ÜBERFÄLLIGES UPDATE AUS GLÜCKSBURG

Hallöchen zusammen!

Hier ist wieder der faulste und unaktuellste Blogger des Planeten mit den neusten Nachrichten aus seiner kleinen, aber sehr sehr feinen Welt, huhu! Also ich muß zugeben, die letzten Wochen waren bis auf wenige persönliche Highlights dann doch relativ lang und weilig, ich mein`, so zum Bloggen. Ich war schon ausgelastet mit den Arbeiten in Glücksburg, aber auch alles eben gaaaanz easy, genauso wie ich mir es in Lockdown-Zeiten auch vorgenommen (und angekündigt!) hatte. Allerdings kam dann der wettermäßig zumindest bei uns in Angeln wahrscheinlich beschissenste Juli seit Jahrzehnten dazwischen, sagen wir so, eigentlich hat es nach zwei sehr netten richtig sommerlichen Wochen im Juni eigentlich den ganzen letzten Monat lang durchgeregnet. Natürlich nicht non-stop, aber kontinuierlich jeden Tag, und am liebsten einmal pro Stunde mit einem kleinen Schauer, was gerade auf Baustelle immer super geil ist, vor allem bei Schweißarbeiten!

Siesta-Män beim Schweißen, äh, Schnarchen…

Deswegen bin ich jetzt mit den Vorbereitungen in Glücksburg nicht ganz soweit, wie ich eigentlich sein wollte, obwohl mir Jugendpfleger Lucas die ganze Zeit tapfer zur Seite stand und Kollege Felix auch zweimal für ein paar Tage vor Ort war, um mir beim Schweißen unter die Arme zu greifen. Aber wie gesagt, wenn man dann morgens nicht nur auf irgendwelchen Wetter-Apps, sondern auch ganz simpel mit einem Blick aus dem Fenster, sieht, daß es wohl (mal wieder) den ganzen Tag durchregnen – oder sollte ich fairerweise sagen -nieseln!? – wird, dann spart man sich die Arbeit halt. Es ist wie gesagt nicht so ein Projekt, wo ich jetzt unbedingt im Regen arbeite, weil irgendeine Deadline drückt oder eben ein Chef Druck macht, weil man ja von ihm bezahlt wird…

Nein, nicht in Glücksburg, aber sagen wir so, das Wetter hat uns die letzten Wochen somit mindestens eine satte Woche gekostet, zudem hatten wir ein paar unvorhergesehene Probleme (um das gräßliche Wort ‚Rückbau‘ nicht zu benutzen) beim Setzen des Copings für den Bowl, was vor allem daran lag, daß die Baggerarbeiten dann doch unpräziser – bzw. mehr hauruck – ausgeführt worden sind, als vorhergesehen. Dickes Danke trotzdem an Svend, der die Erdarbeiten auch bei diesem vierten Bauabschnitt wieder mit der Maschinerie seines Neffen Marten (auch nochmal extra Danke hier!) ehrenamtlich übernommen hat. Aber wie bei den ersten drei Bauabschnitten war Svend auch diesmal wieder zwei Tage voll motiviert, dann aber doch recht schnell wieder mit dem Kopf irgendwo anders, so daß er uns die Erde letztendlich ratz fatz an Ort und Stelle deponiert hat, aber halt nicht so präzise und genau, wie man es von professionellen Baustellen gewohnt ist. Und verdichtet haben wir das Ganze auch nicht zu viel, was man dann wiederum beim Feinschliff der Erdarbeiten, gerade natürlich im Bowl, deutlich merkte. Also eigentlich alles wie immer, so gesehen haben Lukas und ich auch richtig viel Zeit mit Buddeln verbracht in den letzten Wochen, aber ey, das Ganze ist schließlich auch ein D.I.Y.-Projekt, da wird in erster Linie vor allem ordentlich gebuddelt, woll!? Chicks dig it, Digger!

