KOMPLETTER BOARD-SAMMEL-AMOK TEIL 1

Moin Moin zusammen und happy Lockdown an alle!

Ja, was soll man zur allgemeinen Lage noch groß sagen? Grundsätzlich ist diese ganze Lockdown-Scheiße tatsächlich ein ganz kleines bißchen ausschlaggebend dafür, daß ich gerade in den letzten Wochen nochmal vermehrt Geld für Skateboards ausgegeben habe, wobei ich sagen würde, daß das mit Hamstern nichts zu tun hat, sondern eher mit einer waschechten Sammelleidenschaft, was bei mir auch gerne mal krankhafte Züge annimmt. Deswegen will ich heute wie bereits angekündigt mal etwas über diese Skateboards schreiben, und glaubt mir, dieses Sammeln, ey… das ist mal `ne kranke Scheiße…

Nachdem ich Anfang des Jahres bezüglich Boards schon in einen mittelschweren Kaufrausch verfallen bin, ist mir das in den letzten Wochen tatsächlich noch einmal passiert, und das bei vollem Bewußtsein. Und wenn ich meinte, der derzeitige Lockdown hätte ein bißchen dazu beigetragen, dann ist das in sofern richtig, als daß ich dachte, ich mach` es mir hier jetzt die nächsten Wochen und Monate mal richtig gemütlich in meiner Hütte, schließlich hänge ich hier nun mal mehr oder weniger den ganzen Tag rum, weil der norddeutsche Winter in der Regel halt auch nicht so wirklich einladend ist. Und das Hauptproblem ist ja dabei nicht mal die Kälte und das schlechte Wetter, sondern diese Dunkelheit, die diese Jahreszeit nun mal genauso mit sich bringt.

Das waren auch schon ein bißchen meine Gedanken beim ersten Lockdown im Frühling, damals hatte ich vor allem auch gemerkt, wie viel Geld es spart, wenn man nicht so viel unterwegs ist wie ich normalerweise, sei es jetzt beruflich oder privat, das hat sich auf jeden Fall sehr deutlich auf meinem Bankkonto bemerkbar gemacht. Und mit der Tatsache habe ich mir nicht nur den ein oder anderen Kauf, sondern wahrscheinlich eher alle, schön geredet, und so ähnliche Gedanken hatte ich in den letzten Wochen auch irgendwie. So von wegen ich hab` zwar nicht allzu viel Geld zum Überwintern, aber ich werde ja in der nächsten Zeit auch nicht so viel ausgeben, das ist Sammlerlogik vom Allerfeinsten, meine Freunde!

Naja, und obwohl meine Hütte nun wirklich auch schon vorher ausgesprochen gemütlich, kuschelig als auch inspirierend war, reichte mir das anscheinend noch nicht, denn wenn Sammlungen noch nicht vollständig sind, wurmt das einen Sammler nun mal ein bißchen. Und das geht ja wohl nicht… Ich hatte halt letztes Jahr die Idee entwickelt, mal zu versuchen, mir gezielt Boards von Pros für die Wand zu besorgen, die ich in meiner eigenen Skatekarriere mal kennen- und zu schätzen gelernt habe (ich berichtete seinerzeit über die Over 40-Session in La Kantera, wo ich Anders Tellen getroffen hab`, dessen damaliges Pro-Board auf Titus ich erst ein paar Wochen vorher bei genau dem dazugehörigen Mailorder kurz vor`m Ausverkauf ergattert hatte. Später kaufte ich mir dann in Hossegor ein schönes Al Partanen Brett, remember!?).

Zudem brauchte ich noch ein altes Guy Mariano Board für meine L.A. Boys Ecke (darüber habe ich in Gabriel Rodriguez` Nachruf geschrieben), denn ein schickes Paulo Diaz Reissue Board von Stereo hatte ich zu meiner großen Freude auch schon bei Titus bekommen können. Ja, und dann hab` ich ja noch so ein Faible für so spät `80er/frühe `90er Streetpioniere, weil das halt meine ersten Helden in der Skateboardwelt waren, und mit diesen Suchkriterien ging es dann irgendwie los. Ich krieg` das alles jetzt wahrscheinlich auch nicht mehr hundertprozentig chronologisch zusammen oder welche Boards ich wo genau bestellt habe, aber ich werd`s mal versuchen. Dazu sei gesagt, daß ich sehr schnell gelernt habe, daß man auch nicht zu lange zörgern darf mit dem Kaufen, weil man scheinbar nicht der einzige ist, der solche Reissue Boards sammelt, und manche Sachen dann einfach von einem auf den anderen Tag vergriffen sind. Da guckste dann doof aus der Wäsche, ey!

Und bevor ich denn nun auch mal endlich anfange, muß ich dann nochmal betonen, daß ich ein totaler Fan von Reissues bin, also den alten Boards neu aufgelegt, auch wenn die Graphiken in den meisten Fällen nicht wie damals mit aufwendigem Siebdruck, sondern mit billigem Transferdruck auf die Boards geklebt werden. Aber dafür sind sie komplett heil und ohne jegliche Kratzer, und mir geht es bei einem Board, das ich ausschließlich zur täglichen Ergötzung an die Wand hängen will, nun mal ausschließlich um die Graphik. Deswegen kann ich auch überhaupt nicht verstehen, warum es so viele Sammler gibt, die horrende Summen für gebrauchte und zerkratzte Originalboards ausgeben, verstehe ich einfach nicht (den gleichen Ansatz habe ich übrigens auch bei Schallplatten, meiner anderen Sammelkrankheit). Und beim Thema Graphics sei dazu gesagt, daß die Reissue Boards ja auch die gleichen Shapes haben wie damals, und Boardshapes waren zu meiner Anfangszeit, eben den späten `80ern, noch äußerst individuell, soll heißen, kein Pro-Board hatte das gleiche Shape wie das nächste, sie waren alle anders. Und nicht wenige dieser Shapes sind schon wahre Kunstwerke für sich, das dürfte vielleicht in den nächsten Absätzen mit den Bildern auch deutlich werden. Nur nochmal ganz deutlich ausgesprochen, bevor es losgeht: Für mich gibt es keine bessere Wohnraum-Deko als geile Bilder auf geile Skateboards gedruckt, vor allem wenn diese mich an jene speziellen Zeiten zurückerinnern, für die ich so dankar bin, daß ich sie miterleben durfte…

Ach so, eins noch, die meisten Bilder zu dieser Story werde ich mir wohl aus`m Internet ziehen, weil ich nun nicht der tolle Photograph bin, der die größtenteils noch eingeschweißten Boards ohne Lichtblendungen photographieren kann, das haben andere schon besser gemacht, und es geht nun mal hauptsächlich um die Graphiken, dam besten unverblendet. Aber ja, jedes von diesen Boards hängt auch bei mir an der Decke, nur muß ich das alles bald nochmal ganz neu arrangieren, weil da halt jetzt noch ein ganzer Batzen Boards zukommt, aber dazu dann nächstes Mal im zweiten Teil. Fangen wir dann endlich mal mit dem ersten an…

