MEIN HUREN-MANIFEST

Aber hallo zusammen!

Tja, abermals muß ich mich “entschuldigen“, daß es jetzt wieder so lange gedauert hat mit meinem Rumgeblogge, ich war wie gesagt den letzten Monat über nicht nur halbwegs uninspiriert, sondern auch ausgesprochen faul, und konnte mich somit nicht so richtig motivieren, öffentlich belangslose Scheiße zu verzapfen. Zudem hatte ich dann doch auch ein paar Sachen, die schreibtischtechnisch einfach gemacht werden mußten, anderer Papierkram, Steuern und vor allem Versand bzw. Verteilung der frisch aus der Druckerei eingetroffenen BOARDSTEIN SONDERAUSGABE #2, aber dazu dann zum Schluß kurz nochmal. Seit letzten Donnerstag bin ich inzwischen schon wieder mit Concrete Flow auf Montage, und zwar in Laon, einem kleinen geographisch durchaus sehenswertem Städtchen eine gute Stunde nordöstlich von Paris. Ich kann mich nur wiederholen, aber das waren noch Zeiten, als es in meiner Branche sowas wie Winterpause gab, dafür hatten wir an meinem ersten Tag direkt mal 12° Grad.

Ankunft in Laon letzten Donnerstag, der Nebel vor der Sonne

Nach der schönen entspannten Zeit zu Hause, bei der es allerdings nicht besonders viel Sonnenlicht einzufangen gab (wenn es um Vier schon wieder dunkel ist, verträgt sich das nicht unbedingt mit Ausschlafen und so Sachen) und mensch dementsprechend auch nicht zu viel verpaßt hat, ist mein schlauer Plan jetzt, wo die Arbeit da ist, noch ein paar Wochen durchzubuckeln und dann lieber im Frühling ordentlich zu Hause locker zu machen, Reisepläne gibt es auch schon. Jedenfalls bin ich hier direkt wieder drin im Wahnsinn und dieser Trip fing auch wieder ganz hervorragend an, und genau darüber möchte ich euch jetzt kurz mal etwas ausführlicher berichten, wobei die eigentliche Geschichte dazu eher nur die Vorgeschichte ist…

Ich bin also letzten Mittwoch zwar nicht gerade übermäßig motiviert, aber doch guter Dinge für erneute fünf, sechs Wochen Bootcamp weit weg von der Heimat um 10.24 Uhr vom Hamburger Hauptbahnhof mit dem ICE nach Karlsruhe, wo ich eine halbe Stunde Aufenthalt haben sollte, um dann drei weitere Stunden weiter nach Paris und von da mit der Regionalbahn nochmal anderthalb nach Laon zu fahren. So weit so gut, allerdings haben wir es mit der Deutschen Bahn zu tun und nach jahrzehntelanger exzessiver Feldstudien kenne ich deren Tücken und Lücken mehr als zu genüge. So hatten wir wegen irgendwelcher Singnalstörungen bereits in Göttingen über eine Stunde Verspätung und ich ahnte schon mal wieder das Allerschlimmste…

So durfte ich dann zwei Stunden in Karlsruhe rumhängen, bis es mit einem TGV nach Paris Gare Est ging und ich dort um 20.40 Uhr den zehnminütigen Fußweg zum Gare Nord mit gut 40 Kilogramm Marschgepäck antrat, man sollte meinen, daß da noch ein späterer Zug nach Laon fahren würde. Wäre auch, allerdings ist der ausgefallen, denn – tata – Frankreich befindet sich zwar noch nicht im Ausnahmezustand, aber doch in einer Art ziemlich ernsten Generalstreiks. Und da wurde mir mal wieder bewußt, wie krass es eigentlich ist, daß wir in unseren deutschen Medien überhaupt nichts davon mitkriegen, daß es nebenan bei unseren Lieben Nachbarn in Frankreich bei den schon knapp zwei Jahre anhaltenden Protesten vom Volk gegen seine Regierung inzwischen reichlich Schwerverletzte und sogar Tote gab. Da hört man zu Hause ja mal so gar nichts von, wäre ja auch schlimm, wenn wir Deutschen auf einmal auf andere Gedanken kommen würden. Ich mein`, in Amiland gehen auch Menschen gegen ihren Führer auf die Straße, die sind nicht alle komplett stulle da drüben, aber meint ihr, darüber würde hier mal berichtet werden!? Vergeßt es! Diese Tatsache paßt aber in der Tat ganz gut zum Hauptthema dieses Blog-Eintrages, wie ihr später sehen werdet.