Hier ist auf einmal eindeutig Rückbau gefragt…

Und zwar ist der Glücksburger Skatepark bekanntlich in allen Belangen D.I.Y. allererster Güteklasse, und das wird so geil, was wir da noch bauen, die Photos lassen es wohl ein bißchen erahnen. Es gibt wie schon mal irgendwo vorher von mir hier im Blog erwähnt eine kleine “Anfängerfläche“ mit noch ein paar Curbs und kleinem Street-Shit und dann eben den Bowl, der vom Design her recht simpel gehalten ist und mit 2,40m Deep-End auch nicht zu brutal werden wird. Und apropos Bowl und Deep-End und so, da gibt es noch etwas zu erzählen, das ich unbedingt noch loswerden möchte, obwohl es nun inzwischen schon gut drei Monate zurückliegt:

Und zwar gab es “damals“, als wir angefangen hatten, das Loch für den Bowl zu buddeln und aufzuschütten, natürlich direkt in der ausgesprochen Street-lastigen Flensburger Skateboardgemeinde einiges an Instagram-Diskussionen, wie es heute und bei den jungen Leuten eben so üblich ist (mir wurde ja auch nur davon berichtet, weil ich keine Zeit für so eine Scheiße habe). Und zwar war man sich da halbwegs einig, daß wir ja nicht wirklich so einen tiefen Bowl in Glücksburg brauchen würden, sondern mehr Street, weil Bowl ja eh keiner bei uns richtig fährt (weil es ja auch kaum einer kann oder ausprobiert, was wiederum auch mit den verachteten Sportpiraten in Flensburg zusammenhängt). Boah, und dann noch 2,00 und 2,40 Meter tief, Hilfe, auweia!!!

Naja, kann ich nur drüber schmunzeln, denn erstens war ja von Anfang an auch noch mehr Street geplant, und zweitens müßten diese jene Leute mal in sich gehen und vor allem die ganze Showse objektiv betrachten und dann einfach zugeben, daß genau so ein (nicht mal übermäßig) tiefes Loch noch genau das ist, was in Glücksburg fehlt, alles andere gibt es da auf den bestehenden 1200 Quadratmetern nämlich eigentlich schon. Außerdem sollte man vielleicht auch ausnahmsweise mal (wie in der westlichen Welt nun mal üblich und gerade in so einer satten und selbstzufriedenen Welt wie meinem geliebten Angeln) nicht nur an sich denken, sondern vielleicht auch an andere oder sogar eventuell die nächste(n) Generation(en). Ich mein`, Skateboarding startet bei uns im Norden gerade wieder voll durch (bei euch auch so doll?), es ist fast schon unheimlich, wie vielen Skateboards man zur Zeit in Flensburg begegnet. Skateboards jeglichen Alters und vor allem auch Geschlechtes, also auch gerade in Glücksburg sind manchmal tatsächlich mehr Mädels im Park als Jungens.

Tja, und dann muß man sich mal Folgendes verinnerlichen, wenn junge AnfängerInnen so einen tollen Park wie Glücksburg haben, wo sie quasi alles drin lernen können: Vielleicht wollen und brauchen diese NachwüchserInnen ja dann auch irgendwann mal etwas Tieferes und Radikaleres, um ihre Skills oder einfach nur den Horizont zu erweitern!? Und hallo, 2,40m Deep-End ist jetzt auch nicht wirklich die Tragödie, da wäre nach oben noch ganz viel Luft, was ‚Deep‘ angeht. Ich erwarte auch nicht von jedem/r meine über dreißgjährige Skateboarderfahrung, aber vielleicht dann auch am besten einfach Schnauze halten, vor allem online, woll!? Denn das ist halt das Geile an der ganzen Geschichte: In der Flensburger Szene müßte sich spätestens Ende Februar rumgesprochen haben, daß wir tatsächlich nochmal 50.000,- Euro zur Verfügung haben, um diese in Glücksburg in Beton zu verwandeln. Meint ihr, irgendjemand (außer Hinnerk vielleicht, den ich aber wohl schnell “ruhigstellen“ konnte) hätte sich mal informiert oder nachgefragt, was genau denn damit gebaut werden soll. Aber als das Loch dann da war, kommen sie alle aus den ihren gekrochen…