Beim Thema ‚Boards von Kollegen‘ (Arbeitstitel) wollte ich also vor allem ansetzen, das war mir irgendwie am wichtigsten, also fertigte ich tatsächlich eine Liste an mit Leuten, die dafür in Frage kämen, hauptsächlich natürlich deutsche Brüder, und da mal ganz oben bei uns im Norden angefangen und bis vor zwei Jahren noch in meiner direkten Nachbarschaft. So hat nämlich mein Freund Florian Fentzahn, besser bekannt als Flower, vor 2018 ein Pro-Board auf der Hamburger Firma Blackyard Skateboards bekommen, denn Flower skatet nun mal wie ein Pro, so gesehen ist das mehr als gerechtfertigt. Leider wohnt Flowi inzwischen schon wieder in seiner Heimatstadt Schwerin und nicht mehr in Flensburg, so gesehen gestaltete es sich als schwierig, billig eins von seinen eigenen abzustauben, und 55,- Euro im Skateshop wollte ich irgendwie nicht dafür bezahlen, wenn das schon mein Homie is`!? So viele Pro-Homies hab` ich nämlich nicht…

Flower ließ dann für mich seine Connections spielen und der gute Robert Wolf, Vert-Veteran aus Hamburg und treibender Kopf hinter Blackyard, wollte dann im Mantis Skateshop eins für mich hinterlegen und ich sollte das dann mit 35,- Euro bezahlen. Ich durfte mir sogar die Farbe aussuchen, und wenn ich das richtig mitbekommen habe, hat Robert das dann sogar noch extra für mich auf ein grünes Board gedruckt. Hatte ich mal im Laden gesehen und hat mir am besten gefallen, paßt ja auch zur Pflanze, ach was, Grün is` immer gut. Meine liebe Olga hat das dann irgendwann bei Mantis für mich abgeholt und so war ich dann doch noch recht kostengünstig und problemlos an das Board rangekommen, welches mir sehr wichtig war, weil Flowi is` halt 100% Kollege, ey! Das hängt jetzt sehr passend zwischen einem Green Smiley Team-Board und einem Harald Juhnke Minus Board genau über meinem Schreibtisch, yeah!

Dann wollte ich auch unbedingt ein Nicky Guerrero Board haben, denn Nicky ist nicht nur Däne – und nach Dänemark kann ich bekanntlich von meiner Hütte aus rüberspucken – sondern begleitet mich quasi auch schon von Anfang an. So war er auf meinem allerersten Contest, dem G&S Cup in Hamburg im Mai 1990, und hat da schwer gerippt. Wir sind ihm aber auch Mitte der `90er auf dem ein oder anderen kleinen Contest in Dänemark begegnet oder später in Christiania, und naja, und als BOARDSTEIN dann lief, war er auch regelmäßig Gast auf der Ispo in München, um beim Vertcontest mitzufahren, und hat nicht selten mit den anderen Fahrern bei uns am Stand gechillt, very nice! The skate scene there was pretty rad… Vor ein paar Jahren hab` ich ihm dann beim Vert Attack in Malmö auch eins von unseren I-Punkt Büchern, in dem er auch das ein oder andere Photo hat, in die Hand gedrückt und er war schwer gestoked, also ein Board von Nicky mußte auf jeden Fall ran und würde sich sehr gut neben dem von Anders und meinem Florian Böhm G&S Model machen.

Und apropos, von der Graphik her hätte ich auch am liebsten Nicky`s letztes(?) Pro-Model von G&S gehabt, aber das gibt es nicht als Reissue und ein unversehrtes von damals läßt sich leider nicht bezahlen. Somit würde ich mich auch mit seinem ersten Pro-Model auf Powell Peralta zufrieden geben, das fand ich schon immer sehr schick und das ließ sich noch halbwegs günstig und problemlos bekommen, dachte ich erst. Da lernte ich nämlich ganz früh meine Lektion in Sachen ‚Vergriffen‘, oder ‚Sold out‘, wie der Ami sagt. So wollte ich mir das Board ganz bequem bei Titus bestellen, die noch im Frühling ein wirklich großartiges Sortiment (um nicht zu sagen gefährlich) an Reissues vorzuweisen hatten, und das ist ja auch noch so`n Ding, nämlich wie beim Platten kaufen/bestellen. Mensch versucht halt, gleich mehrere Sachen auf einmal zu bestellen, weil die Ausrede, daß mensch dann ja Porto spart, so gut funktioniert, und dann bestellt mensch auf einmal statt einer Sache gleich drei, oder fünf… Da kann mensch sich ganz schön in die Bredoullie reiten, wenn mensch schön stoned ein paar Stunden lang am Rechner rumklickt. Ich hatte ja nicht geahnt, wie viel geile Reissues inzwischen auf den Mark gekommen waren…

Jedenfalls wollte ich mir bei Titus sowieso ein, zwei von den New Deal Boards bestellen, die Anfang des Jahres rausgekommen waren, davon hatte sogar ich irgendwiewo gehört. Aber als ich mich dann ein paar Tage später endgültig für zwei entschieden hatte, war das Nicky Board, das ich gleich mitbestellen wollte, schon weg, goddamnit! Also zurück zum Zeichenbrett und ich hatte mich nun auch auf ein rotes eingeschossen, denn das kommt ja auch noch dazu. Diese Reissues gibt es in der Regel auch noch in genau den Farben, um nicht zu sagen Farbkombinationen, wie es sie früher auch gegeben hat, damit auch jede(r) ein Replica seines/ihres allerersten Boards an die Wand hängen kann, sofern mensch das denn will (und es scheint, viele Skater, gerade aus meiner Generation wollen genau das, aber auch nicht nur das…). Jedenfalls macht diese Tatsache es einem auch nicht unbedingt leichter, denn gerade eine dominante Hintergrundfarbe macht optisch schon eine Menge aus und ein Board wirkt natürlich mit jeder Farbe anders. Und dieses Thema ist in der Tat nicht zu unterschätzen, wenn mensch für so ein Kunstobjekt zum Teil dreistellige Beträge ausgibt, um dann jeden Tag darauf zu gucken. Das Thema wird jedenfalls später im zweiten Teil auch nochmal hochaktuell…

Ich hab` mir das Guerrero Board dann jedenfalls für nicht wenig mehr, als es bei Titus gekostet hätte, von einem Shop in England bestellt, zusammen mit einem Brian Lotti Board von Welcome, wie gesagt, man muß sich als Sammler irgendwie seine Bestellungen zusammenklicken. Auf das Lotti Board bin ich zum ersten Mal letztes Jahr gestoßen, als ich auf meiner BOARDSTEIN ‚ZEHN JAHRE DANACH‘ LESUNGSTOUR Stop bei der Blackriver Familie in Schwarzenbach gemacht hatte. Da waren wir am Sonntagmorgen nach der Lesung noch in Martins kleinem Shop neben der Indoor-Miniramp und da hing das da als eins von wenigen Boards und ich dachte nur ‚Geil, Brian Lottis erstes Pro-Model‘, wenn auch nicht von Planet Earth, sondern eben als Reissue auf Welcome Skateboards, was ja durchaus Sinn macht, wo doch Chris Miller auch für die fährt. Naja, und als ich mich dann Anfang diesen Jahres mit der Idee anfreundete, mich sammlungstechnisch eben vielleicht auch noch auf ein paar frühe mir liebe Street-Pioniere zu konzentrieren, ärgerte ich mich, daß ich damals in Schwarzenbach das Lotti Board nicht mitgenommen hab`, Martin hätte mir sicher einen guten Preis gemacht.

Nur durch Zufall bin ich dann im gleichen englischen Shop auch noch auf folgendes Board gestoßen, daß ich dann für umgerechnet schlappe 45,- Euro gleich auch noch mitbestellt habe, und ich hätte dafür sogar auch gerne mehr bezahlt, mußte ich aber nicht. Keine Ahnung, warum das so billig angeboten wurde, naja, englische Firma in englischem Shop. Death Skateboards fand` ich auf jeden Fall schon immer geil (is` ja auch klar, so als BOARDSTEIN), und die Graphik stach natürlich auch sofort ins Auge, sexy morbide in Schwarz/Weiß, I like. Das Shape war dazu auch sehr individuell, wie es bei modernen Boards ja eher selten der Fall ist. Ausschlaggebend für meine Kauf war allerdings, daß es sich bei dem Pro zum Board um uns Eddie Belvedere handelt, und dazu gibt es jetzt wieder eine schön lange ausführliche Geschichte.