Naja, meine Wenigkeit hatte erstmal ein anderes, wenn auch nicht ganz so schwerwiegendes Problem, und zwar Hotelzimmer suchen. Das ist beileibe nicht das erste Mal, daß ich auf so einem Montagetrip irgendwo eine Nacht im Hotel verbleiben mußte, weil Die Bahn es mal wieder verzockt hat, auch in Paris war mir das schon mal passiert. Am schlimmsten dabei ist, daß ich, glaube ich, bisher erst einmal mein Geld dafür von der Bahn zurückbekommen habe. Es ist unglaublich, was die da alles so an versteckten Hintertürchen und Klauseln in ihren Formularen haben, mit denen die sich aus solchen Zahlungen rauswinden können, echt die Hölle! Da hat man den ganzen Streß und Alarm, wahrscheinlich auch noch Dienstausfall in irgendeiner Form, weil man dann ja in der Regel erst einen Tag später auf der Baustelle anreist, und dann kriegt man nicht mal das Geld fürs Hotelzimmer erstattet. Wie gesagt, ist eigentlich die Regel und um dagegen zu klagen o.Ä. und immer wieder Formulare und Briefe hin- und herzuschicken, ist meine Zeit und Muße meist zu knapp bis nicht vorhanden. Zu viel schlechte Energie, und Geld ist zwar wichtig zum Überleben, aber nicht das Wichtigste in Leben…

Mein schnuckeliges sauteures Hotelzimmer in Paris…

Ich hatte ja mal in einer alten BOARDSTEIN AUSGABE (fragt nicht welche, die Hefte liegen mal wieder weit weg zu Hause) in der Rubrik ‚Skater wie ich…‘ darüber geschrieben, wie sehr ich Die Bahn hasse. Den Text habe ich übrigens auch bei den meisten Stops auf meiner ’10 Jahre danach‘ Lesungstour im letzten Februar vorgelesen, nicht weil er so witzig, sondern weil er so traurig ist und auch 15 Jahre danach nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. Aber ja, ich beuge mich und bin oftmals einfach angewiesen auf Die Bahn, deswegen lasse ich sowas wohl auch immer wieder mit mir machen, ich bin halt letztendlich auch nur Hure des Systems.

Und um zumindest dann diese Vorgeschichte auch mal zu Ende zu bringen, das Ibis um die Ecke und ein anderes Hotel ebenso waren bereits ausgebucht – ich war scheinbar nicht der einzige, der an diesem Abend in Paris gestrandet war – so war mir dann beim dritten alles egal und ich hab` satte 100,- Euro für ein Doppelzimmer latzen müssen, die ich wie gesagt hundertprotzentig so nicht erstattet werde kriegen, wenn ich es überhaupt versuche. Das Hotel war dann auch ganz gemütlich, halt so ein altes kleines verschachteltes Pariser Hotel wie aus dem Bilderbuch. Dumm war dann nur, daß ich, obwohl ich eigentlich sehr müde war, partout nicht einschlafen konnte, u.a. weil sich dieser Blog-Eintrag schon vor meinem inneren Auge formulierte, sowie einige andere Sachen, die in den nächsten Monaten anstehen werden. Ich merkte richtig, wie sich nach den übertrieben chilligen letzten Wochen mein Hirn und Körper wieder auf Betriebsmodus stellten, und dann habe ich manchmal deratiges Kopfkino, daß ich einfach nicht einschlafen kann. Passiert mir mindestens einmal im Monat sowas, und wenn der Mond etwas damit zu tun hat, dann habe ich den Rhytmus dazu noch nicht verstanden…

Wäre es draußen nicht naß gewesen, wäre ich nachts nochmal zum Bahnhof gegangen, um endlich mal dieses schiefe Haus zu skaten, das da auf dem Vorplatz vom Gare Nord steht, denn das ist mal ein einzigartiger, aber dementsprechend auch schwer zu fahrender Spot (mein belgischer Landsmann Jarne Verbrueggen hat da schon Blindside Flip To Fakie über den Channel gemacht). Und der Spot ist nicht nur wegen seiner Beschaffenheit schwer zu skaten, sondern vor allem weil da tagaus tagein durchweg Betrieb herrscht und Menschen unterwegs sind, aber um zwei Uhr morgens hätte ich da vielleicht mal halbswegs meine Ruhe gehabt. Egal, ging nun mal aufgrund Feuchtigkeit nicht, und im Endeffekt bin ich dann nach einer Stunde Halbschlaf schon wieder wachgeklingelt worden und schleppte mich alten Sack mit meinem Pack rüber zum Bahnhof, um den Zug um 7.34 Uhr zu kriegen. Das war keinesfalls der erste an diesem Morgen, denn die vorherigen beiden waren auch wieder ausgefallen, was zum Glück gestern schon im Fahrkartenautomat bekanntgegeben worden war. Das wär noch das I-Tüpfelchen gewesen, abartig unausgeschlafen morgens um Sechs zwei Stunden am Bahnhof rumwarten. Nun denn, in Laon angekommen wurde ich freudig von Mikey und den Boys empfangen, und es ging auf zur Baustelle, wo ich dann erstmal mehr schlecht als recht vier Stunden in Quentin`s Auto gepennt habe, um halbwegs klarzukommen.

