HISTORY-BOX TATTOO-SCHEISSE

Huhu und so! Jaa, hatte ich letzte Woche irgendwowie was von nicht immer Internet haben oder so erzählt – wenn nicht geradezu vorgewarnt!? So von wegen manchmal auf Montage is` nich immer so dolle mit Internet!? Also willkommen in der Wirklichkeit, ich kann ja damit Leben, aber ihr auch? Im Gegensatz zu den meisten bin ich jedenfalls Donnerstag in Seignosse angekommen (alle Surfer so ‚Ahhh‘), das ist in Südfrankreich, 20 Minuten nördlich von Hossegor und Biarritz und dem ganzen Scheiß und einer der wenigen Surf-Hotspots Europas. Nun ich kann mich ziemlich glücklich schätzen, hier direkt am Haupteingangsweg rechts neben den Dünen einen ziemlich geilen Flow-Bowl-Snakerun mitbauen zu dürfen, mehr dazu dann näxtes Mal, nä!?

Wir wohnen hier also gerade in einem der Condos, wo andere Urlaub machen, und skaten morgens zur Arbeit quasi, manchmal kann man es auch nicht besser treffen. Heute waren 31° Grad, ist dann auf Baustelle so ganz ohne Schatten fast schon ein bißchen viel, aber lassen wir das, dafür hat das Wasser noch 20°. Und bevor ich wieder ins Schwärmen komme, so wie`s aussieht, werde ich hier noch ein paar Wochen malochen und wie eingangs schon erwähnt, Internet ist hier nicht im Condo. Muß ich improvisieren, also erwartet nicht zuuu viel von mir, denn Genießen und so ist mir irgendwie wichtiger als Bloggen… (Arbeiten zum Geld verdienen zum über den Winter kommen übrigens auch)

Kommen wir somit zu meinem nächsten, dem heiligen dritten, Blog-Eintrag: Bevor ich mich auf meinen mehr oder weniger zweitätigen Trip down south mit Bus und Bahn und Mikey begab, machte ich einen kurzen Zwischenstop in Hamburg, um wieder etwas Farbe in mein Leben zu bringen, ich liebe meine Ex-Wahlheimat immer noch sehr und werde das immer tun. Aber es ging auch mal wieder und nochmal zu meiner alten Freundin Carmen, seit ein paar Jahren die Tätowiererin meiner Wahl im Studio/Atelier Hafenfarben (www.hafenfarben.de). Die hatte in letzter Zeit schon ein bißchen im Oberschenkelbereich rumgewerkelt (ich mach` ja immer nur so kleine Sachen), und irgendwie fehlte noch mehr Farbe da (ich bin ja mehr so der Schwarz/Simpel-Typ) und so lag ich dann wieder da nieder und bereit für Schmerz.

Das Photo erklärt meine Situation, meine Knie sind nicht mehr die besten und das verdanke ich Skateboarding (wie alles andere auch), und ich steh` auf gute Logos, vor allem auf solche, mit denen ich die mitunter besten Zeiten meines Lebens verbinde. Somit fangen wir mal unten rechts an (von euch aus gesehen!), denn damit ging es an den Knien los, und ich muß dazu sagen, daß die Knie logischerweise nicht die angenehmste Stelle zum tätowiert werden sind, denn das komplizierteste Gelenk unseres Körpers hat natürlich auch reichlich Nerven vorzuweisen. Dann wiederum ist die Haut auf den Knien eine der dicksten auf unserem schäbigen Affenabbild und dementsprechend muß da so`n bißchen gehackt und zweimal zugestochen werden, egal…

Also rechts unten, A1-Meats, kennen die wenigsten wahrscheinlich. Das ist eine alte Wheel-Company aus dem Hause Tracker Trucks – deren Video ‚Dancing In The Dirt‘ mich nicht nur zu NOFX`s Album ‚Ribbed‘ gebracht hat, bis heute eine meine All Time Favourite Scheiben, wie der Ami sagen würde – sondern welches auch Pros in sich hatte, die zu den angesagtesten ihrer Zeit gehörten (und Ams, die danach ganz schnell ganz ganz groß wurden, youtubed euch bitte einen!). Über alles gab es mal eine ‚History Box‘ in irgendeiner BOARDSTEIN AUSGABE, würde ich jetzt zu Hause am Schreibtisch sitzen und nicht nackt auf irgendeiner Terasse in Seignosse, Südfrankreich, könnte ich sogar für euch recherchieren in welcher.