Im Jahr 2006 waren wir bekanntlich auf unserer ‚This is not a Blitzkrieg‘ BOARDSTEIN Tour durch Britannien (BOARDSTEIN berichtete in Ausgabe #37). Damals machten wir auch in Manchester halt und bei einem Besuch im – unter Skaterkreisen – angesagtesten Skateshop der Stadt, um uns nach Spots zu erkundigen, schloß sich damals ein gewisser Eddie an, um uns per Board ein bißchen seine Spots zu zeigen. Ein paar Jahre vorgespult bekomme ich irgendwie irgendwo eine Sidewalk Surfer (legendäres englisches Skateboardmagazin) Ausgabe in die Finger, in der ein gewisser Eddie Belvedere ein Interview hat, den ich als unseren Eddie von damals identifiziere. Weiter vorgespult befinde ich mich im Frühling 2012 in San Isidro im Süden Costa Ricas, um dort den Pura Vida Skatepark zu bauen, zusammen mit meinem Freund Christian ‚Petzi‘ Petzold aus Dresden, der das ganze Projekt überhaupt erst ins Leben gerufen hatte (wo bleibt eigentlich die Doku dazu, Alter!?). Petzi war nämlich mal Filmkünstler und hat das Projekt tatsächlich hauptsächlich gestartet, um daraus eine Doku zu machen, die nie rausgekommen ist, stattdessen baut er jetzt seit ein paar Jahren professionell Skatepark, komisch, wie das Leben so spielen kann…

Aber apropos Leben so spielt, Petzi war damals auch mit in England gewesen und hat bei der Session am Hauptspot in Manchester mit seinen Manual-Skills ganz sicher auch Eindruck bei den Locals hinterlassen, aber Petzi war vor allem auch nach dem Bau in Costa Rica jedes Jahr wieder dort vor Ort. Und irgendwann bei einer unserer letzten Begegnungen (auch schon viel zu lange her, Bruder, nä!?) erzählte er mir, wie er einmal zum Skatepark kam und da so ein Typ rum rippte, mit dem er dann ins Gespräch kam. Naja, und nachdem sie dann beide gemerkt hatten, daß sie sich gegenseitig irgendwie bekannt vorkamen, stellte sich dann raus, daß das eben uns Eddie war, der alte Belvedere…

Ja, Mann, und diese kleine Geschichte verdeutlicht für mich perfekt diese Blutsbrüderschaft, die uns Skater miteinander verbindet, und ich weiß, jeder ernstzunehmende Skater, der/die schon länger dabei ist, kann mindestens von einem solchen Zufall berichten, der beweist, daß die Welt nicht nur ein Dorf ist, sondern Skateboarding nochmal ein eigener kleiner Mikrokosmos innerhalb dieses Dorfes. Das sind genau die Geschichten, die ich irgendwann meinen nichtvorhandenen Enkelkindern erzählen werde, deswegen erzähle ich sie euch jetzt schon mal, meine Lieben!

So war ich nun also voll drin in zwei Sammlungen und bei Titus bestellte ich mir dann in etwa zeitgleich eben die zwei New Deal Boards, die es mir angetan hatten, vor allem auch vor dem Hintergrund ‚Street-Pionier‘. Das waren zum einen das erste Ed Templeton Pro-Model, das ich schon immer irgendwie geil fand, obwohl ich wahrlich kein Fan von quergedruckten Graphiken bin, und diese Graphik ist nun auch wirklich nicht die hübscheste der Welt, wie auch in der Anzeige zum Board damals bemerkt wurde. Aber das ist halt Ed Templeton Humor und war ja letztendlich der Startschuß zu seiner ausgesprochen erfolgreichen Künstlerkarriere. Ehrensache, ein Ed Templeton Board an der Wand zu haben, ich hab` damals bei den Worldcups in Dortmund auch immer dafür gesorgt, daß er oder Deanna (seine Frau) eine BOARDSTEIN Ausgabe bekommen, wenn Ed zum Besipiel im Jahr vorher ein Photo im Magazin hatte. Wir hatten ja auch mal einen schönen Artikel von Ester Vonplon über eine seiner Ausstellungen, über den sich die beiden dann natürlich richtig gefreut haben. Außerdem hatte Jan-Per Gröhn von meiner allerersten Skate-Crew, den Süder Skate Hoschis, damals auch dieses Board. Leider ist er nur zwei, drei Jahre dabei geblieben und hat dann aufgehört zu skaten, wie letztendlich die anderen Hoschis auch alle…

Tja, und dann ist da noch Danny Sargent, San Francisco Legende und wahrscheinlich einer der besten (und schnellsten) Slappy-Skater, die es je gab, und zudem für den ersten dokumentierten Hurricane Grind an einem Handrail verantwortlich. Danny fand ich auch schon immer geil, gerade auch seine Parts in den ersten beiden New Deal Videos, wobei es ja letztendlich sogar drei gab, wenn man mal das Demo-Video dazu nimmt, das auf der VHS-Cassette von ‚Useless Wooden Toys‘ nach dem eigentlichen Video noch mit drauf war (voll die wegweisende Idee eigentlich damals, Bonusfootage auf VHS, bevor es DVDs gab, wir sprechen hier über das Jahr 19909. Ich hab` mir das Video damals selbst bei Titus Rollsport bestellt, war, glaube ich, mein zweites eigenes Video überhaupt, und irgendwie schließt sich da mal wieder einer dieser Kreise…

In dem Demo-Video beginnt sein Part jedenfalls damit, daß er auf einem Stuhl sitzt und sich vorstellt: „My name is Daniel Corbitt Sargent and I was born in Berkely, California, in 1969.“ Ein echtes Hippie-Kind also, vielleicht ist das auch ein Grund dafür, daß Danny Mitte der `90er Jahre von der Skateboardbildfläche verschwand und sich mindestens ein Jahrzehnt als Junkie versuchte, so richtig mit an der Nadel hängen und so. Anscheinend hat er das Ganze aber überlebt und hinter sich gelassen und shreddet heute immer noch, so gab es in den letzten Jahren immer mal wieder sporadisch das ein oder andere Photo von ihm zu sehen, und ich rede jetzt nicht über digitale Kacke, denn da weiß ich nichts von. Aber so gab es gerade erst vor zwei, drei Ausgaben eine Anzeige im Confusion Magazin mit ihm, von irgendeiner Company, von der ich noch nie was gehört hatte, wie das in der Confusion nun mal gerne so ist.