Das schiefe Haus am Gare du Nord, trocken morgens um 7.00 Uhr…

Das alles nun mal dazu, und somit kommen wir dann jetzt auch mal zur Hauptgeschichte dieses Blog-Eintrages, der nicht umsonst die Überschrift ‚Mein Huren-Manifest‘ trägt. Genau das ist nämlich ein sehr aufschlußreiches bis bewegendes Buch, das ich auf der Zugfahrt von Hamburg nach Paris an einem Stück durchgelesen habe, der Verspätung sei ausnahmsweise mal Dank, sonst hätte ich das nämlich nicht ganz geschafft. Und das ist immer richtig ätzend, wenn man am Zielbahnhof ankommt und es fehlen noch ein paar Seiten zum Ende des Buches, welches man auf der Fahrt gelesen hat. Ich hab` tatsächlich schon öfter irgendwo auf`m Bahnsteig hockend manch Buch zu Ende gelesen, obwohl ich eigentlich nur noch nach Hause wollte, aber so viel Zeit muß einfach sein, denn ich habe einen heiden Respekt vor Büchern, so auch vor diesem, das ich euch gleich näherbringen will/werde.

Jedenfalls hatte ich von Mikey gehört, daß wir während dieser Baustelle mal wieder in sogenannten ‚Cabins‘ auf dem örtlichen Campingplatz hausen würden, was im Sommer meist die beste Lösung ist, aber jetzt im Winter doch eher ungemütlich eintönig, Bootcamp eben. Richtig scheiße ist allerdings, daß es auf den französischen Campingplätzen wenn überhaupt oftmals nur ziemlich beschissenes Internet gibt. Früher konnte ich damit ja noch ganz gut leben, aber seit ich angefangen habe zu bloggen, macht mir diese Tatsache das Leben bekanntlich nicht einfacher (bin mal gespannt, wann ich das alles hier dann tatsächlich mal online stellen kann). Jedenfalls dachte ich dann am Hamburger Hauptbahnhof, wo ich im gutsortierten Pressefachhandel wie immer nach der neusten Thrasher Ausschau hielt (andere Skatemagazine gibt es ja leider nicht mehr, aber da gibt`s immerhin noch Thrasher), daß ich nur drei Bücher im Gepäck hatte und das für die nächsten fünf, sechs Wochen ohne Internet vielleicht ein bißchen wenig wäre. Man kann ja nach Feierabend nicht immer nur schreiben, sondern muß zwischendurch auch selbst mal was lesen.

Neue Thrasher gab`s nicht (war immer noch die Milton Ausgabe mit diesem Killer-Kickflip-Cover), und als ich dann bei den Autobiographien vorbei ging, dachte ich mir, such` dir schnell eine aus, mit Biographien von/über interessante Menschen kann mensch eigentlich nie etwas falsch machen. Ich fand dann auch sehr schnell die richtige, nämlich von Otto Waalkes, den ich ja regelrecht vergöttere (dazu schreib` ich hier demnächst ganz sicher auch noch was, ich hab` schon angefangen zu lesen und das Buch ist wie zu erwarten köstlich). Zufrieden mit meiner Wahl drehte ich mich zum Gehen um und stand auf einmal vor der Erotik-Ecke, und erotische Literatur tangiert mich seit jeher eher periphär, aber was mich schon immer fasziniert und angezogen hat, ist so Sachliteratur über die vielfältigen “Schattenwelten“ der Erotik, Autobiographien von Prostituierten oder PornodarstellerInnen zum Beispiel.

So stieß ich in der obersten linken Ecke dann auf ‚Mein Huren-Manifest‘ von Undine de Rivière mit dieser wunderschönen Frau auf dem Cover, auch wenn ich nicht so der Fan von Lippenstift bin, aber das gehört hier wohl vor allem auch zur Berufskleidung. Gut, das also auch noch mitgenommen und direkt im Zug angefangen zu lesen und wie gesagt gut zehn Stunden später in Paris die letzte Seite umgeblättert. Ich muß gestehen, ich hatte etwas ganz anderes erwartet, nämlich daß eine, ich sag` mal, langjährige Edelhure ein bißchen aus dem Bettkästchen plaudert und mir dabei verdeutlicht bis bestätigt, wie “verdorben“ doch manche Menschen sind und vor allem wie daneben sich Männer manchmal verhalten. Ich wollte doch mal wieder ein bißchen was aus einer Welt erfahren, von der ich aus meinen spärlichen eigenen Erlebnissen letztendlich viel zu wenig weiß, und das erfuhr ich dann auch, aber mit einem ganz anderen Ansatz, der mich allerdings nicht weniger gefesselt hat, wie es scheint.

Gefesselt, hihi, Undine`s Hauparbeitsfeld BDSM liegt mir dabei sowas von fern, denn Schmerzen kriegt man ja beim Skaten genug und auf der Baustelle tut`s auch oft mal weh, vor allem wenn man so ein Hauruck-Typ ist wie ich, und wenn mir diesbezüglich mal ganz langweilig wird, muß vielleicht mal wieder ein neues Tattoo ran. Aber wenn eine solch interessante Frau über ihr Leben und ihre Gedanken schreibt, interessiert mich das auf jeden Fall brennend (das Buch kam einfach zu mir, wie auch Menschen, Musik und was weiß ich noch was alles einfach zu einem kommen, mein ganzes Leben basiert auf solch “zufälligen“ Begegnungen und Erfahrungen. Nennt es ‚Go with the flow‘, I would agree on that…).