Das A1-Meats Tattoo ist von Rebel Röcker Xandi Fromm aus Konstanz gestochen, und es war sein erstes (er hing gerade mal ein Jahr oder so an der Nadel), daß er Guerillia-Style außerhalb eines Studios durchzog, und zwar in meinem Schlafzimmer im legendären BOARDSTEIN KELLER. Ich erinnere mich, Waldemar, der auch gerade in die Branche eingestiegen war, kam sogar vorbei, um ein bißchen zu zugucken (Gruß auch an dieser Stelle!). Das ist alles lange her, da war sowas noch nicht so normal, also alles super crazy und super duper. Und Xandi, der nicht nur Profi in allem ist, was er anfaßt, sondern zudem auch noch talentiert, lieferte einen super Job ab und ich kann sagen, das ist bis heute wahrscheinlich das beste Tattoo, das ich habe, er hat dann nicht allzu später auch Karriere beim Konstanzer Nadelwerk gemacht.

Da gibt`s eigentlich kurz auch noch `ne geile Story zu, denn als ich Jahre später nach BOARDSTEIN mal in Hamburg-Wilhelmsburg bei Minus-Matt`s Frau Ulli auf einen Termin wartete, blätterte ich so ein paar Magazine durch und fand in einem ein Portrait übers Nadelwerk, wo ich Xandi wieder vorfand (Xandi, ließt du eigentlich Blogs? This Absatz`s for you!). Ja, die Welt ist schon klein und Magazine immer noch geil… Anyhow, Xandi meinte schon damals, daß es Sinn machen würde, die beiden Hackebeile vom A1-Meats Logo ein bißchen größer zu ziehen, weil das besser zum Knie passen würde, womit er mal locker 110% Recht hatte, so gesehen ist es nicht ganz das Original-Logo, aber dafür umso kniegeschmeidiger, weil Xandi eben the Män ist. Dazu hatte ich mir dann von ihm noch schnell ‚Gimme Danger‘ auf die Kniescheibe (da, wo`s richtig weh tut) dazu stechen lassen, eine Hommage an einen meinen All Time Favourite Lieblingsskater Alan Petersen, der hat das groß auf seinem Rücken stehen. Und gimme danger, weil wie mein Gesamtkörper an sich ist mein linkes Knie genauso im Arsch wie mein rechtes, beide gehen komsicherweise aber noch.

Apropos rechtes Knie: Ich als Spät-`80er weiß natürlich noch, was für eine geniale Firma Skull Skates aus Vancouver, Kanada, damals war und heute noch ist, einfach nur Punkrock from the finest for life and for real und das Logo war schon immer Kult in unserer Branche. Ich bin damals in den frühen `90er, als Boards mehr Streichhölzer waren und bei jedem zweiten Fliptrick durchbrachen, sogar mal zwei Skull Skates Boards gefahren, weil die bei Spot Sport in Flensburg für 60,- DM(!!!) über den Tisch gingen, anstatt 120,- für den neusten Scheiß, und ich einfach nur was zum Skaten brauchte. Das eine war ein Logo-Board und das danach das wahrscheinlich einzige Pro-Model, welches ein Pro namens Ray Hoover jemals sein eigen nennen konnte. Die hatten beide ein Concave, das hieß Tub-Tech, und war einer Badewanne tatsächlich sehr ähnlich, komplett mit Square Tail, das dann bei beiden auch schnell abbrach, aber ich hab` 360° Flips auf den Dingern gemacht, Pressure Flips konnte ich leider nie…