Jedenfalls Danny Sargent Board in der Hütte auch wieder Ehrensache, und auch wenn die Andy Howell Graphik mit dem Affen mir fast ein bißchen zu Hip Hop ist, so geht`s um Danny Sargent. Jetzt ging es nur wieder darum welche Farbe, denn bei Titus haben sie tatsächlich das gesamte New Deal Programm im Sortiment, und es geht da zum Beispiel nicht nur um die Farbe des Boards, sondern auch um die Farbkombination von den Klamotten, die der bombenlegende Affe anhat. Am besten gefiel mir eindeutig das gelbe Board, aber das war natürlich 30,- Euro teurer als die anderen, weil der Druck bei diesem und einem anderen tatsächlich aus Siebdruck bestand und nicht aus Transfer. Nachdem ich mich dann tagelang nicht entscheiden konnte (es ging immerhin um 30,- Euro!), dann aber zweimal nachts von dem gelben geträumt habe (kein Witz!), war die Entscheidung gefallen und ich hatte mal wieder etwas Entscheidendes mit auf den Weg genommen: Entscheide dich für die richtige Farbe, bevor du Geld ausgibst…

Weil man ja aber nie nur zwei Boards gleichzeitig bestellt, sondern am liebsten gleich drei, kam ich dann auch nicht um folgende Planke drum herum, die erst kürzlich als Reissue von Santa Cruz auf den Markt gebracht worden war, das Eric Dressen Puppy Board, einfach nur zuckersüß. Dazu muß man sagen, daß ich schon länger mit dem Gedanken spielte, mir eins von den Eric Dressen Dogtown Boards zu holen, die es auch bei Titus in verschiedene Farben gab. Fragte sich also nur noch in welcher, schließlich hatte ich mir vorletztes Jahr schon ein Scott Oster und ein Aaron ‚Fingers‘ Murray von Dogtown besorgt, und die drei wollte ich dann zusammen in eine eigene Ecke unters Dach hängen, weil ich die damaligen Dogtown Graphiken von Wes Humpston einfach abfeier`, vor allem das Logo mit dem Kreuz, obwohl ich voll nicht christlich bin.

Ja, nun kam mir aber dieses Santa Cruz Board dazwischen, das einfach so zuckersüß ist, daß ich es unbedingt haben mußte, vor allem weil es sich perfekt neben meinem SMA Natas Kaupas Kitten Board machen würde, das paßte einfach zusammen. Und auch Eric Dressen ist ja absolut als Street-Pionier einzuordnen, auch wenn er weniger durch technische Innovation auffiel, als mit Vollgas-Contestruns, mit denen er Ende der `80er zwei, drei Jahre lang so ungefähr jeden Streetcontest gewann. Geile Anekdote dazu, wie ich mal in einem Interview mit ihm gelesen habe: Auf dem Münster Monster Mastership 1990, meinem ersten Worldcup als Zuschauer, hatte er die kompletten Qualifications dominiert, woran ich mich auch erinnern kann, und er erzählte in dem Interview, wie er damals vor den Runs immer mit Colby Carter (auch sehr geiler Typ und Skater) einen Joint geraucht hat, außer vor seinen Final-Runs. Ja, und da hat er dann tatsächlich einmal gebailt und ist nicht wie gewöhnlich stay-on gefahren, und dann hat ihm ein junger Ed Templeton den Titel weggeschnappt (Alter, ist das hier heute aber eine History-Box sondergleichen, oder was!?).

Wie auch immer, ich fand Eric Dressen jedenfalls schon immer super geil, Alter, wie ich mich damals ins Zeug gelegt hab`, um irgendwo das 151 Video aufzutreiben, weil er da nach einem gefühlten Jahrzehnt mal wieder einen Part drin haben sollte. Und gerade jetzt im Rahmen des ganzen Retro-/Reissue-Hypes kann man sich online in unzähligen Interview davon zu überzeugen, daß Eric ein nahezu schon fast krankhaft schüchterner und bescheidener Zeitgenosse ist, was ihn bei einem derartigen Legendenstatus nur noch sympathischer macht (damn, es wäre wirklich nochmal eine Mission, sich von ihm ein Tattoo stechen zu lassen, am besten eine seiner alten Graphiken, aber er macht ja mehr traditional…). Jedenfalls bin ich so Fan von dem Typen, daß ich mir dann ein paar Wochen später auch noch sein Dogtown Brett bestellt habe, nachdem ich gut `ne Woche drüber schlafen mußte, ob in blau oder braun. Und obwohl ich das braune eigentlich schicker fand, habe ich mich für das blaue entschieden, weil es halt besser zwischen das rote Oster und das grüne Murray paßt, arrrggg…

Als ich dann wiederum bei unserem Bowl-Bau bei Sönke in Heiligenhafen gesehen hab`, daß Conni tatsächlich das Dressen Puppy Board in normalen Shape skatete, war ich vollkommen vor den Kopf gestoßen. Das war wohl kurze Zeit später rausgekommen und kostete natürlich nicht ganz so viel wie das Originalshape, hätte mir aber für die Wand gereicht. Naja, aber letztendlich sieht es in dem breiten Originlshape einfach besser aus, jedenfalls war ich in meinem Geschmack bestätigt worden, und das Board ist nun mal einfach zuuu süß, war ja klar, daß Conni sich bei seinem Shopsponsor genau dieses Board aussuchen würde, wahrscheinlich hat er seiner Töle Gypsy auch gleich eins zum Zerkauen mit nach Hause mitgenommen, zischel zischel wuff wuff!

Conni mit dem Puppy Board in Sönkes Bowl in Heiligenhafen. Photo von Rasmus Simon

Dann gab es aber relativ parallel zu diesen beiden größeren Bestellungen eine noch größere bei einem Shop in Frankreich (und ich hab` dann irgendwann auch geschnallt, daß es tatsächlich in jedem europäischen Land scheinbar mindestens einen (Online-)Shop zu geben scheint, der sich auf Reissues spezialisiert). Bei dem Shop war ich auf der Suche nach einem Guy Mariano ‚High Guy‘ von Blind gelandet, die auch allmählich immer rarer/teurer wurden. Und vorher war es auch noch eine echte Herausforderung für mich gewesen, welches Mariano Board ich mir denn für meine L.A. Boys Ecke holen wollte. Ich wollte unbedingt eins aus seiner Zeit bei Blind und da gab es in meiner Preisklasse zwei zur Auswahl, und eins davon ist ohne Frage eine der geilsten Graphiken, die Mark McKee damals fürs World Industries Imperium gemacht hat, der Accidental Gun Death. Das hätte ich sofort genommen, wenn doch nur Guy`s Name irgendwie auf der Graphik gestanden hätten, denn das war mir ausgesprochen wichtig, weil das bei den Boards der anderen drei auch so ist.

So mußte ich mich dann für das High Guy entscheiden und danach suchen, welches ich aber auch sehr geil finde, vor allem weil der Character tatsächlich extrem gute Ähnlichkeit mit einem jungen Guy Mariano hat. Daß dieser dann tatsächlich Jahre später ein ernsthaftes Drogenproblem entwickeln sollte, ist da schon wieder ausgesprochen sarkastisch, aber so ist das Leben halt und er hat`s ja erfolgreich hinter sich gelassen. Geiler Typ jedenfalls und, wie wir alle wissen, einer der begnadesten Skater aller Zeiten, Guy Mariano, high five, Alter!