Naja, das nur mal so am Rande, aber ey, wenn wir schon mal dabei sind, warum nicht weitermachen!? Is` ja mein Blog und ich teile mich hier mit wie andere es eben anders tun, also was soll`s!? So muß ich leider auch (mal wieder) feststellen, daß sich mit Hilfe und Helfen wie immer auch schon bei den drei Bauabschnitten davor ausdrücklich zurückgehalten wird, und das obwohl der Park von morgens bis abends so gut besucht ist. Und das auch obwohl Lucas und ich da halbwegs jeden Tag irgendwie am Buddeln, Schuften und Schweißen waren, und zumindest Buddeln kann nun wirklich jede(r). Aber das jemand von alleine mal auf die Idee kommt, Hilfe anzubieten, ist quasi bis auf dreineinhalb Ausnahmen noch nicht wirklich passiert. Lieben Gruß und Dank an dieser Stelle an Mick, Matze, Malte und Steiner! Und Letzterer ist dabei ein Hamburger Vater von einem der Kids, die da so viel Zeit verbringen! Tja, was das alles angeht leider mal wieder Daumen runter für die Flensburger und Angeliter Skateszene, kann ich grad echt nicht anders sagen, aber ich hab` mich in drei Jahrzehnten such schon lange an das faule (oder anspruchslose?) Pack gewöhnt.

Nach diesem kleinen, lieb gemeinten dissigen Einwurf zurück zum Wesentlichen, nämlich dem, was in Glücksburg noch kommen wird. Und das Highlight der ganzen Anlage wird, glaube ich immer noch ziemlich fest, der achterbahnmäßige Pumptrack, den wir auch noch dazu bauen werden, und der dann um das ganze Gelände rumführen wird, ums Volleyballfeld, hinter der Hütte längs, alles natürlich so angelegt und mit Speedbumps und kleinen “Schikanen“ garniert, daß mensch dann einmal vom Eingang nach hinten cruisen(?) kann, und wieder zurück… Naja, hoffen wir mal, das weiß man ja immer erst hinterher, ob das alles so hinhaut und skatebar ist, wie man sich das vorstellt, erstmal muß es ja auch noch gebaut werden. Aber im bestehenden Park hat das ja auch perfekt geklappt, da kann man wirklich einmal komplett durchheizen, ohne einmal den Fuß vom Brett zu nehmen, und dabei zahlreiche Obstacles angreifen, also das ist für mich ein guter Skatepark, Stichwort Flow… (Und ja, und ich würde auch liebend gerne mal einen Plaza bauen/designen, wo Flow nicht so die Rolle spielt…)

Also wie gesagt, das wird schon alles sehr geil werden, da mach` ich mir gar keine Sorgen, und seit längerem gibt es auch schon so etwas wie eine Deadline. Und zwar habe ich die Woche vom 21. September an meinen Freund Art-Jan Boogaart aus Holland und seine Pumpe gebucht und dementsprechend natürlich auch schon die Leute für diesen quasi vierten Glücksburger Builder`s Jam eingeladen, die ich gerne bei diesem definitiv letzten Bauabschnitt am Skatepark Glücksburg dabei haben möchte. Das sind natürlich alle, die vorher schon mal dabei gewesen sind plus mindestens zwei Dutzend Homies, die ich schon seit langem mal (wieder) in meiner Heimat zu Besuch haben wollte, und wenn so ein bezahlter Urlaub da nicht der richtige Anlaß zu wäre!? Zum Glück bin ich mir der Tatsache bewußt, daß terminlich sowieso nicht alle kommen können werden, das ist auch gut so, denn das würde massiv das Budget sprengen.

Aber ich hab` schon zahlreiche Zusagen für die A-Liste bekommen und es werden sicher noch ein paar mehr, so gesehen gehe ich davon aus, daß wir die insgesamt vielleicht 800 Quadratmeter in drei Tagen betonieren können. Ich muß jedenfalls Anfang September dann noch drei Wochen Gas geben, um alle Vorbereitungen fertigzubekommen, was ich ganz sicher alleine nicht schaffen werde, aber es hat sich auch noch Hilfe angekündigt. Es ist jedenfalls krass und Tag ein Tag aus schön anzusehen, wie voll der Skatepark eben jeden Tag ist (weil der so toll gebaut wurde, trocknet er auch recht fix). Ich mein`, klar, jetzt in den Sommerferein natürlich sowieso, gerade weil die Jungs vom LUF Skateboardverein da tagtäglich vormittags ihr Skatekurse geben, aber auch in den Wochen vorher war das schon so, spätestens um Zehn kommen die ersten Besucher, um zu skaten oder sonstwie zu rollern, da muß ich schon sagen, lacht das Herz, aber hallo!