Skull Skates also kultiger als Kult und somit rauf auf die Haxen! Gemacht hat das meine liebe Freundin Elena anno dazumal in ihrer Tattoo-Kajüte (www.tattoo-kajuete.de) in Flensburg, sie hat`s bei einer späteren Gelegenheit sogar nochmal nachgestochen. Der Schädel ist trotzdem immer noch ein bißchen blaß, aber meine Knie haben auch Elefantenhaut, ich bin da nicht nur oft raufgefallen, sondern war eh immer eher schon auf der proletarischen Seite des Lebens anzusiedeln, soll heißen am Knechten, gerade im Betonskateparkbau. Das ist also quasi bewegliche Hornhaut und der Schädel könnte natürlich mal wieder nachgestochen werden, das würde aber hinterher keinen großen Unterschied machen außer vorher Aua. Das Überbein, weswegen der Schädel diesen geilen 3D-Effekt hat, kam eigentlich erst später, ich weiß gar nicht genau wovon oder woher, aber auf einmal wurde ich ständig drauf angesprochen, wie geil das denn aussehen würde, und ich so ‚Stimmt, da ist jetzt ein Überbein‘:..

Der Spruch ‚Don`t stop me now‘ da drunter paßte irgendwie herzallerliebst damals. Nach ein paar Jahren des Selbstzweifels war ich mir sicher, daß ich doch nicht ganz so scheiße bin, und ich fand das Lied von Queen schon immer super, und hab` hinterher überlegt, ob ich mir den Rest vom Refrain nicht nochmal da drunter stechen lassen sollte: ‚Don`t stop me know, I`m having such a good time, I`m having a ball. Don`t stop me now, if you wanna have a good time, gimme a call’… Naja, hab` ich bis jetzt noch nicht gemacht, aber so viel zum rechten Knie, da geht theoretisch noch einiges…

Nun begab es sich aber, daß ich anfing, den Sex-Appeal von Oberschenkel-Tattoos für mich wahrzunehmen und ich dachte, ich fang` da mal klein an. Eigentlich hab` ich die Idee, mir da jeweils Ken und Ray aus ‚Fist Of The North Star‘ voll groß rauf machen zu lassen, meine Schenkel sind halt nur was für echte Männer (obwohl rechts oder links an die Seite würde auch gut das berühmte Bild passen, wo Prinzessin Leia (fast) nackt auf einem Stormtrooper-Helm sitzt). Und ebenfalls Richtung Knie kommen noch das Thunder Trucks Logo (das auch den `80ern mit den Herzen), sowie das &-Zeichen von AND Skateboards, dem kurzem Aufbäumen von Gordon & Smith vor dem Untergang (Mark Heintzman History-Box in BOARDSTEIN AUSGABE Mr.43). Schweif` ich schon wieder ab???

Echte Nerd-Scheiße eben, somit war mein nächstes Skate-Motiv das BMC Logo. BMC steht für Beautiful Men`s Club und das war(/ist?) in den `90ern eine Crew aus San Jose um einen meiner All Time Favourite Lieblingsskater Tim Brauch (R.I.P.) sowie Jason Adams, Salman Agah und Co. Der Name kommt daher, daß Salman wohl mal bei einem Film mit Sean Connery gesagt hat ‚Sean Connery is a beautiful man’… Das hätte von mir kommen können und ich war damals großer Fan von allem, was aus San Jose und Santa Cruz kam, echtes Skateboarding nämlich und keine posige Hip Hop-Scheiße. Das waren jedenfalls immer so Jungs, wo ich dachte, wären wir in der gleichen Hood aufgewachsen, wären wir auf jeden Fall Bros for life, und mir wurde das dann auch bei persönlichen Begegnungen mit z.B. Jason Adams oder Chet Childress bestätigt, das sind einfach Menschen, die ticken genauso wahnsinnig wie ich, im Falle von Chet sogar noch deutlich wahnsinniger.

Egal, BMC Tattoo mußte alleine schon für Tim an Start, also rauf auf den Schenkel, das war, glaub` ich, kurz bevor ich diesen März nach Syrien geflogen bin. Damals nur ganz schlicht mit Pink und der grünen Olive, und ich dachte schon `ne Woche danach, das ist jetzt aber ein bißchen blaß. Nächster Termin – kommt ihr noch mit? – dann vor ein paar Wochen und Carmen konnte das Liberty Skates Logo auf dem linken Schenkel aus Zeitdruck nicht mehr mit Farbe füllen (das kam dann eben letzten Dienstag, einen Monat später). Dieses Logo wollte ich eigentlich immer aufs Schienbein unter dem Skull Skates haben, hab` mich dann aber spontan und schlauerweise umentschieden, das eben auf den linken Oberschenkel zu machen, weil es vom Motiv und den Farben irgendwie gut zu rechts paßt (je höher es von da aus geht, desto gayer wird es bei mir).