Im gleichen Shop fand ich dann auch das erste Frankie Hill Modell auf Powell, das wollte ich auch unbedingt haben und auch das war mir gerade erst in rot, meiner Farbe der Wahl, bei Titus vor der Nase weggekauft worden, so daß ich über meinen Schatten sprang und mich auch mit Lila zufrieden geben würde, weil Lila geht immer, definitiv meine Allerlieblingsfarbe. Abgesehen davon, daß Frankie Hill seinerzeit Skateboarding`s erster Stuntman war (es gibt nicht umsonst eine Doku über ihn und unzählige Videoparts, googelt und youtubed euch einen!), hatte ich zu dem Board auch wieder einen sehr persönlichen Bezug, weil das nämlich damals auch mein Skatebuddy Michael Rübcke aus Hamburg hatte (in naturfarben), und wer bei dessen Nachnamen die Stirn runzelt, ja, das ist der jüngere Cousin von meinem Freund Jonn Rübcke, dem legendären Hamburger Skatephotographen, mit dem ich auch das I-Punkt Buch zusammen gemacht habe. Michi skatet aber schon seit 30 Jahren nicht mehr, obwohl er es echt drauf hatte, aber ich glaube, das Frankie Hill war tatsächlich sein letztes Board. Also ab in den Warenkorb damit…

Jaaaa, und bei dieser Bestellung geriet ich dann tatsächlich in sowas wie einen Kaufrausch im Sinne von ‚Ein Board geht noch, ein Board geht noch rein!‘ (in den Warenkorb)… So gab es dort auch das erste Steve Saiz Pro-Modell in natur/weiß, und Steve würde ich jetzt nicht unbedingt als Street-Pionier bezeichnen, aber er ist ohne Frage für sein Streetskaten Pro geworden und das war 1989 schon noch eher eine Seltenheit. Anderseits war er mir immer irgendwie sympathisch gewesen, nicht zuletzt wegen dem lustigen Doppelinterview mit Ray Barbee in einem meiner ersten Monster Magazin Ausgaben, aber ich war halt auch schon immer eher Fan von so stilleren, nicht so im Rampenlicht stehenden Typen, wie ihr auch im zweiten Teil hiervon noch merken werdet, wenn ihr es noch nicht gemerkt habt. Außerdem fand ich als spirituelle Natur die Graphik mit dem Traumfänger auch schon immer super, übrigens die erste Boardgraphik von Sean Cliver, der damit das schwere Erbe des großartigen V.C. Johnson bei Powell Peralta antrat.

Noch geiler ist aber, daß das Board in der schwarzen Version sogar damals bei uns im BOARDSTEIN KELLER hing, und zwar als Original, aber leider auch ein bißchen zerkratzt. Das hatte ich damals auch Gerri aus Flensburg für nicht zu viel Geld abgekauft und wir haben es dann im Zuge unseres Redaktionsausverkaufes wieder bei Ebay versteigert, und ich weiß, daß es schon damals einen dreistelligen Betrag brachte, wäre es unbeschädigt(er) gewesen, hätte ich es sicher behalten, weil wie gesagt, die Graphik ist einfach hübsch und paßt gut in mein Leben. Und in weiß naturfarben sieht das Board sogar fast noch besser aus und es war mit 70,- Euro jetzt auch nicht so super teuer, aber pervers ist es irgendwie schon, sich ein Board ein zweites Mal kaufen, und das nur zum Aufhängen…

Nur 10,- Euro teurer war dann das Steve Caballero, und auch wenn ich nie so der Caballero Fan war (weil viel zu beliebt, der Mann, und dann auch noch im hohen Alter zu Gott finden), fand ich es schon immer geil, wie er das mit den Drachen als Graphik-Thema komplett durch seine Karriere und wahrscheinlich auf irgendwas zwischen 50 und 100 Pro-Models durchgezogen hat, und dies war immer meine Lieblingsgraphik von ihm, vor allem wegen der Batman-Fledermäuse (in einer anderen meiner ersten Monster Ausgaben gab es ein geiles Photo, das mir irgendwie im Kopf geblieben ist, von Steve Saiz bei einem Airwalk auf einer Demo-Halfpipe irgendwo in Deutschland mit dem Board, wenn auch in Schwarz, kurz danach muß er dann sein eigenes Model bekommen haben). Ja, und dieses geile Board dann in Spät-`80er Neongrün!? Rein in den Warenkorb und schnell ab zur Kasse, bevor er noch voller wird… Ich war eigentlich nie der größte Powell Fan gewesen, wenn schon dann eher Santa Cruz (eigentlich war ich Die-hard G&S Teamfahrer damals), aber die hatten einfach geile Graphiken und auch verdammt gute Skater im Team, also immer her mit mehr!

Ich bin dann zu dieser Lockdown-Zeit im Frühling bei Google und Ebay noch richtig abgedriftet und hab` dann auch noch diese zwei Perlen gefunden: Als erstes ein Dave Crabb Model auf H-Street, angeblich super limitiert und auch eine Reissue, wobei ich weder dieses Board seinerzeit jemals gesehen habe, noch überhaupt wußte, daß Dave Crabb mal für H-Street gefahren ist. Das muß dann ja so `92/`93 zu seinem Karriere-Ende hin gewesen sein, bevor oder als er sich wieder nach Neuseeland verpißt hat. Aber passen täte er sehr gut auf H-Street, war er doch Buddy mit Tony Magnusson und Local auf dessen Backyard-Halfpipe in San Diego. Und ja, euch, dem ein oder anderen BOARDSTEIN LESER, sollte der Name Dave Crabb ja wohl noch etwas sagen.

Schließlich hatte der gute Mann ein exklusives Interview in genau unseren letzten BOARDSTEIN AUSGABE NUMMER 47! Das hatte ich damals auf meinem Neuseeland-Trip 2008 gemacht und Teil 2 und 3 von dem Tourartikel waren dann nun mal Bestandteil unserer letzten Ausgabe. Und ja, wie ich schon damals in der Einleitung zu dem Interview geschrieben habe – wenn auch alles in Englisch gehalten war, wiederhole ich mich jetzt vermutlich ziemlich – Dave Crabb war auch immer einer meiner absoluten Lieblingspros, was nicht nur daran lag, daß er aus diesem wunderschönen Neuseeland kommt, und alleine damit schon ein echter Exot war. Aber auch Dave habe ich zum ersten Mal auf schon oben erwähntem G&S Cup bestaunen können und ich war nicht nur davon angetan, daß er Vert wie Street rippte (er skatete sogar den Freestyle-Contest mit und wurde, glaube ich, Vorletzter). Nein, vor allem war er ein guter Showmann mit reichlich Spaß in den Backen, definitiv die australische Version von Lance Mountain, die beiden sehen sich sogar relativ ähnlich.

Ich war auch Fan von seinem Sponsor Toxic Skateboards, weil eben total Underground (und irgendwie coole Graphiken, zumindest nach meinem Geschmack), da gab`s ja im BOARDSTEIN auch mal eine eigene History-Box drüber, und ja, Dave Crabb fand ich einfach immer super. So war es tatsächlich auch eine, wenn nicht DIE Hauptmission auf meinem zweimonatigem Neuseeland-Trip, ihn ausfindig zu machen und zu interviewen und im Idealfall bei einer gemeinsamen Session ein paar Skatephotos von ihm zu machen. Und so kam es ja tatsächlich auch alles, nachzulesen und -sehen in BOARDSTEIN 47, definitiv eins der ganz großen Highlights meiner journalistischen wie auch Skate-Karriere. Und das Photo von dem Sadplant hätte tatsächlich auch Cover-Potential für diese letzte Ausgabe gehabt, das ist selbst mit meiner billigen Point and Shoot-Digi so scharf, daß man das kleine Vans Logo auf Dave`s Hemd lesen kann, und vom Motiv her wäre es ja wohl auch ein glorreicher Abschluß von 47 mehr oder weniger glorreichen BOARDSTEIN COVERN gewesen, ich mein`, ahnt das mal das Bild weiter unten!

Ja, und nachdem ich das Board dann für 250,- Dollar plus Versand tatsächlich gekauft hatte (mein bis damals mit Abstand teuerstes, was wiederum nicht wertvollstes bedeutet), wollte ich mit dem Photo und dem Board etwas Besonderes für meine Wand machen. Denn eigentlich hätte ich ja viel lieber ein altes Toxic Board von Dave irgendwo ergattert, am allerliebsten natürlich sein Street-Model von 1990 mit der Schlange. Die hab` ich immerhin auch auf meinem rechten Unterarm tätowiert, weil ich die schon immer so niedlich fand – Cobra Cabana 4 life, zischel zischel!

