird) und zwischendurch Spaß haben im Hotelzimmer. Aber das Beste war diesmal, daß ich es endlich mal geschafft hab`, im Rhein zu schwimmen. Die ersten beiden Jahre wollte nie einer mit, danach war das Wetter immer scheiße, aber dieses Jahr sollte es tatsächlich mal klappen. Ihr müßt nämlich wissen, in Basel gehen die Einheimischen gerne am Südende der Stadt in den Rhein und lassen sich dann mit der extrem schnellen Strömung durch die Innenstadt treiben, um dann irgendwann beliebig wieder ans Ufer zu schwimmen und sich besser zu fühlen. Wozu zu sagen sei, daß das Wasser hier noch klar und sauber ist, in Düsseldorf z.B. glauben einem das kein Mensch, wenn man denen das erzählt.
IVAN RIVADO (BSQ, 4. Platz Miniramp / 31. Platz Street) war einer der wenigen, die sich die Teilnahme in beiden Disziplinen gaben, und die Kandidaten kann man insgesamt wahrscheinlich an drei Händen abzählen, guckt einfach mal selbst in den Ergenislisten nach, für so etwas sind die gut! Der gute Mann aus dem Baskenland gehört jedenfalls nicht umsonst zu den besten Allround-Rippern auf dem Globus, das hat er schon oft genug und mannigfaltig unter Beweis gestellt. Und Tricks wie dieser OLLIE TO BS SMITH GRIND sind für einen Betonveteranen seiner Zunft überhaupt kein Problem, so sieht es jedenfalls aus. PH: PIPESHOTS.COM
WOODY HOOGENDYK (NL, 6. Platz Street / 1. Platz Juniors 15-16 / 54. Platz Miniramp) war einer der Eyecather des Wochenendes und zeigte sportlich gesehen und skateboardtechnisch eine der herausragensten Leistung. 1. Platz bei den ungesponsorten Juniors der Gruppe 15-16 Jahre am Donnerstag, mit dem er sich für den eigentlichen Contest ins Semifinal am Samstag qualifzierte, von wo er dann ins Finale vorrücken und letztendlich einen sehr beachtlichen 6. Platz eintüten konnte. Alles mit konsistenten und einfälltigen Tricks wie z.B. 360° FLIP FS LIPSLIDE, und Miniramp ist er auch noch mitgefahren... Watch out for this guy! PH: JOE BECKERT
KEVIN WENZKE (D, 7. Platz Miniramp) kennt inzwischen wohl jede(r), der/die sich für deutschsprachiges Skateboarding interessiert. Mit seinem gewohnt extrem entspannten Style, der eigentlich schon eine Frechheit ist, und spektakulären Tricks wie FS 540° BONELESS, bewies er, daß er auch bei einem Rodeo wie diesem mühelos vorne mithalten kann, sofern er eine gescheite Rampe unter den Füßen hat, die ihm gefällt. Und das ist erst der Anfang bei Kevin und noch lange nicht das Ende... PH: JOE BECKERT
YONI ETTINGER (ISR, 109. Platz Street) ist inzwischen Stammgast auf den European Championships und immer mit raffiniertem Skateboarding dabei. 360° FLIP FOOTPLANT ist nichts für jedermann, dafür sieht man den Trick einfach zu selten, aber es gibt in Israel ein paar sehr gute Skater, und die sind hungrig und wissen, wo`s lang geht. PH: BO
PACO ELLES (D, 93. Platz Street) hatte anscheinend nicht sein bestes Wochenende erwischt, denn normalerweise platziert er sich ja doch wesentlich weiter vorne. Aber er wußte die Rampen mal wieder richtig ranzunehmen und garnierte sie mit passenden Tricks, wobei dieser Hardflip ja nun wirklich nicht vorbildlicher gezogen werden kann. Genauso muß dat Dingen sich drehen, Mike Carrol läßt grüßen... PH: LUKAS MÄDER
Aber das Ganze ist ganz einfach, man packt seine Klamotten in einen Plastiksack, knotet den gut zu und hat dann gleichzeitig ein Luftkissen, mit dem man sich im Wasser ohne Anstrengungen einfach treiben lassen kann. Natürlich dürfen zwischendurch Biere oder sonstige Spaßmacher konsumiert werden und man darf auch den teils ungläubigen Touristen oder zahlreich entzückenden Baselerinnen auf der Promenade zuwinken. Kurz gesagt: Ganz großes Kino, und ich habe mich selten so gut gefühlt wie auf diesen zwei Kilometern, deswegen haben wir es auch Samstags und Sonntags gemacht. Voll geile Scheiße das, wirklich ein Stück Freiheit mitten in der Stadt. Le Wurst, der alte Öttinger, ist dann sogar noch von einer der großen Brücken runtergesprungen, wollte ich eigentlich auch noch machen, aber da hab` ich mir grad in die Hosen gemacht… Danke an alle, die dieses Wochenende bereichert haben, und das waren eigentlich alle, denen ich begegnet bin. Sogar der doofe Guillaume, denn jetzt habe ich eine weitere Geschichte zum Erzählen, wenn ich mal wieder mit Kollegen auf einem Contest abhäng` und rumklugscheißern muß…
Arne
EVELIEN BOUILLIART (B, 2. Platz Girls Jam) schaffte es zwar wieder nicht ganz, den Titel einzusacken, aber sie hinterließ wie immer bleibenden Eindruck mit einigen harten Stunts und jugendlicher Furchtlosigkeit, für die Mädchen nicht unbedingt bekannt sind. Eine FS LIPSLIDE Sequenz an einem Skatepark-Rail ist in Magazinen heutzutage vielleicht nicht mehr unbedingt angesagt, vor allem nicht auf einem Contest. Aber das Ganze sieht sehr gut aus und ist vor allem was anderes, wenn eine junge Frau sowas macht, und dann darf das auch sein, denn mit Rails wie diesem ist bekanntlich nicht zu spaßen. PH: JOE BECKERT
DUSTIN VONACH (34. Platz Street / 32. Platz Miniramp) ist ein neues Gesicht aus dem Yama Land und er schnitt nicht nur sehr gut im Contest ab, sondern war auch der einzige, der diesen völlig kranken OLLIE von der Abschußrampe in die dazu winzig klein erscheinende Quarterpipe zu pullen im Stande war, und das nicht nur einmal. Den Namen sollte man sich auf jeden Fall merken, denn wir werden in Zukunft bestimmt noch öfters krasse Scheiße von ihm zu sehen bekommen, es sei denn, er geht vorher dabei kaputt. PH: JOE BECKERT
GEORGES AGONKOUIN (F, 39. Platz Street) ist ein alter Hase, was internationale Contests auf europäischer Ebene angeht, und er kann immer wieder mit sehr stylischem und technisch ausgereiften Skateboarding überzeugen und vorne mitmischen. Ein NOLLIE HEELFLIP NOSESLIDE wie dieser spricht da wohl für sich, der war während des Best Trick Contests. PH: JOE BECKERT
Pricegiving Women - Street
Pricegiving Men - Street
Pricegiving Men - Miniramp
Le Wurst, der alte Öttinger, hatte auch reichlich die Hosen voll, aber nochma zurückgrabbeln übers Geländer geht dann irgendwie doch nicht =)
Grüße von der SaarlandFront
der kevin.
Rock das haus wie immer ders eh der coolste und der beste , das ganze pavel team und die halle sind die besten .
Lg. Julia skkkkaaaate or fucking die
Und wenzke soll sich n bier goennen :D