GERÄUSCHE AUS DER KÜCHE, NR. 46.5

17. Januar 2009 | Von | Kategorie: Magazin Like
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LAGWAGON sind zurück und veröffentlichen mit ‘I Think My Older Brother Used To Listen To Lagwagon’ ihre erste EP. Richtig, alles davor waren Alben oder Singles und nun kommt von der dienstältesten Fat Wreck Band mal wieder neuer Stuff, der genauso klingt, wie Lagwagon schon immer geklungen haben. Immer noch geile Hooklines und schöner, angenehmer Sound, aber irgendwie könnten die Jungs mit ihrem unbestrittenen Potential ruhig mal einen kleinen Ausflug in andere Stilrichtungen wagen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt…

Drei Brüder aus Arizona haben sich Ramones-Style nach ihrem Nachnamen benannt und machen seit 2003 als CALABRESE Mucke. Stilistisch nennt man sowas wohl Horrorpunk und das Ganze erinnert dann auch schwer an Misfits und AFI. Beides Hammerbands und auch Calabrese haben auf ‘The Traveling Vampire Show’ die fetten Refainmelodien am Start, die sich ab dem ersten Hören nicht mehr aus dem Ohr verabschieden. Geil, im Auge behalten und mal live auschecken.
CARRYALL aus Italien machen Skapunk und hassen Emos. Deswegen heißt ihr Album auch ‘Emotivhate’ und sie haben dementsprechend eine mit Nadeln durchlöchert Voodoo-Emo-Puppe auf dem Cover. Dem gar nicht entsprechend sind Carryall aber extrem poppig, und nur wenn man auf extrem viel Melodie steht und schnelle Parts haßt, sollte man sich dieses Album besorgen. Ein nettes Schmankerl ist allerdings die ‘What a feeling’ Coverversion.

NO LIFE LOST dürften dem einen oder anderen Hamburg-Local oder Ska-Fan nach 20jährigem Bandbestehen und vier Alben mittlerweile ein Begriff sein. Auf ‘Von Santa Fu Bis Saint Tropez’ gibt`s Skapunk mit durchgeknallten Texte aus dem wahren Leben eines trinkfreudigen Hanseaten. Dieses Leben dreht sich anscheinend um Fußball, Saufen und Streß mit Mutti und anderen Frauen. Gefällt irgendwelchen Hamburger Schule-Studenten garantiert nicht. Gut so.

FALSE FRIEND aus Berlin machen Skatepunk bis Hardcore und haben via Have A Blast Records mit ‘The Rising Hope’ ihren langerwarteten ersten Longplayer draußen. Punk Rock, so wie er sein soll: Schnell, in die Fresse, mit schönen Gesangsmelodien und Geschrei-Ausrastern minus peinliche Tough Guy-Attidüde. Deutschland- und Mitteleuropatour sind wohl für Oktober und Januar am Start und ihr tut euch einen Gefallen, wenn ihr hingeht.

Eine schönes Split-Album haben WINSTON&GEORGE aus Herne und WE ONCE LOVED aus Potsdam zusammen auf die Hardcore-Kids dieses Landes losgelassen. ‘New Kids On The Block’ nämlich. Guter Hardcore ist nicht totzukriegen und das wird hier mal wieder bewiesen. Musikalisch irgendwo zwischen New- und Oldschool kriegen Cops, Kriege und Religion hier ihr Fett weg und ihr `ne Menge gute Musik, wenn ihr das Teil holt.

Punkiger geht`s ab bei F-THREE, die auf ‘No Peace, No Justice’ ungefähr über das gleiche singen, aber alles mehr so in Richtung Operation Ivy/Rancid. Schöne Oldschool-Power für die alten oder altgebliebenen Punker unter euch, die gerne mitsingen…
Hannes

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Ein Kommentar
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  1. moin arne…danke für die blumen, das album nennt sich übriegens “Displietsch” …..bis bald ma wieder in flenne…

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