Und nicht daß es mich etwa überrascht hat, daß es intelligente Prostituierte gibt, ganz im Gegenteil bestätigte sich mir auf diesem Sektor ein lange gehegter Verdacht, nämlich daß die meisten Frauen in dieser Branche mindestens genauso schlau sind, wie sie schön sind, von ausgeprägter Charakterstärke mal ganz abgesehen. Jedenfalls ist die Autorin, die als Bizarrlady Undine auch eine eigene Webseite hat, nicht nur schon ein Vierteljahrhundert selbst als Sexarbeiterin in sämtlichen Sparten unterwegs (gewesen) und dementsprechend mit allen Wassern gewaschen, nein, sie hat auch ein Physik-Diplom und nicht nur einen hübschen, sondern auch ausgesprochen klugen und sehr sympathischen Kopf auf den zierlichen Schultern. Und mit dem setzt sie sich schon lange sehr engagiert für ihre Rechte als Sexarbeiterin und für bessere bzw. gerechte Arbeistbedingungen für sich und ihre KollegenInnen ein. Im ersten Drittel des 272 Seiten starken Buches wird einem so dann kurz ihr persönlicher Werdegang sowie das ganze Gewerbe an sich und dessen Vielfalt nähergebracht, aus ihrer persönlichen, aber auch aus Sicht von Anbietern und Anbieterinnen sowie Kunden und Kundinnen.

Danach wird es tatsächlich lektüremäßig eher trocken, aber inhaltlich eigentlich erst richtig interessant, denn mensch erfährt Insider-Wissen über ein Gewerbe, das so selbstverständlich wie “tabu“ scheint, obwohl es gemeinhin als das älteste Gewerbe der Welt bekannt ist, und wahrscheinlich wird es keine Bezeichnung jemals besser treffen. Aber wußtest ihr, wie schwer es eigentlich ist, hierzulande als SexarbeiterIn/ SexdienstleisterIn zu arbeiten oder Etablissements zu betreiben, die dem Akt an sich überhaupt erst gerecht werden? Ahnt dazu mal folgende Zeilen von einer Frau, die es nicht nur wissen muß, sondern auch weiß. Und das Schöne an diesem Buch ist, daß, so sachlich es auch gehalten ist, die Autorin an ausreichend Stellen ihre trockene damenhafte Kodderschnauze durchklingen läßt, wie sie wahrscheinlich nur Bizarr-Ladys mit Hamburg als langjährige Wahlheimat drauf haben:

„Schon jetzt gibt es kaum ein Thema, bei dem eine solche rechtliche Zersplitterung herrscht wie bei der Sexarbeit. Daß manche Dinge von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt werden, ist man ja gewohnt, doch was wir als SexdienstleisterInnen bereits seit Langem erfahren, ist eine Fülle von Einzelentscheidungen, die je nach Bauplan von Straßenzug zu Straßenzug oder beeinflußt von den moralischen Befindlichkeiten einzelner Beamter und Sachbearbeiter völlig unterschiedlich ausfallen können, da es an verbindlichen Durchführungsverordnungen mangelt. Neben den offiziellen Gesetzen herrschen jede Menge ortsunabhängige Duldungspraktiken und Grauzonen. Viele Betriebe nehmen zum Beispiel “freiwillig“ an Pauschal- und Sonderbesteuerungsmaßnahmen teil, die jeder Rechtsgrundlage entbehren. Oder sie leiten die Ausweiskopien aller Mieterinnen pro-aktiv an die Polizei weiter, um ständigen betriebsstörenden Razzien und Kontrollen zu entgehen. Eine solche Sonderbehandlung gibt es für keinen anderen Ort. ‚Jede Pommesbude braucht eine Konzession, aber ein Bordell kann man einfach so aufmachen‘ – wer diese Stammtischparole für wahr hält, möge sich die einzelnen Paragraphen bitte einmal durchlesen und dann mit dem Gaststättenrecht vergleichen. Im Sinne einer vollständigen Entkriminalisierung müßten all diese Sondergesetze gestrichen werden.“

