QUIKSILVER BOWLRIDERS FINALE 2008
19. Januar 2009 | Von Arne | Kategorie: Magazin LikeIch hatte dann mit Wolfgangsta, Gerd Rieger und John aus Hamburg auch die richtige Mannschaft am Start, bzw. eigentlich war ich dieses Mal nur Mitfahrer und mit 32 der Jüngste an Bord. Wir waren von Quiksilver mit zwei Doppelzimmern gesegnet worden – schließlich wollten zumindest drei von uns nachts ein ordentliches Bett unter den alten Knochen haben. Aber ansonsten ging es aufgeregt wie mit einer Horde 20-jähriger mit Dosenbier von der Fähre über Seeland und die Große Belt Brücke (35,- Euro pro Wagen!) Richtung Malmö, was bekanntlich direkt an am Ende der Brücke an der Südwestküste Schwedens liegt. Wie gesagt, wir waren alle wirklich aufgeregt, §Ist Hosoi wirklich angekündigt? Kommt vielleicht sogar Chris Miller?*, die Fahrt war voller Vorfreude wie lange nicht mehr, als ich auf einen Contest gefahren bin…
Wir checkten dann auch direkt das Areal und der Rest des Contestfreitages lief routiniert ab mit der üblichen Akklimatisierung. Wir waren gestoked vom Skateboarding und den sehr internationalen Teilnehmerlisten und Heats, was nicht zuletzt darauf zurückzuführen ist, daß Quiksilver ja inzwischen europaweit Qualification Contests für das Finale durchführt. Denn beim Bowlriders Finale kann natürlich nicht jeder teilnehmen, was allerdings nicht heißen soll, daß man von gut einem Drittel der Leute auf den Listen noch nie etwas gehört hat. Das galt vor allem für die Amis, die großen Namen waren wohl mal wieder zu Hause geblieben, bis auf meine Alltime Favourites wie Chris Senn, Dennis Busenitz und Chad Bartie als australisches Pendant. Und Benji Galloway war natürlich am Start, und der hatte, wie es schien, eine Horde Kollegen mit im Gepäck, ein halbes Dutzend zum Teil minderjähriger Kids, vornehmlich aus Oregon, dem absoluten Mekka, was Betonskateparks angeht. Zu denen werden wir gleich noch kommen. Vorjahressieger Rune Glifberg war selbstverständlich auch anwesend, aber der ist nun mal Däne aus dem benachbarten Kopenhagen, und er wurde unterstützt von nahezu der kompletten Elite europäischen Bowlskatings. Es fehlten wirklich nur ganz ganz wenige große Namen, die >>wichtigsten<< waren eigentlich alle am Start. Das sollte also einen aufregenden Contest geben am Samstag, und wir chillten dann, nachdem wir noch ein bißchen auf dem Parkplatz unser Revier markiert hatten, den Rest des Abends im Hotel, um früh hoch zu kommen und Samstags fit zu sein.
Denn morgens wollten wir mit Axel, der sich inzwischen ja ganz gut hier auskannte, und seiner Freundin Ildikó zum noch relativ geheim gehaltenen Sibbarp Park am Strand fahren. Das Wetter war für schwedische Verhältnisse super und Axel wußte den Weg, und so konnte ich wahrscheinlich als einer der ersten Deutschen diesen neuen ¾ fertigen Park skaten, der dank Pontus Alv`s unkonventionellem Design weltweit mal wieder etwas recht Einzigartiges darstellt. Man muß sich das Ganze als große Minigolfanlage für Skateboarder vorstellen, es gibt unzählige eigenwillige Obstacles und einige normale, die alle aber mindestens halb so klein sind wie in herkömmlichen Skateparks. Das ist wirklich anfangs sehr tricky zu fahren und beschwerte mir nur beim Dorken einen fiesen Slam am Knie, von dem ich noch lange gut hatte, aber ich fand dann doch sehr schnell extremen Spaß an dem eigenwilligen Park, nicht zuletzt weil alles aus einem Guß ist. Aber das Beste war, daß ich danach direkt zum Abkühlen in die Ostsee springen konnte, denn der Strand ist nur 100m vom Park entfernt, auf jeden Fall einer der neuen Top 10 Skateparks in Europa würde ich sagen, weil in jeder Hinsicht einmalig.
