Siegburg Bowl fertig – VOLL GEIL!
5. Juli 2009 | Von Arne | Kategorie: Magazin LikeHey ho, voll Bewegung hier auffe Webseite! Hatte ich nicht die Tage noch geschrieben, die Jungs von Minus Ramps sind in Siegburg bei Bonn am Bowl bauen, aber leider ohne mich!? Nun, der Text war gerade mal 24 Stunden online, da erhielt ich Freitagsabends einen Anruf von Matt, ob ich nicht zum Finishen (so heißt es, wenn ein Betonprojekt in die Endphase geht und die Betonspritze zum Einsatz kommt) für zwei Tage auf die Baustelle kommen könnte, um auszuhelfen – so schnell kann`s gehen. Nun, das habe ich dann natürlich sehr gerne gemacht, arbeitslos wie ich nun mal gerade bin, und am Mittwoch konnten wir dann nach getaner Arbeit unsere ersten Runden in dem neuen Bowl drehen. Firmenintern hieß der Bowl bei uns nur Streßbowl, denn nie zuvor hatten die Jungs so viel Ärger und Probleme beim Bauen gehabt und rein vom Handwerklichen gehört er ganz sicher nicht zu den Vorzeigeobjekten von Minus Ramps, aber gelungen ist er natürlich trotzdem allemal. Wer mehr Bilder vom Bau sehen will, kann ja mal den offiziellen Siegburg Blog auschecken, da wird sie geholfen…

Das Teil ist ziemlich hektisch und nicht ganz leicht zu fahren, die Transitions sind an allen Ecken anders und insgesamt ist das gute Stück von der Größe her recht eng. Aber das gilt es als Herausforderung anzusehen, also fahrt bei Gelegenheit am besten selbst mal nach Siegburg und testet das aus, ist auf jeden Fall eine Reise wert! Und damit nicht genug, heute, also Sonntag den 28. Juni, geht es für mich für zwei Wochen nach Luxemburg, wo Minus Ramps ihr bisher größtes Projekt verwirklichen, einen fetten Streetpark, und ich freue mich auf einen Haufen sinnvolle Arbeit an der frischen Luft. Und das Ganze hat sogar ein bißchen Urlaubstouch, da wir ja im Ausland sein werden und vor allem auf einem flauschigen Campingplatz in der Natur übernachten, also ich freu` mich drauf, denn die Arbeit macht Spaß und wir sind eine geile Truppe. Matt, Bruno, Baum, Andre, Mhueller, Fabian und wer sonst noch alles dabei sein wird, alles nette Kollegen, mit denen man bei der Arbeit viel Spaß haben kann, und für einen Rookie wie mich gibt es bei der Sache natürlich noch eine Menge zu lernen.
Es stehen dieses Jahr auch noch ein paar weitere Projekte an, die nächste Baustelle wird wohl Düsseldorf sein und auch in meiner eigentlichen Heimatstadt Flensburg wird eifrig darauf hin gearbeitet, den bereits bestehenden Skatepark mit einer Streetfläche zu erweitern, mehr dazu aber demnächst an dieser Stelle. Und wer bis dahin nicht warten kann oder sich mit Spenden aller Art sogar jetzt schon nützlich machen will, sollte mal die entsprechenden Webseiten Sportpiraten und Schlachthof Flensburg checken. Wäre natürlich ein Traum für mich, selbst beim Bau des Ganzen quasi zu Hause dabei zu sein, jedenfalls geht`s ab im Norden, aber hallo!
Ansonsten verfestigt sich in mir immer mehr der Gedanke, daß wir irgendwie unser Heft wieder an den Start bringen müssen, denn wenn ich mir so angucke und durchlese, was die liebe ”Konkurrenz” so treibt, wird deutlich das BOARDSTEIN einfach fehlt in der deutschen Skateboardmedienlandschaft. Und ich brauche dringend wieder eine richtige Aufgabe, bei der es nicht nur darum geht, Geld zu verdienen, denn wie gesagt, ich bin alles andere als Vollzeit am Skateparks bauen und in ein paar wenigen Monaten ist die Saison, in der man Skateparks bauen kann, auch wieder für längere Zeit vorbei. Ich will jetzt hier nicht achtlos Hoffnungen bei euch wecken, daß BOARDSTEIN demnächst wieder auferstehen wird, aber sagen wir mal so, wenn`s nach mir ginge, dann lieber heute als morgen. Mal sehen, die Zeit wird`s zeigen.
Somit bin ich jetzt erstmal für zwei Wochen offline, und ich hoffe, Klaas bastelt in der Zwischenzeit weiterhin an unserem Onlineshop, damit dieser dann irgendwann im Juli auch tatsächlich mal an den Start geht. Komisch ist jedenfalls, daß die Zeit im Moment noch schneller zu vergehen scheint als ”damals”, als ich bei BOARDSTEIN noch 16 Stunden-Tage hatte, aber da hat man in der Regel auch jeden Tag etwas geschafft und an der nächsten Ausgabe gebastelt, deswegen kam es einem wahrscheinlich nicht so vor. Ist wirklich komisch so ein Leben ohne Magazin und nur mit Webseite, wie gesagt, ich hab` mich noch nicht dran gewöhnt und will es irgendwie auch nicht…
Wir wünschen euch erstmal weiterhin einen schönen Sommer mit viel Sonne und Skateboarding, denn darum geht es doch eigentlich, oder!?
Liebe, Licht und Frieden,
euer BOARDSTEIN Team
Ach so, eins noch: Die neue Smoke Blow/Tackleberry Split-Single ist vor kurzem bei uns eingeflogen und kann sich wahrlich hören lassen. Es gibt jeweils zwei Songs der beiden Kieler Bands. Unsere Freunde von Smoke Blow machen auf der A-Seite den Anfang, und wem die letzte Scheibe zu poppig war, obwohl das gar nicht geht, weil das ein Hammer-Album ist, wird hier mal wieder mit krachigeren Sounds und ordentlich Kreischalarm bedient. Der erste Song ist leicht Stonerrock-Style, der zweite straight Punkrock, wie man ihn aus ‘German Angst’ Zeiten kennt. Tackleberry bieten dagegen ihren gewohnten Qualitäts-Hardcore, der voll nach vorne geht, wenn man es denn gerne laut und ungemütlich hat. Wie gesagt, wir können diese Scheibe nur empfehlen, einziges Manko: Viel zu kurz das Vergnügen. Ein Hoch auf die Vinyl-Kultur! Danke an Eike von Starkult dafür!

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