Zu Wort kommt genau bei dieser Thematik auch ein gewisser Klaus, der mit seiner moldawischen Lebensgefährtin versucht (hat), in Bremen so eine Art kleines privat betriebenes Bordell mit sechs Arbeitszimmen für wechselnde Frauen zu betreiben, und er bringt Folgendes gut auf den Punkt: „Sexarbeit ist ein Witschaftszweig, in dem eine Leistung erbracht wird, so wie auch Altenpflege, Service in der Gastronomie oder Spargelstechen. Wie in allen anderen Berufen benötigt man bestimmte Fähigkeiten dafür und eine bestimmte Ausstattung des Arbeitsplatzes… Es wäre schön, wenn die Sexarbeiterin auf der Straße mit einem genauso freundlichen ‚Guten Tag‘ begrüßt werden könnte wie der Nachbar, der vor dem Haus steht, oder der Bäcker an der Ecke… Im Grunde ist der Tenor: Ihr seid unmündige Opfer von Armut. Bitte bleibt es auch. Befreit euch nicht durch Sexarbeit aus diesem unverschuldeten Elend. Das stört unser christlich-mittelschichtiges Verständnis von Menschenwürde. Eure Armut nicht. Ihr dient – bitte bleibt in euren Ländern – im globalen Wettbewerb um die perfekte Ausbeutung als unsere Werkbank und industrielle Reservearmee – Spargelstechen sei euch, temporär und mit Werkvertrag, erlaubt. Bleibt uns mit eurem Elend fern und transferiert nicht euer sexerarbeitetes Einkommen in andere Volkswirtschaften, das gehört uns.“

Hier spielt Klaus natürlich vor allem auf die Tatsache an, daß ein Großteil der SexdienstleisterInnen hierzulande heutzutage aus Osteuropa kommt. Aber es geht “munter“ weiter, und weil ich so wenig Ahnung von der ganzen Thematik habe und Undine ganz viel, zitiere ich einfach noch mehr fröhlich aus meinen abgetippten Notizen, hier nochmal Undine selbst: „Solange wir durch zahlreiche Sonderbestimmungen im Straf-, Ordnungs,- Polizei- und Ausländerecht immer noch rechtlich diskriminiert werden, solange uns die Gleichbehandlung mit anderen Berufsgruppen verweigert wird und ‚Hure‘ ein Schimpfwort ist, solange nehmen wir vollkommen zu Recht den Schutz der Anonymität für uns in Anspruch. Dieser Schutz wird uns nun durch eine behördliche Registrierungspflicht genommen, die weit über alles hinausgeht, was mittels des normalen Gewerberechts möglich wäre. Im Gegenzug nimmt Vater Staat uns und unsere Daten sanft in seine Obhut. Nur um das klarzustellen: Es geht weder um eine Meldepflicht in Bezug auf den Wohnsitz noch um eine Pflicht zur steuerlichen Erfassung, die gelten selbstverständlich ohnehin auch für SexdienstleisterInnen. Es geht auch nicht um eine Gewerbeanmeldung, denn Sexarbeit ist nicht als Gewerbe anerkannt (Gewerbesteuer müssen wir zusätzlich zur Umsatz- und Einkommensteuer trotzdem zahlen). Ihrem Wesen nach ist  Sexarbeit als ‚höchstpersönliche Dienstleistung‘ auch kein Gewerbe , sondern vielmehr ein freier Beruf wie der des Therapeuten oder Künstlers. Doch auch die Anerkennung als Freiberuf im Gewerbe-, Steuer- und Baurecht verwehrt man uns. Sexarbeit wird steurlich als ‚Sonstige Einnahmen‘ verbucht. Und statt unserem Wirtschaftszweig endlich in das bestehende Rechtssystem zu integrieren und so einen weiteren Schritt in Richtung rechtlicher Anerkennung zu gehen, wird neues Sonderrecht geschaffen.“

Liest sich schrecklich, oder!? Ist es für die Betroffenen wohl auch, und ich mein`, wir alle – zumindest die Menschen, die diesen Blog lesen – wissen/sollten wissen, daß Deutschland ganz groß darin ist, sich selbst tot zu bürokratisieren und in der Tat in den meisten Behören die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut, und in allen Bereichen dermaßen nach Willkür entschieden wird, daß es spätestens deswegen in der Tat Zeit ist, diesem ganzen Wahnsinn (vielleicht wie die Franzosen) mal entgegenzutreten und auf die Straße zu gehen. Aber wenige von uns sind davon dermaßen betroffen wie unsere lieben Huren, Nutten und Prostituierte, die auch einfach nur einer ehrlichen Arbeit nachgehen wollen, und eine ehrlichere Arbeit als dieses Business gibt es wahrscheinlich gar nicht. Die Autorin kann die gänzliche Problematik und ihr dem entgegengesetztes Engagement an dieser Stelle mal wieder viel besser als ich mit Tatsachenberichten unterstreichen, sagte ich schon, daß diese Frau weiß, wovon sie redet!?