Andererseits ist das auch ein eindeutiges Zeichen, daß wir bei uns in Angeln, und ganz vor allem in Flensburg, noch mehr Skateparks brauchen, im Falle Flensburgs überhaupt mal einen der nicht von Sportpiraten verseucht ist (lokaler Insider halt). Das muß echt mein Hauptfokus für den Rest des Jahres werden, gerade auch mit dem Heftchen, das ich über den Glücksburg Park gemacht habe: Versuchen mehr Projekte bei uns in Angeln anzuleiern und zu realisieren, a) weil es dringend nötig ist, und b) weil es doch das Schönste ist, in seiner Heimat Skateparks zu bauen, anstatt irgendwo im (ausländischen) Nirgendwo, wo ich mich jetzt diesen Moment zum Beispiel wieder befinde. Dazu am Schluß kurz nochmal…

Aber wie nötig gerade Flensburg einen Skatepark/-spot hat, sieht man vor Ort jeden Tag direkt im Herzen von dem, was andere Städte Downtown nennen dürfen, nämlich am ZOB. Dort gibt es neben dem Karstadt Gebäude, über dessen Zukunft sich gerade Gedanken und Sorgen gemacht werden muß, weil Karstadt nämlich diese Filialie schließen wird (seit ich denken kann, gab es da Karstadt, u.a. da habe ich als Kind mein ganzes Geld in Star Wars Spielzeug umgetauscht), einen komischerweise etwas heruntergekommenen Parkplatz. Ja, und das ist der eine Hotspot, den Flensburg hat, nicht weil er so hot ist, weil eigentlich gibt`s da außer einem Slappy Curb, einem recht interessanten Gap und einer Art von zwei Seiten anfahrbaren Ledge außer Flat nichts. Aber es ist eben mitten in der Stadt, wo sich viele Skater nun mal am wohlsten fühlen, und mensch kann dort schon seit Jahren, ungestört Session machen, in letzter Zeit artet das regelmäßig manchmal mit zehn bis zwanzig Mann/Fraulein aus. Wobei ‚Ausarten‘ jetzt das falsche Wort ist, sagen wir, der Betrieb dort wächst nicht, er wuchert.

Und jetzt das schönste Pantöffelchen dazu, denn es gab tatsächlich in Flensburg innerhalb von zwei Tagen zwei Guerilla-D.I.Y.-Aktionen, die nicht miteinander abgesprochen waren und scheinbar von zwei komplett anderen Teams durchgezogen wurden, die rein gar nichts von dem Vorhaben der anderen wußten. Ist das nicht geil!? Innerhalb von zwei Tagen, völlig unabhängig voneinander!? Ließ ich schon durchklingen, daß Flensburg dringend einen Skatepark/-spot braucht!? Jedenfalls wurde am zweiten Juni-Wochenende eben an diesem Karstadt Spot ein kleiner dezenter Granit-Curb ins Volk betoniert und – den Internet-Posts zufolge – zwei Tage später an der ehemaligen Luftschloßfabrik an der Harniskaispitze ein ähnliches Curb mit Metallkante, ein Rail und zwei Kicker.

Die Luftschloßfarik ist ein ehemals für kurze Zeit besetztes Gelände, welches schön abgelegen paradiesisch am östlichen Hafeneingang liegt. Das wurde vor fünf Jahren von der Obrigkeit gewaltsam geräumt, wie das in Deutschland mit besetzten Immobilien halt gerne mal passiert, danach alle Gebäude abgerissen und seitdem liegt dieses Filetstück des Flensburger Ostufers, das in den Augen vieler Einheimischer den Flenburger Bürgern gehören sollte, brach (wir hatten zum Beispiel damals auch in der Luftschloßfabrik unsere Wilwarin Miniramp stehen). Es gab sogar mal eine in der Zeitung angekündigte Umfrage, wo Bürger Ideen hinschicken konnten, was denn ihrer Meinung nach am besten mit der Harniskaispitze passieren solle. Ich weiß nicht, ob ich der einzige Skater war, der mitgemacht hat und Skatepark (plus Basketballfeld, Graffiti-Wand etc.) vorgschlagen hat, aber ‚Skatepark‘ wurde dann hinterher im Artikel immerhin schon mal erwähnt, war (logischerweise!) wohl einer der besseren Vorschläge.

