HANDEWITT DIE ZWEITE UND SO…

Moin zusammen!

Ich muß mich jetzt mal wirklich versuchen, ganz ganz kurz zu fassen, denn ich befinde mich wahrscheinlich in einer der stressigsten Wochen meines bisherigen Lebens, und so einiges durch ich schon habe, wie ihr eventuell wissen mögt. Als ich “damals“ im Frühling die Crew zum Betonieren für mein Projekt in Handewitt Ende August “vorreservierte“ (muß man ja sagen) dachte ich, da hätte ich das 1. Happy Weekend in Glücksburg schon lange hinter mich gebracht. Doch kam ja alles anders, wie wir leider alle wissen, und somit hänge ich jetzt mittendrin: Betonage mit einem knapp zehnköpfigen Team und beschissenem Beton bei bester Sommerhitze, und nebenbei die endgültige Orga für eben dieses Event machen, welches ich inzwischen – das kann ich an dieser Stelle gerne noch einmal ganz besonders deutlich betonen – einfach nur noch hinter mich bringen will. Und ich weiß, das gilt auch für die paar Mitstreiter, die bis hierher übrig geblieben sind und entschlossen daran festgehalten haben…

Ey, ihr glaubt nicht, was wir (auch beim zweiten Mal!) für einen Alarm hatten, die Genehmigung für unseren Alternativtermin zu bekommen, erst hat uns die ursprünglich angeheuerte Sicherheitsfirma komplett hängenlassen bis verarscht und dann wurde uns von einem ganz besonderen Drachen im örtlichen Ordnungsamt nochmal so richtig die Hölle heiß gemacht. Aber sowas von traumatös und weltfremd, daß mensch echt vom Glauben abgefallen ist, wie fertig Deutschlands Paragraphenwelt ist und vor allem die Menschen, die dafür gerade stehen oder diese ausleben, verordnen und verteidigen. Im Ernst, es ist ein Wunder, daß ich nach den letzten Wochen noch nicht zusammengeklappt bin, denn irgendwie ist es natürlich mal wieder alles (oder sagen wir mal ganz ganz viel) an mir hängengeblieben, insbesondere ein satter vierstelliger Minusbetrag auf unserem Event-Konto, also so richtig satt und fast schon fünfstellig. Sagen wir mal so, alles in allem war das letzte halbe Jahr eine einzige Katastrophe, was Rück- und Niederschläge anging, oder übergroße Felsbrocken, die einem an jeder scheiß Ecke vor die Füße oder auch ins Gesicht geknallt wurden.

Aber was soll`s, wir haben doch Grund zum Feiern, und zwar genau an diesem Wochenende hier bei uns in meiner Hood in diesem ultragenialen Superskatepark im schönen Luftkurort Glücksburg gleich neben dem Schloßteich am ersten international ausgerufenen Happy Weekend, yeah!!! Ihr ahnt es schon an diesen unzählbaren Superlativen, nirgendwo besser könntet ihr an diesem Wochenende aufgehoben sein als bei und mit uns! Ja, kommt alle und laßt uns richtig die Scheiße rocken, äh, das Leben leben, und alles einfach nur hinter uns bringen, damit wir nächste Woche weiter Skateparks bauen können, die keine(r) zu würdigen weiß (und skaten kann, weil viel zu wenig Leute richtig skaten können und nur die Harten in den Garten kommen)! (Sieht mensch zumindest jeden Tag immer wieder in Glücksburg bzw. sieht mensch nicht.)

Es ist vielleicht ein bißchen rauszuhören bzw. -lesen, ja, ich bin etwas fertig, mehr oder weniger genervt von allem und würde gerne zwei, drei Wochen vorspulen oder einfach nur sonstwie meine Ruhe haben. Das, was ich gerade durchmache, ist jetzt wirklich der Höhepunkt an Alarm von dem, was sich ein halbes Jahr lang aufgebaut hat, und das Schlimme ist, daß das alles meine Idee und Initiative war, deswegen muß ich das wohl jetzt auch ausbaden und einfach da durch. Hätte ich das alles vorher gewußt, hätte ich dieses Event ganz sicher nicht Happy Weekend getauft, sondern eher so ‚Sodom und Gomorra in Rorschach‘. Oder Stalingrad. Machen Sie mit und verlieren Sie Ihren Glauben an alles Gute!