So war ich zwischendurch bei Ebay auf einen Typen gestoßen, der ganz viele alte Toxic Sticker zu entsprechenden Preisen anbot, und da hab` ich mich dann ausnahmsweise tatsächlich mal zusammengerissen und mir nur einen von den Crabb Street-Dingern besorgt, wenn ich das Board schon wahrscheinlich nie bekommen werde, hat man ja damals schon nicht, als es regulär im Handel hätte sein sollen, aber welcher Shop hat schon Toxic verkauft!? Für alte Skate-Sticker kann mensch übrigens auch Geld ausgeben, oh hauerha, da darf ich mich wirklich nicht auch noch anfixen lassen. Aber jedenfalls habe ich jetzt ein würdiges Arrangement für Dave in meiner Hütte, nennt es von mir aus Schrein, ist mir egal, Dave Crabb forever!

Boah ja, und dann bin ich auch noch auf ein Jesse Neuhaus Alva Model gestoßen, an dem ich nicht vorbeilaufen konnte, davon sind auch nicht zu viele nachgepreßt worden, und zum Glück hat Alva meines Wissen noch keine Reissue-Explosion mit den alten Pro-Boards rausgehauen, was ein Glück, da gäbe es nämlich auch drei bis fünf, die ich unbedingt haben müßte (John Thomas, Chris Cook, Dave Duncan…). Somit keine Ahnung, wo ausgerechnet dieses Jesse Neuhaus Board denn nun herkommt, aber auch zu Jesse gibt es natürlich eine Geschichte. Das war halt Ende der `80er der einzige Amateur auf Alva, so ein bißchen der Matt Hensley von Chicago, nur mit Brille und Pferdeschwanz, was ihn schon mal vom Rest seine Teamkollegen abhob, und dazu kam noch der große Altersunterschied. Deswegen ist er wohl auch auf diesem legendären Teamphoto (welchem Skateboarder Magazine sogar mal einen ausführlichen Artikel gewidmet hat) von einem Contest in Chicago 1989 wohl auch nicht mit drauf, weil es wohl so ausgesehen hätte, als hätten die Alva Boys den Kleinen gekidnappt.

Jesse war dann als frischer Pro ebenfalls auf meinem lebenseinschneidenden Erlebnis, dem G&S Cup damals in Hamburg, und er hatte es irgendwie geschafft, sich ins Finale zu skaten, also unter die ersten Acht, und auf dem Contest war nicht nur die gesamte europäische Elite anwesend, sondern auch einige hochrangige US-Pros. Wir reden hier von mehreren Dutzend Starter, von denen letztendlich im Streetstyle Steve Caballero vor Natas Kaupas gewann. Ja, die habe ich alle live gesehen, somit kein Wunder, daß dieser Contest so einen bleibenden Eindruck, ähh, Schaden bei mir hinterlassen hat, nä!? Ich war hin und weg von Skateboarding und wußte, daß ich den Rest meines Lebens in diesem Universum verbringen werde, und besonderen Eindruck haben zwischen diesen ganzen Skateboard-Stars neben Dave Crabb eher so die undergroundigen Pros gemacht, wie eben Jesse Neuhaus, John Schultes und vor allem Mark Heintzman (zu letzterem könnt ihr jetzt gerne BOARDSTEIN AUSGABE #43 aus dem Regal holen und den dazugehörigen Artikel dazu aufschlagen, drei Seiten Mark Heintzman, mein einstiges Idol, goddamnit!

In dem Artikel seht ihr von jenem Contest auch ein Photo mit einem Bs Varial Tailgrab an der großen Cop-Quarter, so hat man diese Rampenkonstruktion in den `90ern gerne genannt. Nun zurück zu Jesse Neuhaus, der hat nämlich damals, nachdem er seinen ersten Finalrun verkackt hatte, in seinem zweiten Run einfach nur noch einen Trick probiert, und zwar einen Bs 540° Ollie(!!!) aus genau der Rampe. Und ich weiß es noch genau, beim achten Versuch, wo alle schon ein bißchen genervt waren und weitermachen wollten, hat er ihn dann tatsächlich gestanden und damit ganz klar den härtesten Trick des Wochenendes gemacht, 540° Ollie, Alter, 1990… Jonn hat die Landung sogar noch auf Video, das Tape dazu fliegt hier irgendwo im hintersten Hüttenarchiv rum, aber is` eh nur die Landung, der Trick fehlt.

Ja, es war diese zweite Generation von Street-Pionieren, die es mir am meisten angetan hatte, Jeans (oder wahlweise Cargo Short), Longsleeve, Cap und abrippen. Ein paar Monate nach dem Contest kam dann auch das erste G&S Video raus, daß ich mir heiß ersehnt sofort besorgen mußte, mein allererstes Skatevideo. Da war dann nicht nur ein genialer Mark Heintzman Part drin, sondern ein eigentlich noch viel geilerer Jesse Neuhaus Part, der für G&S Trucks fuhr, die eine kleine Section am Ende des Videos haben. An einem Tag in seiner Heimat Chicago gefilmt, einfach nur Killer! Dazu muß gesagt werden, daß vor allem auch das Lied dazu einiges raushaut, und wer mir den Titel und Interpret nennen oder mir sogar einen Tonträger dazu organisieren kann, wird üppig dafür entlohnt werden!

Und eigentlich fand ich die Graphik von dem Board immer gar nicht so toll, ich dachte nur, ich muß die Chance ergreifen, um ein Jesse Neuhaus Board an der Decke hängen haben zu können. Aber als ich das Board dann auspackte, hab` ich mich total in es reinverliebt und jetzt ist es eins meiner liebsten, Jesse war ja auch immer ganz schön Hippie. So ist das manchmal mit Boards, funktioniert tatsächlich auch anders rum, so daß ein Board gar nicht mehr so toll ist, wenn man es erst einmal in den Händen hält. Komische Sache das mit diesen Energien… Jesse Neuhaus skatet übrigens meines Wissens immer noch, er hatte dann nur irgendwann kein Bock mehr auf Pro-Karriere, einfach `ne Legende, die ich hier gerne nochmal abfeier`, wenn ich schon keine History-Box im BOARDSTEIN mehr habe.

Damit kommen wir dann auch wirklich mal langsam zum Ende mit diesem ersten Teil, aber ganz langsam erst, ein hab` ich noch, ein hab` ich noch… So hatte ich bei meinen regelmäßigen Besuchen auf Titus.de mal nebenbei entdeckt, daß Trap Skateboards eine neue Pro-Serie mit einem neuen Graphiker rausgebracht hatte, dessen Arbeit mir sofort ins Auge stach. Und ja, Jürgen Horrwarth stand bei mir auch noch auf der Liste, weil wir zwei Hübschen sind auch per Du und ich bin einfach Fan von ihm, wußte allerdings nicht, daß er immer noch ein Pro-Board bei Trap hatte, somit war diese Entscheidung schnell entschieden, denn an das Board würde ich wahrscheinlich auch irgendwie günstiger kommen, man hat ja so Beziehungen in Hamburg.