„Da saß ich nun im Bundestagsgebäude in einem kleinen Tagungsaal und beobachte die Anhörung von oben aus der Zuschauergalerie. Am besten im Gedächtnis geblieben ist mir die Rede von Schwester Lea Ackermann, Gründerin von SOLWODI, einem katholischen Verein, der sich für ein Verbot der Sexarbeit einsetzt. Vor sich einen Stapel ihrer Bücher, die sie immer wieder wie auf dem Fischmarkt anpries, schilderte sie in blühenden Farben Szenen der Gewalt an ‚Frauen und Mädchen‘ und erklärte: ‚Sexarbeit ist Drecksarbeit‘. Zuvor hatte ich noch keine Vertreterin der Rettungsindustrie live erlebt, und es verschlug mir fast die Sprache. Diese Frau sprach nach meiner Kollegin Stephanie, die viel über sich und ihre Arbeit erzählt hatte, und erklärte mit bitterernster Mine, sie sei „noch nie einer Frau begegnet, die so was freiwillig macht“. Die Zuschauergalerie brach in wildes Winken aus – leider mußten wir still sein dort oben, sonst hätten wir die Schwester ausgepfiffen. Wie viel Realitätsverlust ist eigentlich nötig, um solche Reden zu halten? Um die Lebenswirklichkeit von Menschen zu ignorieren, die ihr direkt gegenüber sitzen?“

Das ist ja auch noch so ein Thema, nämlich daß diese Schwestern, also alle Sexdienstleisterinnen weltweit, immer und überall als Opfer dargestellt werden, Opfer von was auch immer. Dementsprechend finde ich den Begriff ‚Rettungsindustrie‘ auch ganz passend, mit dem die Menschen gemeint sind, hauptsächlich natürlich Frauen, die sich zur Aufgabe gemacht haben, Prostitution zu verbieten und alle SexarbeiterInnen aus ihrem Elend zu befreien. Ich mein`, ist es im Jahre 2020 so schwer zu begreifen, daß es tatsächlich Frauen gibt – und scheinbar ist es der Großteil genau dieser – die den Job als Sexdienstleisterin mit genauso viel Liebe und Leidenschaft ausleben wie… ja, wie was denn genau? Wer von euch/uns hat denn einen Job, der ihn wirklich ausfüllt, glücklich macht und selbst bestätigt? Ja, wer denn!? Und wer von uns/euch verdient Geld vor allem aus dem Grund, weil es eben sein muß, wenn man sich und eventuell seinen Lieben überhaupt ein (modernes) Leben ermöglichen möchte? Dazu vielleicht noch eine prägnante Textpassage, jetzt gleich im nächsten Absatz!

„Selbst die Unterteilung der Erotikbranche in gesellschaftlich akzeptable Sexarbeit, die geleistet wird von Sexworkern, die sich darin selbst verwirklichen, und Sexarbeit, die in erster Linie aus wirtschaftlichen Gründen geleistet wird, ist nicht besonders hilfreich. Wäre die Liebe zum eigenen Job eine Voraussetzung für Arbeitsrechte, hätten die meisten Callcenter-MitarbeiterInnen ein Problem. Für keinen anderen Beruf außer der Sexarbeit werden solche Maßstäbe angesetzt, wird Selbstbestimmung nicht von Selbstverwirklichung unterschieden. Übrigens können auch Menschen, die ihren Job lieben, von Ausbeutung betroffen sein. Und umgekehrt haben Betroffene von Ausbeutung nicht grundsätzlich keine Wahl oder Handlungsmacht…“

Da war/bin ich doch ein bißchen erleichtert nach dem Lesen dieses Buches, denn ich hab` mir schon immer gedacht, daß die meisten SexarbeiterInnen ihren Job tatsächlich freiwillig tun und diese ganzen Geschichten von Menschenhandel und Zwangsprostitution vielleicht vereinzelt vorkommen mögen, aber ganz sicher nicht die Regel sind. Denn man braucht in dieser Branche wohl vor allem ein ausgeprägtes Selbstbewußtsein, so wie ein gute Portion Mut, Kraft, Kreativität und Organisationstalent, gerade wenn man seinem Beruf weit fern von der Heimat in einem fremden Land nachgeht. Es gibt halt immer zwei Seiten der Medaille, wie auch Undine`s Kollegin Marleen sehr genau weiß: „Während davon gesprochen wird, daß Männer das Privileg haben, sich “Frauen kaufen zu können“, wird dabei gerne übersehen, daß Frauen auf der anderen Seite das einseitige Privileg haben, damit anständig Geld zu verdienen. Die Möglichkeit, sexuelle Befriedigung wie jede andere Wellness-Dienstleistung in Anspruch nehmen zu können, sollte eben kein männliches Privileg sein. Könnten Männer, die als Sexdienstleister arbeiten wollen, sich entsprechend in ihren Liebhaberqualitäten schulen lassen – wie es bereits im Tantrabereich zunehmend geschieht – dann könnte es auch mehr qualifizierte Angebote für Frauen geben. Ein Diskurs, der nicht ständig sprachlich versucht, die Realitäten zu verzerren, ist mehr als nur dringend nötig.“