Wie auch immer, gerade weil der Karstadt Curb zwei oder drei Tage danach schon wieder abgerissen worden war, wollte ich doch den Spot an der Luftschloßfarik wenigstens einmal fahren, bevor ihm eventuell das gleiche Schicksal drohen würde. Tja, und was soll ich sagen? Irgendwie paßt der Spot da gut hin, wenn auch der Pflastersteinbelag, auf dem gebaut werden mußte, ausgesprochen ruppig und in die Jahre gekommen ist und das Fahren unterhalb 55m-Rollen vermutlich etwas unspaßig macht. Aber grundsätzlich geht da schon was und ich konnte, wie fest vorgenommen, wenigstens einen Trick für meinen anstehenden Corona Part festhalten. Wenn das alles noch steht, wenn ich wieder zu Hause bin, werde ich mich da auf jeden Fall auch noch an mehr versuchen, geile Kulisse ist es da auf jeden Fall und irgendwie auch noch `ne Steigerung von Street, nämlich D.I.Y. Street!

Für meinen Corona Part hab` ich mir dann noch einen Shove-it Off aus den Füßen gesaugt… Photo von Vega

Egal, um mal zum Schluß zu kommen und wo ich es gerade schon erwähnt habe, ich bin nämlich gerade gar nicht zu Hause oder in Glücks- oder Flensburg. Denn ich bin seit gestern das erste Mal seit der Baustelle in Laon im Februar wieder mal in Nordfrankreich, und zwar auch wieder richtig in der nordfranzösischen Pampa, die zwar schön und gemütlich und meiner Heimat sehr ähnlich ist, aber ja, lieber würde ich eben in dieser noch kuscheligeren Heimat bauen. Doch dazu im Detail dann mehr beim nächsten Mal, was sich ganz sicher diesmal nicht so lange hinziehen wird wie die letzten Wochen, ganz einfach weil es hier eben nach Feierabend nicht wirklich was zu tun gibt, außer vielleicht gelegentlich mal einen der vielen Parks zu skaten, die wir hier in der Gegend in den letzten Jahren mit Concrete Flow gebaut haben. Das werden wir in den nächsten vier Wochen, die ich hier sein kann und werde, um ein bißchen richtiges Geld für den Winter zu verdienen, wohl auch noch tun, aber generell hab` ich ja erfahrungsgemäß auf Montage immer deutlich mehr Feierabendzeit – und scheinbar irgendwie auch Muse – zum Bloggen.

In diesem Sinne, das war`s dann auf jeden Fall heute erstmal von mir, mal gucken, was das Internet hier im beschaulichen Neuville en Avenois (wo unsere Unterkunft ist, Bauen tun wir in Caudry) so sagt, die Qualität zeigt sich immer spätestens, wenn man anfängt Bilder für seinen Blog hochzuladen. Naja, ich mach` mich dann mal ran, gute Nacht und guten Morgen soweit, vielleicht auch guten Tag, hauptsache gut, gell!?

Huuuiiiiiiii,
Arne

P.S.: Mein Main-Män Mikey schickt euch von ganzem Herzen alle Liebe ganz aus Frankreich. Toll dieses Internet…