Die Vorlage ist ein Original-Sticker aus der glorreichen Zeit der frühen `90er, in genau den Farben, wir mußten ihn auch nur 10% größer machen, paßte quasi perfekt wie so oft mit solchen Vorlagen. Die grünen Schattierungen waren Carmens Idee, denn die Schrift ist im Original silber, aber die Farbe gibt es im Tattoo-Bereich leider noch nicht so richtig. Carmen ist übrigens auch Künstlerin und weiß, was sie tut, sieht top aus, danke! Dazu dann ein bißchen Blue Curaco rechts ins BMC Glas und schön Lila in der Schrift und näxter Termin durch. Ein paar Tage später weiß ich heute, daß da jetzt auch noch ein bißchen Olivegrün in den Hintergrund um die Buchstaben muß, um das beiderschenkelige Gesamtspektrum vollständig zu machen, also näxtes Mal dann (eigentlich laß` ich nicht so viel an meinen Tattoos rumdoktoren, scheiß Farben auch!).

Liberty Skates war übrigens recht einzigartig, das war Mike Smith` (ja, Erfinder des Smith Grinds) Firma, die er unter Steve Rocco`s World Imperium ins Leben gerufen hatte. Das Ganze lebte allerdings nur zwei, drei Jahre und neben Mike gab es nur noch den anderen Pro Todd Congelliere (Sänger von F.Y.P. u.a.), also alles in allem hauptsächlich geile Graphics und Ads und super geiler `90s Nerd-Trash. Und, ey, Liberty, Alter, was für ein schönes Wort. Freedom kann jede(r), aber Liberty!?…

Ach so, und fast vergessen, im gleichen Abwasch hat Carmen mir auch noch das H-Street Logo gestochen, über dem Skull Skates, eigentlich fing die Session damit sogar an, aber das sind technische Fragen, die Carmen euch beantworten muß, ich lag still und hab` mein Buch gelesen (Carrie Fisher – ‚Delusions Of Grandma‘). Also H-Street, auch noch `ne verdammte kurze Story dazu, damnit… Ich hatte ein paar Wochen vorher in einem Hamburger Hauseingang ein durchaus kompetentes Buch über Symbole aufgegrabscht (eine von vielen guten Sitten in Hamburg, solche Sachen schmeißt mensch nicht weg, sondern stellt/legt sie vor die Tür, weil sie dann drei Stunden später nicht mehr da liegen und vielleicht jemanden glücklich gemacht haben). Da fand ich dann beim Rumblättern das berühmte H-Street Kreuz/Logo (welches als Logo natürlich “geklaut“ war, fragt mal Independent Trucks!). Für die ganz Blöden, um nicht zu sagen Jungen, unter euch, H-Street war Ende der `80er der heißeste Scheiß im Skateboarding, Matt Hensley, aus, basta…

Ich hatte früher irgendwann auch mal gehört, ungarische Faschisten hätten dieses Kreuz im Zweiten Weltkrieg für sich mißbraucht, aber scheiß` drauf, das Hakenkreuz wurde auch nicht von Hitler erfunden, sondern nur umgedreht. In meinem tollen neuen Symbolbuch nämlich stand dann, daß dieses Kreuz für ‚Reise‘ steht, bei dem kompaßähnlichen Design macht das auch durchaus Sinn, und gereist bin ich schon viel und werde ich noch werden. Kompaß-Tattoo hab` ich allerdings schon (lange vor euch fuckin` Hipstern!), und zwar auf der linken Hand, zu sehen im Neuseeland Tourbericht in der allerletzten BOARDSTEIN AUSGABE Nr.47. Da gibt es auch ein Photo davon mit meiner Ballon-ähnlich angeschwollenen Hand nach einem Slam. Und ja, mein rechtes Knie schwillt auch regelmäßig an, der Schleimbeutel ist halt im Arsch und da blubbert`ne Menge uringelber dickflüssiger Schleim rum. Ich hab` mir das auch schon mal absaugen lassen und der Arzt meinte, es könne gut sein, daß es in zwei Wochen wieder so aussieht, was es dann nach einer Woche auch tat. Schleimbeutel also im Eimer, aber so lange ich keine Schmerzen habe und damit nicht eingeschränkt bin, werde ich einen Teufel tun und irgendjemand an meinem Knie rumoperieren lassen, warum auch? Ich mein`, ich arbeite viel auf den Knie und manchmal ist es etwas eckelig, wenn man auf seinem Knie so hin- und herwabert, aber ansonsten sieht es nur scheiße aus, funktioniert jedoch komischerweise immer noch ganz gut.