Ebenso wußte ich auch nicht, daß Michi von Fintel genauso noch ein Pro-Board sein eigen nennen kann, und den kennt man halt auch und kann ihn gut leiden, weil er halt sein eigenes Ding durchzieht und einfach komplett krass Skateboard fährt, was ich selbst oft genug live gesehen habe. Das waren dann ja zwei Fliegen mit einer Klappe, somit bin ich dann bei einem meiner Hamburg Besuche seit Ewigkeiten mal wieder in den Mantis Lifestore, der sich scheinbar zu einem Mantis Coreshop gesundgeschrumpft hatte, wenn ich das vielleicht mal so sagen darf. Und wer stand da hinter der Kasse? Nein, nicht Richie, aber Michi selbst, das war natürlich extra spezial, ein Pro-Board von dem Pro selbst im Shop kaufen! Natürlich ohne Unterschrift, aber dafür mit ein bißchen Rabatt, ich bin ja nun auch nicht irgendwer, für meine Nullnummer blättern Leute schließlich dreistellige Beträge auf den Tisch!

Ja, voll geil, das waren also quasi zwei Boards für meine eine Sammlung für den Preis von einem, aber das härteste Pantöffelchen muß ich euch wie immer erst jetzt ganz am Schluß erzählen, das haut mich nämlich immer wieder selbst aus den Socken. So stand Chet Childress nämlich auch noch auf meiner Homie-Liste, weil mit dem hab` ich ja damals eine Woche auf dem auch schon erwähnten Skatepark-Projekt in Costa Rica gelebt und gearbeitet. Und wir haben uns damals blendend verstanden und viel gequatscht, ich weiß noch, am ersten Tag auf der Baustelle, als der Betonlaster vorfuhr, meinte er: ‚Arne, you gotta tell me what to do, I`ve never worked a day in my life’… Killer, wie er sagen würde, erzähl` ich immer wieder gerne.

Von Chet wollte ich am liebsten ein Board aus seiner Black Label Zeit haben, aber die waren und sind nun wirklich nicht so leicht zu haben, wir reden hier ja auch nicht von Reissues, sondern von Originalboards, weil Reissues gibt es aus dieser Ära eigentlich (noch) nicht. So, und jetzt paßt gut auf, es gibt dieses wunderbare Buch ‚Skateboarding is not a fashion‘ aus dem Hause Faux-Ami, welches mir einer der Macher, nämlich der liebe Jürgen, mir letztes Jahr auf meinem Lesungsstop zugesteckt hatte (nochmal dicken Dank für dieses dicke Buch!). Ja, und in dem Buch gibt es ein Kapitel über die Zeit in den frühen `80ern, als sich Skater gerne Hakenkreuze und andere Symbole aus dem Dritten Reich auf Boards oder Klamotten gemalt haben, einfach nur um zu schockieren, Skateboarding war halt eins zu eins Punk.

Und in dem Kapitel kommt auch ein gewisser Jörg Ludewig aus Wiesbaden zu Wort, um seine Geschichten zu dieser Thematik zum Besten zu geben, und er erzählt dann, daß es irgendwann in neuen Jahrtausend ja mal Ärger in Deutschland mit Mystery Skateboards gab, die von Urban Supplies importiert wurden und deren Logo ja eine S-Rune beinhaltete, weswegen Mystery in Deutschland nicht mehr verkauft werden durfte, zumindest nicht mit diesem Logo, wenn ich das jetzt richtig in Erinnerung behalten habe. Tja, Amis halt, so meint auch Jörg, und er erzählt dann weiter, daß sie danach auch mal ein Black Label Chet Childress Board nicht ausgeliefert hätten, weil die beiden ‚S‘ am Ende von Childress halt auch wieder als Rune gestaltet waren. Sie hätten wohl noch ein paar von den Boards irgendwo im Lager rumfliegen…

Das hätte er jetzt nicht schreiben sollen bzw. sagen, nun wollte ich doch mal meine Connections spielen lassen, denn mit Jörg bin ich vor allem nach BOARDSTEIN noch so richtig warm geworden. Ey, der hat sogar letztes Jahr zum zehnjährigen Merchandise-Relaunch ein BOARDSTEIN SHIRT bestellt! Ich ihm also flugs mal `ne Email geschrieben und ihm die Lage erläutert, und er wie immer kurz und bündigt zurückgeschrieben, er guckt mal im Lager, ob die Boards da noch aufzufinden sind. Keine zwei Stunden später mailt er mir ein Bild von dem Board und meint, drei hätten sie noch, wenn ich ihm meine Adresse geb`, schickt er mir eins davon zu… und wenn ich das jemals auf Ebay verkaufen sollte, würde er bitte gerne die Hälfte von dem Erlös haben… Aber nicht doch, Jörg, das ist doch nur für mich, Mensch!

Tja, so schnell, billig und unkompliziert, aber dafür um drei Ecken, kann man also auch an ein gesuchtes und vermutlich auch gefragtes Skateboard kommen, nämlich einfach mal nett (die richtigen Leute) fragen und im Idealfall dabei noch so eine Geschichte auftischen können. Danke jedenfalls nochmal, Jörg, das war `ne echt geile Aktion von dir! Und ich freu` mich wie ein Ast über das Board, erst dachte ich ja noch, scheiße, die Graphik ist ja nicht wirklich hübsch und bitte nicht schon wieder ein Skelett oder Totenkopf. Aber so trashig die Graphik auch ist, inzwischen hab` ich sie echt lieb gewonnen, und richtig geil sind halt diese beiden SS-Runen, voll illegal hier in Deutschland! Ich verfüge ja auch über einen gepflegten Führerhumor und kann mit sowas gut leben und wenn ich eins aus eigener Erfahrung garantieren kann, ist das, daß Chet Childress aber sowas von kein Nazi oder Ähnliches ist, genauso wenig wie sein Buddy Jason Adams, der ja auch mal einen SS-Totenkopf auf einer Black Label Graphik hatte. Das sind halt Amis, ey, da kann man mal ein künstlerisches Auge zudrücken, ich kann das jedenfalls und Nazis hasse ich trotzdem noch mehr als Bullen.

So, das war`s dann aber auch wirklich fürs erste mit meinen neuen Boards, oder doch nicht!? Einen hab` ich noch, einen hab` ich noch… Und der – oder besser gesagt – das eine ergab sich dann mindestens zwei Monate nach diesem wahnwitzigem Kaufrausch, mit dem ich doch gut eine Woche von meinem Lohn, den ich mir noch mühsam im Januar/Februar im französischen Caudry erarbeitet hatte, auf den Kopf haute, um nicht zu sagen stumpf in Holz investierte. Aber so muß man da halt rangehen, denn ich verdiene in der Regel, wenn ich denn arbeite, ja nicht so schlecht, und ein Tag Arbeit für drei neue Boards für die Hütte oder 20 neue Platten oder auch nur ein paar sehr seltene teure, die man schon immer haben wollte!?… Kann man mal machen, ich arbeite ja, um zu leben, und nicht umgekehrt, und Sammeln ist nun mal Teil meines Lebens, kann ich nich` für. Ich mein`, es wäre auch schlau, mal ein bißchen Geld zu sparen und beiseite zu legen, aber wer weiß schon, was morgen ist!? Es ist ja nicht so, daß man seine Sammlung im schlimmsten Falle nicht auch wieder verkaufen könnte, Kunst ist ja so gesehen immer eine gute Investition. Ich hoffe jedenfalls, ich komme hier jetzt nicht wie Krösus rüber von wegen was kost` die Welt, oder was1? Ich hab` mich dieses Jahr auch dafür echt halbwegs mit Plattenkäufen zurückgehalten, ehrlich!