Ich stehle mir hier und hiermit jetzt auch nur selbst meine ach so wertvolle Zeit, weil ich mich doch endlich mal wieder selbst promoten muß (wozu ist so ein scheiß privater Blog denn sonst eigentlich da?), von wegen ich = geilster Macker von der ganzen Welt und so. Ich hatte euch hier schon mal erzählt, daß es als kleines Vorfilmchen zu unserer ‚Florabowl Locals‘ Doku am Freitag einen ‚Randöms & Leftövers‘ Part von mir geben wird. Ja, der ist als eins der wenigen und vor allem unwichtigen Dinge im vororganisatorischen Bereich auch relativ entspannt tatsächlich vorher fertig geworden (Danke nochmal an Vega!) und wie zu erwarten voll mit B- und C-Footage und viel zu viel schlechten Kickflips und sonstigem Gesprockel. Trotzdem gibt es übermorgen Abend davon die Weltpremiere, und zwar weil wegen! Nämlich wenn schon auf die Kacke hauen, dann auch Durchfall! Und für alle, die es am Wochenende nicht zu uns an den nördlichsten Arsch von Deutschland schaffen werden – also der ziemliche Großteil von euch, denn diesen Blog lesen ja vor allem Fans und kaum Freunde – besteht tatsächlich die technisch höchst innovative Möglichkeit, online bei eben dieser fünfeinhalb Minuten langen Weltpremiere dabei zu sein. Ich hoffe allerdings für euch selbst, ihr habt Freitagabends um Zehn mitten im Sommer irgendwas Besseres vor, aber sowas von hoffe ich das!

Doch ja, in der Tat gibt es hier jetzt Freitag den 26. August 2022 um 22.00 Uhr die Weltpremiere von ‚Arne Fiehl vom BOARDSTEIN – Randöms und Leftövers 2018 – 2021‘! Tätä tätä, hipp hipp hurrä…

Wer davor noch mehr Langeweile haben sollte, kann sich auch nochmal den letzten bzw. aktuellen Streifen der Gnaddel Boyz zu Gemüte führen, Vega empfiehlt und BOARDSTEIN approved. Das Ganze gibt es dann genau hier!

Ja, und damit will ich es mal besser ganz schnell belassen, denn meinen ab  morgen anstehenden viertägigen Glücksburg-Aufenthalt mit diversen Highlights werde ich gleich früh um halb Neun mit einem Besuch beim Zahnarzt beginnen, um meinen Schrotthaufen von Gebiß mit einer reparierten Füllung ein Stückchen weiter Richtung Abwracken zu kriegen. Und bis dahin hab` ich noch so richtig viel zu checken, packen und organisieren, trotzdem gehe ich jetzt ins Bett, bzw. ich krieche wohl eher. Und zwar in meine Hütte, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen und Mama Holzwurm abends flüstert ‚Husch husch ins Brettchen’… Es wird mal wieder eine kurze Nacht und die letzten waren schon nicht so dolle lang, aber noch kürzer sie noch werden werden… Weckt mich, sollte ich zwischendurch mal zusammenklappen, danke!

Bis hoffentlich übermorgen oder so!

Ääääääääääächz,
Arne

P.S.: Und ja, die ganzen Photos hier tun eigentlich nichts zur Sache außer zu zeigen, daß wir in Handewitt nicht ganz faul gewesen sind, der Blog-Eintrag heißt ja schließlich auch ‚Handewitt die Zweite‘ und so… Ja, es wird – glaube ich und alle anderen – mal wieder ein geiler Skatepark werden, den wir aus meiner kranken Hirnmasse in Beton ummodllieren werden. Wenn er denn mal fertig ist, ich habe vermutlich vorher kaputt… ächz… Ah jo, Husby Eröffnung war letzten Samstag auch, genau ein Jahr, nachdem wir da abgerückt sind…

P.P.S.: Und das hier alles schreibt einer, der 9 Jahre und 47 Ausgaben BOARDSTEIN hinter sich hat. Wie hab` ich das alles damals eigentlich überlebt?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.