Ich mein`, vergleichbar ist Prostitution sicherlich irgendwie mit der Pornobranche, von der ich bedingt durch jahrzehntelangen Konsum deutlich mehr verstehe. Aber wer mir erzählen will, daß heutzutage PornodarstellerInnen ihren Job nicht machen, weil er ihnen unheimlich Spaß macht, der/die hat noch nie echte Fleischeslust gesehen und/oder erlebt. Und ja, ich denke tatsächlich, davon verstehen die meisten Menschen in der Tat viel zu wenig und Verklemmtheit jeder Art hat noch nie nix geholfen (und macht auch überhaupt keinen Spaß). Lassen wir dazu mal Hannah zu Wort kommen, eine 42-jährige ungarische Kollegin von Undine: „Ich will mich als Frau in meiner Haut wohlfühlen und meine Weiblichkeit mit Würde und Stolz tragen, nicht mit verstecktem Körper und zusammengebissenen Zähnen umherlaufen. Und nein, das bedeutet nicht, daß ich meinen Busen auspacken muß, um etwas zu erreichen. Als Sexarbeiterin ziehe ich persönlich aus meinem Beruf deutlich mehr als ein Einkommen. Nicht zuletzt die Anerkennung, die ich von meinen Gästen erfahre, hat mir dabei geholfen, mich als wertvollen Menschen zu begreifen, und mein Selbstbewußtsein gründlich aufpoliert. Meiner Meinung nach haben uns die sogenannten Feministinnen viel mehr geschadet als geholfen, aber ich denke, das kapieren sie immer noch nicht, selbst nach dreißig oder vierzig Jahren. Bei vielen von denen vermisse ich einfach die Weiblichkeit und den Stolz und Genuß daran, Frau zu sein. Als müßten wir es bedauern, daß wir kein Mann oder wenigstens lesbisch sind. Schade. Ohne meine Arbeit wäre mein Leben viel ärmer und grauer.“

Das trifft ziemlich genau meine Grundgedanken zu den unzähligen krampfhaft unheilbaren PC-Bitches (und Pimps) in den meisten deutschen autonomen Jugendzentren u.Ä., wo mensch sich immer fragt, wie die sich denn überhaupt so schnell und zahlreich vermehren können. ‚PC‘ steht hier natürlich für ‚politisch korrekt‘, was leider in den meisten Fällen eher als ‚erzkonservativ‘ und überhaupt nicht anarchisch übersetzt werden müßte. Und das hat meiner Meinung nach überhaupt nichts mit Feminismus zu tun, denn mir fehlt dabei ganz einfach das Feminine und stattdessen gibt es zu viel Tatsachenverleumnung (ja, Männer und Frauen haben nicht nur verschiedene Körper, sondern auch verschiedenen Gehirne, begreift es bitte endlich!). Deswegen finde ich es auch passend, daß Alice Schwarzer an anderer Stelle im Buch ihr Fett abbekommt, und daß obwohl Undine in ihrer Jugend als selbstbewußte junge Frau immer brav Emma gelesen hat.

Um dann langsam mal zum Schluß zu kommen, kann ich mich nur wiederholen, daß mir dieses Buch echt weitergeholfen hat, gewisse Menschen und den alltäglichen Wahnsinn, der in einem System und einer Gesellschaft wie unserer damit einher geht, mal wieder ein Stückchen besser zu verstehen, vor allem weil mir die Problematik als solche überhaupt nicht wirklich bewußt war. Und dazu sollte mensch vielleicht bedenken, daß es nicht wenige Länder auf diesem Planeten gibt, in denen Prostitution gänzlich verboten ist, sogar bei unseren Nachbarn hier in Frankreich, wo die Franzosen doch so für ihre Leidenschaft bekannt sind. Letztendlich muß ich sagen, gehört dieses Buch in einer gutsortierten Buchhandlung eindeutig eher ins Politik-Regal und nicht in die Erotik-Ecke, ich denke, da würden dann noch mehr Menschen drauf stoßen, die wie ich höchstens einen blassen Schimmer davon haben, was sich in der Welt der Sexdienstleistungen nicht hinter zugezogenen Gardinen, sondern hinter den Kulissen, so abspielt. Und ich will euch jetzt nicht Undine`s eigenes Fazit aus diesem Buch vorwegnehmen, mache es aber trotzdem, weil sie mir damit aus der Seele spricht, denn so in etwa habe ich Prostitution schon immer, also auch vor der Lektüre ihres Buches, gesehen und eingeordnet. Wie gesagt, wir reden hier vom ältesten Gewerbe der Welt, und witzig war, als ich mich hier beim Blog-Tippen mit meinem Kollegen Woecher darüber unterhielt und er meinte: „That`s the three things that will always be there as long as there`re humans: Weapons, drugs and hookers…“ Voilá!

„Von entscheindender Wichtigkeit ist bei allen politischen Maßnahmen des Bestreben, Menschen in der Sexarbeit ernst zu nehmen und ihre Bedürfnisse anzuhören, statt sie von oben herab zu bevormunden. Die vorbehaltlose Anerkennung von Sexarbeit als legitime Berufswahl und der Abbau von Stigmatisierung und Diskriminierung sind die Grundlage für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von SexarbeiterInnen. Es wird Zeit, daß unser Beitrag zur sexuellen und emotionalen Gesundheit unserer Kunden und damit zum Wohl der Gesellschaft als Care-Arbeit gewürdigt wird (und ‚Sexarbeit‘ und Artverwandte als Wort nicht von der Rechtschreibekorrektur beanstandet werden – Anm. d. Bloggers). Wenn ein Mensch, der sich für einen beliebigen Arbeistplatz bewirbt, ohne Bedenken in seinem Lebenslauf angeben kann, zuvor als SexarbeiterIn freiberuflich oder angestellt tätig gewesen zu sein, halte ich unser Ziel für erreicht.“