H-Street Kreuz also auch abgehakt, Diskussion wäre jetzt noch schwarz ausfüllen oder nicht!? Die zu erwartenden Schmerzen sprechen auf jeden Fall dagegen und ich find`s eigentlich auch geiler so, wie`s ist (noch). Ich kann euch ja in ein paar Wochen, wenn wir hier ordentlich betoniert haben, mal ein Photo schicken, also das kann schon Tennisball-groß werden und noch lustiger aussehen, so wie mich insgesamt. Und wo wir schon dabei sind, kann ich euch auch noch das letzte Pantöffelchen erzählen, rechtes Knie ganz rechts. Ich bin nämlich letztes Jahr in Namibia das erste Mal mit dem Spruch ‚If it`s nice, do it twice‘ konfrontiert worden und eigentlich wollte mir das mein mitreisender Genosse Peter, der dem Tätowieren auch nicht ganz fremd ist, aktiv wie passiv, nochmal stechen, wir waren beide nahezu hin und weg von diesem Lebensmotto. Peter ist der Typ aus Kärnten, Österreich, den ich verdammt lieb aber seitdem auch nicht mehr gesehen hab`, welcher auf die Frage von mir, warum er einen Waschbär auf der Hand tätowiert hat, antwortete: „Weil ich mal einen überfahren hab’…

Naja, Peter eben zu lange nicht gesehen, so begab es sich letzten Sommer beim dritten Bauabschnitt und Builder`s Jam bei uns oben in Glücksburg, daß mal wieder die Tattoomaschinen um sich flogen (ich bin an dem Abend Zeuge geworden, wie sich zwei Menschen gegenseitig die Innenlippe tätowiert haben ohne zu wissen was)… Wir waren alle nicht mehr nüchtern und ein bißchen koksig und blutsbrüderig unterwegs und irgendwie war ich dann auch dran und mir fiel grad nichts Besseres ein als dieser Spruch über die Meerjungrauf auf meiner rechten Wade, mit der ich es jederzeit nochmal versuchen würde, wenn ich müßte (ganz ganz großer Insider). Elliot Auffray aus Grenoble, einer der geilsten Typen und besten Skater, die ich jemals als Freund bezeichnen durfte, saß an der Nadel und legte los und es endete leider halbwegs unlesbar, zumindest auf den ersten Blick, und sowas bin ich nicht gewohnt. Als er fertig war, meinte ich nur ‚I guess, you gotta do it a second time‘ und er nickte nur und machte weiter, nämlich das obere, noch unlesbarer… Zum Glück macht Kokain schmerzunempfindlich und doof, je mehr desto weniger…

Ich bin nicht unbedingt Freund von diesen betrunkenen Wahnsinns-Tattoos, die bei gewissen jungen Leuten heutzutage irgendwie Standard geworden sind, dazu habe selbst ich ein paar zu gute, aber ich bin scheinbar auch für jeden Scheiß zu haben. Quasi ein Typ, mit dem man glatt Pferde stehlen könnte, aber wer macht sowas heutzutage noch? Nächstes Mal laß` ich mir jedenfalls ein paar chinesische Schriftzeichen stechen, weil das so en vogue ist und ich auch schon mal drei Wochen in Shanghai war, kennt ihr das Video dazu eigentlich? (Rasmus setz`mal online den Scheiß, ich bin voll auf Good Vibes grad!)

Also zu sagen, mein Leben wäre zu irgendeinem Zeitpunkt mal langweilig gewesen, wäre glatt gelogen. Und wie sagt man manchmal, jedes Tattoo hat eine Geschichte!? Könnte ich euch glatt welche erzählen…
Bis die Tage,
Arne (20.9.2019, nachts irgendwann)

Während ich diesen Blog schrieb, war Dirty Mikey schon ins Bett gegangen…

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