2 Gedanken zu „ÜBERFÄLLIGES UPDATE AUS GLÜCKSBURG

  1. also ich muss mal was zu deinen dissigen worten sagen 😉
    als allererstes hat nahezu keiner gewusst, dass nochmal soviel geld für glucksburg locker gemacht wurde. wahrscheinlich durch die tatsache, dass es eben nicht in den sozialen medien, auf denen sich nahezu jeder aufhält und sich seine informationen beschafft, angesagt oder auch nur erwähnt wurde. Von diesen medien kann man von halten was man will, die verbreitete nutzung ist aber fakt und sie ist meist schnelle prägnante informationsbeschaffung. es liest halt nicht jeder diesen blog. ich selbst habe es auch ganz spät und am rande mitbekommen, dass diese gelder zur verfügung stehen.
    dass man sich darüber „aufregt“, dass dort ein bowl entsteht, kann ich auch irgendwo nachvollziehen. natürlich etwas spät wie du selbst sagt, da schon gebuddelt wurde, aber auch hier muss ich sagen, die wenigsten wussten was dort geplant ist, weil es eben nicht ausreichend medial verbreitet wurde, dass man sich an der planung zu eben diesem abschnitt des skateparks beteiligen konnte.
    nicht nur weil ich streetskater bin kann ich nachempfinden warum dieser bowl dort als fehl am platze von einnigen empfunden wird, sondern die tatsache, dass wenn ich vor ort bin und durch gespräche mit leuten die dort häufig skaten, ist es absolut ersichtlich, dass die streetfläche deutlich höher frequentiert ist (und fahren dort mehr als 5 6 leute gleichzeitig ist diese sehr voll), als der bereits vorhandene bowlteil. für mich und viele andere, die sich in den sozialen netzwerken darüber ausgetauscht haben (denn sind wir mal ehrlich, so tauscht man sich heute aus und das ist auch legitim) ist dies absolut grund genug, den neuen bowl als „überflüssig“ anzusehen und sich stattdessen mehr street zu wünschen. es wurde vllt ein wenig falsch an die sache herangegangen aber von ungefähr kommt es meiner meinung nach nicht.
    und wenn es wirklich für den ein oder anderen mal zeit sein sollte etwas tieferes, radikaleres fahren zu wollen, dann gibt es, wie du selbst auch erwähnst, einen park in flensburg der genau das bietet. die rahmenbedingungen in diesem sind natürlich nicht für jeden schmackhaft. allerdings auf der anderen seite, wenn man mal etwas streetskaten möchte und kein bock auf die flensburger rappelspots hat, gibt es in flensburg (und umgebung) einfach absolut keine vernünftige möglichkeit.
    daher das „aufregen“, dass es einen bowl und nicht eine vergrösserung des streetareals gibt. meiner meinung nach verständlich.
    nichts desto trotz wird in glücksburg natürlich top arbeit geleistet. dies wollte ich mit diesem dissigen beitrag nicht in vergessenheit geraten lassen

  2. Vega, alter Freund!

    Ich freue mich, daß mein Blog zu Hause Beachtung findet und sich derartig ausführlich, sachlich und diszipliniert mit dessen Inhalt auseinandergesetzt wird. Ich muß da jetzt auf deinen Kommentar auch gar nicht groß eingehen, wir kennen beide unsere gegenseitigen Positionen zu der Thematik und sind uns beide darin einig, daß in Flensburg vor allem das Problem ist, daß die Szene sich im Sinne von Gemeinsamkeitsgefühlen so schwer entwickeln kann, weil es eben vor allem an einem zentralen Spot oder Skatepark mangelt, ebenso wie an Lobbyarbeit gewisser Akteure…

    Ich weiß allerdings, daß so einige von uns/euch Anfang des Jahres von der erneuten Spende Wind bekommen haben, es ist ja auch nicht so, daß ich das Geheimnis für mich behalten hätte, im Gegenteil habe ich es doch jedem freudestrahlend erzählt. Wenn das außerhalb von meinem Umfeld in den sozialen Medien dann doch nicht so die Runde macht, wie man meinen sollte, ist das für mich nur ein weiterer Beweis dafür, daß die ganze Scheiße gefährlich überbewertet nicht nur zu sein scheint. Früher hat man sich über sowas wie eine Skateparkerweiterung bei einer Session unterhalten, passiert nicht einmal das heute noch?

    Ist letztendlich auch alles latte, denn ich weiß ja nicht, wann du das letzte Mal vor Ort auf der Baustelle warst, aber es wird eben auch noch reichlich neuen Street-Shit geben, lecker Curbs für dich und die Boyz! Und der ein oder andere freut sich tatsächlich auch schon auf den Bowl, soll mensch nicht für möglich halten, wie schön, daß Skateboarding so vielfältig ist! Kann es aber nur bleiben, wenn es weiterhin vielfältige Skateparks gibt, woll!?

    Und was das angeht, daß in Glücksburg die Streetfläche mehr geskatet wird als der Snakerun-Teil, dann stimme ich, der da quasi die letzten drei Monate jeden Tag vor Ort gewesen ist, dem nicht wirklich zu. Denn erstens nimmt die Streetfläche nun mal über zwei Drittel des Parks ein, und zweitens liegt es nun mal in der Natur eines Snakeruns oder Bowls, daß man die eben nicht “gleichzeitig“ skaten kann. So gesehen erhoffe ich mir ja auch, daß sich die ganze Szenerie im Park mit der bald fertiggestellten Erweiterung etwas entlüftet und man überhaupt mal die Chance hat, das geniale Flow-Potential des Parks auszunutzen. Und ich erhoffe mir ebenfalls, mehr Streetskater werden in Zukunft mehr flowen…

    Küßchen und bissss bald,
    Arne

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