Jedenfalls brauchte ich dann im Sommer irgendwann mal neue Wheels und ich hatte extrem gute Erfahrungen gemacht mit einen Satz 61mm Speedlab, die ich zwei Jahre zuvor bei Concrete Wave  in Kölle gekauft hatte, also wirklich mit die besten Rollen, die ich jemals hatte. Somit wollte ich gerne wieder Speedlab haben, die gab es aber bei Concrete Wave nicht mehr, so mußte ich mich mit 60mm OMSA/Muckefuck Schluffen zufrieden geben (Yo, Dietsches!). Und als ich dann noch so guck`, ob es irgendwelche Magazine oder Bücher gibt, die man gleich noch mitbestellen könnte (daß ich nach wie vor alles Skateboardende auf Papier sammel, versteht sich natürlich von selbst), fällt mir ein, daß ich in all der Zeit und vor lauter Titus nicht einmal bei eigentlichen Fachgeschäft Concrete Wave nach Reissues geguckt hatte, und was seh` ich dann ein paar Mausklicks später? Ein vom Shape her überarbeitetes Neil Blender von Gordon and Smith, und daß G&S früher meine Company war, hab` ich ja schon mehrfach ausgeführt, nur leider ist G&S aus welchen Gründen überhaupt nicht auf diesen Reissue-Zug aufgesprungen, zumindest nicht mit dem `80er und `90er Zeug (und der `70er Kram ist nichts für mich).

Von Neil Blender würde ich mir ohne Frage jedes Board an die Wand hängen, ich steh` einfach voll auf seine Kunst und der Typ ist ja nun mal auch einfach genial, und das hier ist jetzt nicht unbedingt meine Lieblingsgraphik von ihm, aber mehr als hübsch genug für meine Wand bzw. Decke ohne Frage, also – zack – damit in Warenkorb, das paßte da einfach noch gut mit rein. Und ja, für den ersten Teil war es das dann jetzt auch wirklich endlich mal. Um den zweiten werde ich mich dann wohl in den nächsten Tagen kümmern, ich warte noch auf ein Matt Hensley aus Amiland und muß die Dinger dann auch noch irgendwie sinnvoll in meiner Hütte anschrauben, eigentlich ist da jetzt schon kein Platz mehr für das, was hier von meinem zweiten Kaufrausch noch auf einem Stapel liegt. Macht euch also demnächst hier auf einen zweiten Teil gefaßt, der diesem ersten hier in nichts nachstehen wird.

Bei diesem Stichpunkt möchte ich dann noch kurz etwas anmerken, was mich selbst beim Tippen dieser vielen Zeilen sehr beschäftigt hat. Ich sitze nämlich in der Tat jetzt, wo ich diesen (vor-)letzten Absatz schreibe, knapp zwölf Stunden non-stop an diesem Geschreibsel, und das Ganze ist noch nicht mal mit den Bildern online gestellt. Ja, das ist eine Menge Arbeit, aber wenn es fließt, soll man es eben fließen lassen, so arbeiten die meisten Künstler ja nun mal am besten. Und ich hab` dann die ganze Zeit im Kopf gehabt, jetzt hör` doch mal auf zu tippen und mach` einfach drei oder vier Teile draus, so lange Texte liest sich doch sowieso keiner am Rechner durch. Aber so bin ich eben nicht und so ist mein Blog dann halt auch nicht, ich hake die Sachen so ab, wie es sich für mich richtig anfühlt, und es sagt ja auch keiner, daß man solche Stories wie diese hier an einem Stück lesen muß. Mach` ich ja auch nicht immer, wenn ich längere Artikel oder was im Internet lese, und bei Büchern logischerweise schon gar nicht. Da ich ja überhaupt maximal nur wöchentlich blogge, könnt ihr euch das alles natürlich auch ganz schön selbst aufteilen und zum Beispiel immer morgens zum Müsli drei Boards lesen, hihi…

Nein, im Ernst, ich weiß, daß es tatsächlich Fans dieses Blogs gibt, also vielleicht auch du, denen ich mit so vielen Wörtern ganz schön was zumute, aber das war ja bei BOARDSTEIN schon immer so und genau das macht das Ganze wohl auch heute noch aus, zumindest auf meinem BOARDSTEIN. Schriftlich aus dem Nähkästchen plaudern kann ich sehr gut, seht es als meinen Beitrag zu unserem aussterbenden Kunst- und Kulturgut und denkt immer dran, Instagram kann jede(r), braucht aber ganz ehrlich zu sich selbst gesagt eigentlich keine(r)… Meinen Scheiß hier übrigens auch nicht!

In diesem Sinne wünsche ich einen guten Start in Woche, lockt euch down, bis der Tank platzt!
Ich mach` mit,
Arne

P.S.: Ey, und wo wir hier schon die Ganze Zeit beim Sammeln sind, jetzt mal ohne große Worte, ahnt mal, was für einen einmaligen Schatz ich gestern Abend auf Ebay gestellt habe!

P.P.S: Und wenn wir da schon wieder sind, ich versteiger` grad auch die Holzeisenbahnsammlung von meinem Vater, weil er sich sammeltechnisch in den letzten Jahrzehnten mehr auf Kunst und Maritimes konzentriert (und seine geliebten Briefmarken natürlich!) und schon lange gar nicht mehr richtig Holzeisenbahnen sammelt. Mal gucken, für was die Sammlung denn letztendlich weggeht, ganze Sammlungen komplett kauft/verkauft mensch als Sammler ja doch eher selten, ich jedenfalls. Vermutlich hängt sie jedenfalls in dieser Konstellation die letzte Woche ihres Lebens auf unserem Gästeklo, was letztendlich als mein Badezimmer fungiert. Jetzt muß ich Herrchen nur noch irgendwie beipuhlen, daß er das Regal hinterher nicht mit Buddelschiffen und anderen Schiffsmodellen vollpackt, sondern daß ich das gerne abhängen und da ein paar meiner Skateboards hinhängen wollen würde, um ein bißchen mehr Platz in meiner Hütte zu gewinnen. Ich wäre für einen Kompromiß bereit und würde nur Boards mit maritimen Motiven nehmen, da hab` ich ein paar, die beiden Trap Boards zum Beispiel… Dazu jetzt hier einfach mal ein Bild von Herrchens Flur, damit ihr mal seht, wo das alles herkommt, dieses Sammeln. Das ist nur unser Flur(!) und das wurde mir nicht nur in die Wiege gelegt, sondern liegt mir regelrecht im Blut, meine Mutter war nämlich die Allerschlimmste von uns…

 

6 Gedanken zu „KOMPLETTER BOARD-SAMMEL-AMOK TEIL 1

  1. Boah alder so was von aus dem Herz gespiegelt.Wie immer allererste Sahneschnittetext.stay strong und kkomm mal auf nen Rum und Bretterwand anschauen

    1. Wolfgangsta, das `ne gute Idee! Ich komm` mal rum auf`n Rum und nehm` dann die Hälfte von deiner Wand-Deko mit, Deal, Alter! Ja, sollten wir tatsächlich mal hinkriegen, wohnst du immer noch da hinten Neuwiedental, oder was!? Ich erinnere mich, du hast ein paar Perlen aus Holz…

  2. Hey Arne,

    ne richtig geile Sammlung scheinst du ja zu haben, der Neid läuft mir aus allen Löchern…

    Bei all dem Stuff ….ist nicht irgendwo ein Karton mit Boardstein Hoodies aufgetaucht ?

    1. Moiners! Boah, Hoodies schon wieder, sach` nicht, da ist schon wieder Nachfrage. Werden noch mehr Hoodies gebraucht? Bei `ner gewissen Anzahl könnten wir jederzeit wieder welche drucken… Als nächstes kommen aber erstmal neue BOARDSTEIN STICKER, dürften nächste Woche da sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.