GERÄUSCHE AUS DER KÜCHE, NR. 46.5

17. Januar 2009 | Von Web Gnom | Kategorie: Magazin Like
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VOLBEAT – ‘Guitar Gangsters & Cadillac Blood’: Der dritte Longplayer der Dänen hebt sich von den Vorgängern durch seine Eingängigkeit und Kommerzialität ab und wird das Lager der Fans bestimmt in zwei Lager spalten. Vielen alten Fans werden die Songs zu cheesy und melodiös erscheinen, die Massen der neuen Kids wird das aber nicht weiter stören. Irgendwie erinnert diese Scheibe an alte Misfits mit Glenn Danzig, aber mit mehr Metalgitarren und einer besseren Produktion. Das klingt nicht sehr spektakulär, ist aber auf alle Fälle ausreichend, damit das jüngere Publikum das jetzt schön als neuen Hype abfeiern kann.
JOHNNY ROCKET – ‘Pain Is Her Name’: Rock’n'Roll lebt von Floskeln und gepflegten Übertreibungen und davon gibt es auf dieser Scheibe mehr als genug. Trotzdem steckt im Inhalt keine heiße Luft, sondern lupenreiner Punk’n'Roll, der energiegeladener kaum sein kann. Die vier deutschen Johnnys prügeln sich 35 Minuten und 11 Songs durch eine Art modern produzierten, räudigen Rockabilly mit starken Rotzrock anleihen. Wem die BONES zu langweilig und wem die bekannten Psychobilly-Acts zu eintönig geworden sind, sollte hier mal ein Ohr riskieren. Starke Scheibe!

THE BRIGGS – ‘Come All You Madmen’: Das das kalifonische Streetrockquintett mittlerweile zu einer Institution in diesem Sektor aufgestiegen ist, sollte auch hierzulande bekannt sein. Melodischer Streetpunk vermischt sich mit folkloristischen Elementen, wie man das auch schon von den Dropkick Murphy`s oder Flogging Molly kennt, aber ohne plump bei diesen Bands abzukupfern. Eine gute Produktion, heiserer Gesang und eingängige Melodien runden diese gutklassige Scheibe positiv ab.

SERUM 114 – ‘Serum 114′: Ein gut produziertes Rockbrett was uns die vier jungen Hessen hier um die Ohren knallen, musikalisch gibt es also nichts zu meckern. Die Songs klingen alle frisch und wütend, aber auf Dauer sind mir die Texte zu pathetisch und plakativ. Manchmal erinnert mich die Art des Gesanges an die schnelleren Sachen von Campino’s Düsseldorfer Jungs und wer sich hier angesprochen fühlt, sollte der Scheibe durchaus mal eine Chance geben.
MIKE ZERO – ‘Zeroism’: Das Debut der Dortmunder One-Man-Band klingt gleich beim ersten Durchlauf abwechslungsreich und trotzdem eingängig. Punkrock mit starken New Wave Einflüssen kombiniert mit guten Soundeffekten, modern produziert von Siggi Bemm. Hier wurde alles richtig gemacht und die Scheibe wird zu keiner Zeit langweilig. Bei jedem Song meint man einen guten Freund wiederzutreffen, ohne dass man genau sagen kann an wen der Song gerade erinnert. Großartig und unterhaltsam!
Manni

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Ein Kommentar
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  1. moin arne…danke für die blumen, das album nennt sich übriegens “Displietsch” …..bis bald ma wieder in flenne…

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