Es gehört wirklich was dazu, so ein Buch zu schreiben, denn sowas schreibt mensch nicht aus Vergnügen, sondern weil es niemand anderes macht und es einfach raus muß. Ich hab` dafür jedenfalls nichts anderes als Respekt und bin froh, daß ich durch die Lektüre Inspiration zu einer Blog-Thematik bekommen habe, die so hier wahrscheinlich niemand erwarten würde. Aber so war er ja schon immer, der BOARDSTEIN und so möchte ich mit einem letzten passenden Zitat von Undine diese Buchrezension abschließen: „Menschen fühlen sich zu selbstbewußten, entspannten Persönlichkeiten hingezogen.“ Dabei stimme ich dir zu, liebe Undine, du darfst dabei aber nicht vergessen, daß viele Menschen durch selbstbewußte Entspanntheit auch abgestoßen werden, andere wiederum sind einfach nur neidisch…

Ja, nach so langer Funkstille meinerseits auf diesem Kanal, will ich es dann hierbei erstmal belassen. Ich bin jetzt wie gesagt noch gut fünf Wochen hier unten und werde rein Jahrszeit bedingt definitiv wieder mehr Zeit haben, mich hier regelmäßig mit dem neusten Erlebnisberichten und Gedankenwirrwarr zu melden. Ich war nach dem Fertigstellen der BOARDSTEIN SONDERAUSGABE #2 kreativ auch einfach ein bißchen ausgelaugt, wie ich es nach so einem Großprojekt eigentlich immer bin. Jedenfalls hatte das ganz sicher auch damit zu tun, daß die letzten sechs Wochen sehr Blog-arm abliefen, aber wenn ihr bis hier her gelesen habt, habt ihr es ja scheinbar irgendwie überlebt, auch ohne mich. Wie gesagt, ich bin hochinspiriert und hab` schon diverse Blog-Einträge in Planung, aber wie ihr generell an der Länge und Ausführlichkeit meines Geschreibsels sehen könnt, ist das auch manchmal nicht so einfach mal runter getippt, gerade wenn ich mich thematisch mal aus meiner kleinen großen Skateboardwelt herausbegebe und wie in diesem Fall gänzliches Neuland betrete. Dafür sind meine eigenen Ansprüche wohl zu hoch, aber nur so will ich es haben, wir sind hier schließlich nicht bei Instagram, sondern bei BOARDSTEIN.COM!

Und wo wir schon bei der Sonderausgabe sind und dem Hangover danach, das Ding ist wirklich super geworden und ich bin echt stolz auf mich und dankbar an Kollege Achim, der die hundert Seiten Layout-technisch ganz hervorragend umgesetzt hat (ganz am Ende dieses Schriebs seht ihr dazu nochmal ein paar handgemachte Screenshots!). Also es gibt noch einige Exemplare, 15,- Euro plus Adresse über Paypal an und ihr könnt eure BOARDSTEIN Sammlung verkomplettieren! Und ey, ich weiß, 15,- Euro ist viel Geld, aber ich will mich daran nicht bereichern, sondern die Kohle geht direkt wieder in die Betonkasse, denn scheinbar sind wir dann doch noch nicht fertig mit unserem Skatepark in Glücksburg. Dazu gibt es überhaupt noch eine ganz ganz große Katze, aber die und noch ein paar andere kleinere lasse ich, glaube ich, lieber erst nächstes oder übernächstes Mal aus dem Sack, wenn alles in trockenen Tüchern ist. Zumindest scheint es in diesem Moment so, als würde ich den Sommer über hauptsächlich in meiner Heimat betonieren, und zwar teilweise direkt vor meiner Haustür. Aber ja, dazu dann mehr in baldiger Bälde, jetzt muß ich mich erstmal kümmern, wie ich hier auf diesem menschenleeren Campingplatz irgendwo in der Pampa nach Feierabend an brauchbares Internet rankomme. Das wird in der Tat das Hauptproblem, ich hoffe, beim nächsten Mal gibt es dann auch wieder mehr Bilder zu sehen. Ich muß mir mal so`n portablen Pre-Paid-Router oder sowas besorgen, das ist ja echt kein Zustand mit meiner technischen Ignoranz, so als Blogger von Welt (Woecher hat natürlich gleich als erstes rausgefunden, daß sich diese Seite natürlich per Mausklick in jede erdenkliche Sprache übersetzen läßt, und ich hab` das mal gecheckt, so schlecht ist die Übersetzung gar nicht, also das eröffnet ja völlig neue Welten irgendwie…).

Wir hören und sehen demnächst, ick meld mir bald wieder, versprochen!

Soweit mit Halleluja dabei,,

Arne (Montag 20.1.2020 ca. 20.40 Uhr)

 

 

 

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